Der Gitarrensound von The Strokes: Diese Plugins und dieses Gear brauchst du für „Last Nite“
Wie kommst du dem Sound von Albert Hammond Jr. und Nick Valensi näher?
The Strokes sind in aller Munde! Die New Yorker Lofi-Rocker haben jüngst ihr siebtes Album „Reality Awaits“ für den Sommer angekündigt. Dazu spielten sie gerade erst zwei umjubelte Shows beim wichtigsten US-Festival Coachella. Ihr größter Song bleibt aber immer noch „Last Nite“ aus ihrem Debütalbum. Was braucht es also an Gear oder Plugins, um dem Gitarrensound von The Strokes näherzukommen? Welches Einsteigerequipment bringt euch in die Nähe, welches edle Studio-Gear ist fast das Gleiche wie bei den Aufnahmen?
Table of Contents
Is This It: Die Aufnahmen zum legendären Debütalbum von The Strokes
Bevor wir zum Gitarrensound von The Strokes kommen, werfen wir einen Blick auf die Aufnahmen von „Is This It“, dem Debütalbum der Band. Für nicht wenige Fans von neuerer Rockmusik gibt es eine Zeit vor dem Album und eine danach. Der Impact des 2001 veröffentlichten Albums war gigantisch, sein Erfolg ebenso.
Diese Momente gibt es nicht oft in der Musikgeschichte. Wo Alben dem Zeitgeist nicht folgten, sondern ihn bestimmten und veränderten. Und kaum ein Album hat im Schatten des da schon leicht lädierten Nu-Metal-Ungetüms die Nuller in der Gitarrenmusik so geprägt. The Strokes stellten dem scratchenden Maximalismus der Korn/Limp-Bizkit-Riffmaschine eine Direktheit und einen Minimalismus im Sound entgegen, der fast schon revolutionär war.
1998 gegründet, bestehen The Strokes bis heute aus denselben fünf Mitgliedern: Julian Casablanca (Sänger und Hauptsongwriter), Nick Valensi und Albert Hammond Jr. an den Gitarren, Fabrizio Moretti (Drums) und Nick Valensi (Bass) in der Rhythmusfraktion.
Aufgenommen im New Yorker Studio Transporterraum mit Produzent Gordon Raphael in gut sechs Wochen im Frühling 2001, ist Is This It ein fantastisches Beispiel für musikalisches Zusammenspiel, catchy Hooks und die Verbindung einer Retro-Klangästhetik mit modernem Songwriting. „Last Nite“ als zweite Single zeigt das exemplarisch.
Der Gitarrensound von The Strokes: Wie „Last Nite“ aufgenommen wurde
Kleiner Fun Fact am Rande: Wie er im 2002 erschienenen Interview mit Sound on Sound berichtet, heißt Gordon Raphaels Studio übrigens Transporterraum, weil ihn Deutschlands wichtigster Rockproduzent Moses Schneider (Beatsteaks, Tocotronic, Turbostaat, Kreator, u. v. m.) 1998 besuchte und später, als Gordon plötzlich in neue Räume umziehen musste, mit Equipment aus seinem Berliner Transporterraum-Studio unterstützte.
Die Band nahm die meisten Songs live auf, zusammen im Aufnahmeraum. Albert Hammond Jr. spielte seine Siebziger-Reissue-Stratocaster (die es eine Zeit lang auch als Signature von Fender gab), Nick Valensi eine 1995-er Epiphone Rivera). Beide spielten durch Fender Hot Rod Deville Amps, dazu einige Zerrpedale.
Ein Visual Sound V1 Jekyll & Hyde (Overdrive und Distortion), ein RAT, ein Boss DS-1 und ein MXR Micro Amp sollen zum Einsatz gekommen sein. Produzent Raphael nahm beide Amps mit Sennheiser MD 421 ab, direkt in seine API-Preamps.
Der Gitarrensound von The Strokes mit Plugins
Wer so minimalistisch auffährt beim Equipment, für den braucht es auch nicht eine unendlich lange und teure Liste an Plugins. Gitarre, Kabel, Audio-Interface und DAW vorausgesetzt, gibt es hier zum Einstieg die kostenlose Lösung eines NAM-Profils, davor das ebenfalls kostenlose bx_distorange von Plugin Alliance. Damit kommt ihr schon sehr weit!
Eine Komplettlösung, ohne Plugin-Ketten und mit passenden virtuellen Cabs findet ihr zum Beispiel bei Native Instruments Guitar Rig 7*. Auch das häufig erwähnte Amplitube 5* von IK Multimedia bringt entsprechende Emulationen mit.
Einsteiger-Gear für den Sound von The Strokes
Für den minimalistischsten Gitarrensound von The Strokes müsst ihr nicht unbedingt tief ins Portemonnaie greifen. Schon beim Amp reicht ein Fender Champion II 50* oder ein Boss Katana Mini* vollkommen aus. Was die Zerre betrifft, gibt es sogar zum nicht eben teuren Boss DS-1 einige Alternativen.
So bekommt ihr mit dem Mooer Ultra Drive Mk II* dem DS-1 Sound bereits sehr nahe, er ist einem DS-1 mit Keeley-Modifikation nachempfunden. Aber auch kleine Modeler wie der Valeton GP-5 oder IKM’s ToneX One können, wenn man die virtuellen Komponenten entsprechend aufeinander abstimmt dem Sound von The Strokes sehr nahekommen.
Studio-Gear für den Sound von The Strokes
Fangen wir an beim Amp. Da gibt es praktischerweise einen Hot Rode Deville* direkt von Fender! Davor packen wir, um dem Sound von Albert Hammond Jr. näherzukommen, einen Boss DS-1* und für das Solo einen MXR Micro Amp*. Und wenn ihr euch eher mit dem Semi-Hollow-Sound von Nick Valensi beschäftigt, schaut in Richtung Ratte!
Eine ProCo Rat 2* im Zusammenspiel mit einer Epiphone Riviera und einem Hot Rod Deville sollte euch dem Gitarrensound von The Strokes sehr nahebringen! Jetzt heißt es nur noch üben!
Fazit
Wie kommt ihr dem Gitarrensound von The Strokes näher? Welche Plugins oder welches Gear nutzt ihr dafür? Schreibt es uns in den Kommentaren!
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