Vengeance Q4ntum: Neues Multi-Effekt-Plugin mit drei unabhängigen Delay-Engines
Multieffekt-Plugin mit 12 FX-Slots, 27 Effekten pro Slot und flexiblem Modulationssystem
Vengeance Sound hat mit Q4ntum ein neues Multi-Effekt-Plugin veröffentlicht, das gleich drei vollständig unabhängige Delay-Engines mitbringt, die sich auch als reine Live-FX-Prozessoren nutzen lassen. Jede Engine bietet bis zu drei gleichzeitige Insert-Effekte, dazu kommt eine Master-Sektion mit weiteren drei Effekten, einem eigenen Reverb und einem Limiter. Q4ntum kostet 89 Euro und ist ab sofort erhältlich.
Vengeance Q4ntum: Das neue Multi-Effekt-Plugin für mehr als nur Groove
Vier Verarbeitungsebenen mit insgesamt 12 FX-Slots
Q4ntum ist in vier Layer aufgeteilt: drei vollwertige Delay-Layer plus einen dedizierten Master-Layer. Jeder der drei Delay-Layer bietet drei unabhängige FX-Slots, der Master-Layer legt noch einmal drei Slots obendrauf, macht insgesamt zwölf FX-Slots. Pro Slot stehen euch dabei ganze 27 verschiedene Effekte zur Auswahl, jede Delay-Feedback-Kette lässt sich also individuell formen. Wow. Das klingt schon mal sehr vielversprechend.
Jede der drei Delay-Engines bringt eigene Parameter mit: Input Strength, Normal-, Ping-Pong- und Cross-Delay-Modi, Delay Time, Feedback mit Feedback-Filter samt Ghost-Q, Stereo Drift und Shift sowie Vibrato. Besonders spannend: Effekte lassen sich direkt innerhalb der Feedback-Schleife platzieren, von dezenter Klangfärbung bis zu komplett ausufernden, sich stetig weiterentwickelnden Feedback-Strukturen ist damit alles möglich. Und die Feature-Vielfalt hört hier noch nicht auf.
Modulation und Retrigger-System als Herzstück
Was Q4ntum wirklich von anderen Multi-Effekten abhebt, ist natürlich das Modulationssystem, wie auch in Avenger 2. Jeder Parameter lässt sich entweder über einen tempo-synchronen Step-Sequencer oder eine flexible n-Punkt-Envelope animieren, beides perfekt an eure DAW gekoppelt. Jeder FX-Slot bringt zudem ein eigenes Modulationssystem mit, wählbar zwischen Trancegate und Envelope, ebenfalls tempo-synchron in unterschiedlichen Raten.
Jeder Delay-Layer lässt sich außerdem in den FX-Only-Modus schalten, dabei wird das eigentliche Delay deaktiviert, während die drei FX-Slots und das Modulationssystem aktiv bleiben, der Layer wird so zum unabhängigen rhythmischen Multi-Effekt-Prozessor. Sehr flexibel gelöst.
Für Performance-Situationen bringt Q4ntum ein fortschrittliches Retrigger-System mit zwei Modi mit: Live Play erkennt Transienten in Echtzeit für spontanes Spielen, inklusive einstellbarem Cooldown gegen ungewollte Mehrfachauslösungen. DAW Sync arbeitet dagegen zeitleistenbasiert mit frei platzierbaren Retrigger-Punkten, damit habt ihr exakte Kontrolle darüber, wann das Delay-System während der Wiedergabe zurückgesetzt wird. Und das war immer noch nicht alles.
Master-Sektion und Routing
Der Master-Layer bietet neben den drei zusätzlichen FX-Slots ein integriertes Master-Reverb, in das sich jeder der drei Delay-Layer individuell einspeisen lässt. Dazu kommen ein Wet Signal Maximizer für mehr Dichte und wahrgenommene Lautheit, ein integriertes Master-Sidechain sowie zusätzliche L/R-Offset- und Vibrato-Regler.
Die drei Delay-Engines lassen sich zudem direkt über den globalen Header ineinander routen, für serielle und miteinander verknüpfte Signalstrukturen. Eine globale Mix-Kontrolle gibt euch sofortigen Zugriff auf die komplette Dry/Wet-Balance.
Presets und Systemvoraussetzungen
Q4ntum wird mit 673 werkseitigen Presets ausgeliefert, die Delay-, Rhythmus-, Modulations-, Räumlichkeits- und Sound-Design-Anwendungen abdecken. Das Plugin läuft als VST3, AU und AAX in 64-Bit, unter Windows benötigt ihr mindestens einen Intel Core mit 2,8 GHz und AVX-Unterstützung, 16 GB RAM sowie Windows 11, unter macOS mindestens 2,8 GHz Intel oder Apple Silicon, ebenfalls 16 GB RAM und macOS 10.14 oder neuer.
Preis und Verfügbarkeit
Vengeance Q4ntum kostet euch 89 Euro und ist ab sofort direkt hier bei Plugin Boutique* erhältlich.
Fazit
Mit drei unabhängigen Delay-Engines, insgesamt zwölf FX-Slots und einem durchdachten Modulationssystem ist Q4ntum klar ein Tool für alle, die mehr als nur ein klassisches Delay-Plugin suchen. Gerade der FX-Only-Modus und das Retrigger-System für den Live-Einsatz machen das Plugin auch für Performer interessant, nicht nur für den reinen Studio-Einsatz. Und das ist wirklich cool durchdacht.
Ob sich die Komplexität am Ende auch intuitiv und vor allem abwechslungsreich im Alltag bedienen lässt, wie Vengeance Sound verspricht, muss sich im Praxistest erst noch zeigen. 673 Presets sind aber definitiv genug Ausgangsmaterial, um sich erstmal durchzuhören. Ich bin schon sehr gespannt auf die Grooves.
Setzt ihr eher auf klassische Delay-Plugins, oder steht ihr eher auf ein derart modulares System wie Q4ntum in euren Songs?
Weitere Informationen
- Vengeance Q4ntum auf der Herstellerseite
- Weitere News zu Vengeance Sound
- Vengeance Q4ntum bei Plugin Boutique*
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