Mentha Works Monk Echo: Experimentelles Ambient-Delay-Pedal, das „singen“ kann
Der erste Audioeffekt von früheren Mitarbeitern von Gamechanger Audio!
Mentha Works besteht aus ehemaligen Mitarbeitern von Gamechanger Audio. Dem Synth- und Pedalhersteller einiger der ungewöhnlichsten Instrumente und Effekte auf dem Markt. Hier weht ein ähnlich kreativer Wind. Mit dem Pedal Monk Echo bringt die Firma ihr erstes eigenes Pedal, das Ambient-hafte Echos und Halleffekte erzeugt, die „singen“. Richtig gelesen.
Wer steckt hinter Mentha Works?
Die neue Firma besteht aus den Musikern und Sounddesignern Toms Lazdovskis und Matiss Tazans. Beide waren während der ersten Jahre des Innovationsherstellers Gamechanger Audio zentraler Bestandteil bei der Entwicklung der ungewöhnlichen Pedale und Synths, für die man GA kennt. Auch mit Branchengrößen wie Neural DSP, Darkglass und Marshall teilten Toms und Matiss bereits ihre Expertise.

Monk Echo ist das erste Pedal ihrer kleinen Effektschmiede. Und wie schon bei Gamechanger ist hier wenig normal. Zwar stecken hier auch epische Halleffekte und mächtige Delays mit drin. Diese Klangwolken können allerdings, anders als bei der Konkurrenz, durch besondere Formantfilter regelrecht zum Singen gebracht werden.
Monk Echo
Bevor wir ins Detail gehen: Schon die Optik von Monk Echo finde ich echt ansprechend. Das hat etwas von der Verspieltheit von Teenage Engineering und vom kühlen Beige des Vongon Replay. Schick! Aber das Monk Echo ist auch als Audioeffekt nicht so leicht in eine Kategorie einzuordnen.
Grundsätzlich stecken eine Hall-Engine und eine Delay-Engine im Pedal. Die können in unterschiedlicher Reihenfolge so miteinander verwoben werden, dass epische Ambient-Klangwolken entstehen. Die kann man dann noch mit typischen Effekten wie einem Granular-Reverb-Modus (eine Oktave höher), Verzerrung und Reverse Delays anreichern.
Morphende Formantfilter
Soweit, so bekannt. Nutzt man für seine Klangwolkerei dann aber den besonderen Formantfilter von Monk Echo, klingen die Ambient-Sphären teilweise fast nach den epischen bulgarischen Chören, wie man zum Beispiel Le Mystère des Voix Bulgares.

Mentha Works haben die Formantfilter in der „Monk-Voice-Engine“ an ebensolchen Männer-, Frauen- und Kinderchören orientiert. Und das Resultat klingt ziemlich abgefahren. Denn hier steckt eben keine künstlich klingende Synth-Engine drin. Moduliert man die Formantfilter kann man beispielsweise durch verschiedene Vokale wechseln und den Chor noch ausdrucksstärker klingen lassen.
Macro-Modulation
Noch eine Besonderheit von Monk Echo ist der große Macro-Regler. Mit diesem lassen sich mehrere (oder alle) Parameter verbinden und gleichzeitig steuern. So kann man gleitend und ohne hörbare Zwischenstufen zwischen zwei Sound-Einstellungen wechseln. Auch kann man ein Expression-Pedal anschließen und den Macro-Effekt dann damit steuern.

Das Zuweisen von Modulation passiert aber nicht blind. Vielmehr zeigt das integrierte 8×8-Punkt-Display genau an, welcher Parameter wie moduliert wird. Außerdem gibt es auch noch einen dynamischen Modulationsmodus, Fluctuation genannt, bei dem der Wechsel zwischen Effektanteilen und Formantvokalen durch unterschiedliche laute Signalanteile gesteuert wird. Abgefahren!
Die Parameter von Monk Echo
Das Delay von Monk Echo bietet Delay-Zeiten zwischen metallischen 1 ms und epischen langen 10 Sekunden. Dazu kann seine Geschwindigkeit über Tap Tempo oder MIDI an das Songtempo angepasst werden. Was die Verzerrung betrifft, können die epischen Hallfahnen analog (Distortion) oder digital (Degradation) zerkratzt werden.

Zum Reverb könnt ihr auch noch ein um eine Oktave hochgestimmtes Shimmer- und Grain-Reverb dazuschalten, zum Delay einen Reverse-Delay-Modus. Mehr Ambient geht kaum. Jeder der acht Regler bietet zwei Funktionen, wobei die zweite Funktion über den jeweiligen schwarzen Button aktiviert wird. So kann beim Dry/Wet-Regler noch der Eingangspegel eingestellt werden, beim Vowel-Regler für den Formantfilter wechselt man beispielsweise durch die Timbres von Männer-, Frauen- oder Kinderchor.
Acht Presets lassen sich auf dem Pedal speichern und direkt abrufen, 128 insgesamt dann, wenn man mit MIDI arbeitet. Über den Macro-Control-Regler hat man dazu noch Zugriff auf einen High- und einen Low-Pass-Filter für das Effektsignal und die Stereobreite. Denn der Signalfluss im Pedal ist komplett in Stereo! Eines der spannendsten Pedale dieses Jahr!
Einführungspreis und Verfügbarkeit
Das Monk Echo gibt es zum zeitlich begrenzten Einführungspreis von 387,00 Euro (zuzüglich 20,00 Euro Versandkosten) für die ersten 500 Vorbesteller. Nach der Einführungsphase wird der Preis bei 483,17 Euro zuzüglich Versand liegen.
Ab Februar 2026 soll das Pedal ausgeliefert werden. Weitere Details und die vollständigen Spezifikationen findet ihr auf der Website von Mentha Works.

