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2B Truman Cyberfader

2B Truman Cyberfader  ·  Quelle: 2B Truman

2B Truman hat uns vor ein paar „Jährchen“ schon mit dem Genesis Computer Synthesizer ins Staunen versetzt. Das neue Plug-in Cyberfader bleibt im Vergleich mit beiden Füßen auf dem Boden und will praktische Dienste bei der Arbeit mit der DAW leisten. Die Vielseitigkeit einiger DJ-Fader ist hier wohl eindeutig als Inspirationsquelle zu nennen. Denn mit Cyberfilter steuert ihr nicht unbedingt die Lautstärke, sondern vielmehr die integrierten Effekte Reverb, Filter und Distortion. Der Hersteller ist begeistert und nennt Cyberfader das „innovativste Plug-in seit Jahren“.

2B Truman Cyberfader

Wichtigster Bestandteil dieses Plug-ins in Neon-Optik ist natürlich der Fader. Dieser will gar nicht den Lautstärke-Fader in eurer DAW ersetzen, sondern vielmehr eine Ergänzung sein. Denn bei Cyberfader handelt es sich um einen Channelstrip, dessen Aufgabe vorrangig darin liegt, euren Spuren etwas mehr Tiefe oder klanglichen Anstrich zu verleihen.

Aus diesem Grund stecken hier drei Effekte drin. Zunächst die Filter-Sektion mit Hoch- und Tiefpassfilter, die natürlich Parameter für Cutoff und Resonance bieten und deren Flankensteilheit zwischen 12, 24, 36 und 48 dB/Oktave umgeschaltet werden kann. Die Distortion-Einheit bietet sechs Modi (Crush, Bitcrush, Warm, Soft, Harsh, Fuzz) und beherrscht neben subtiler „analoger“ Wärme genauso „totale Zerstörung“. Ein Reverb gehört zur weiteren Ausstattung, mit Reglern für Dry/Wet und Size ist das allerdings verhältnismäßig spartanisch ausgestattet.

Zurück zum Fader. Der steuert nämlich die drei Effekt-Module in diesem Plug-in und „regelt“ so den Sound der Spur. Zwei weitere Module funktionieren als zusätzliche Helferlein. Der Fader Robot macht automatisch butterweiche Fader-Bewegungen, die synchron zum Tempo bis zu 128 Takte lang sein können. Aber auch drastische Sprünge lassen sich damit umsetzen. Target Level legt genau fest, wie sich die Lautstärke von Stille bis hin zu +12 dB verändern soll.

Wer Ableton Live benutzt, könnte all das natürlich mit den internen oder auch beliebigen externen Effekten direkt auf den Fader einer Spur mappen, für mich ist das also nichts. Aber vielleicht können ja einige von euch etwas damit anfangen – eine Demoversion zum Ausprobieren gibt es leider nicht.

Spezifikation und Preis

Cyberfader kostet 39 US-Dollar und ist als AU und VST3 Plug-in für Windows und macOS erhältlich – ausschließlich in 64 Bit. Ein AAX Plug-in soll „demnächst erscheinen“. 175 Presets in fünf Kategorien sind enthalten.

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