Taschen-Studio: Dieses Mini-Gear für mobile Jams ist ein Perfect Match
Kleines Gear mit Batteriebetrieb für grenzenlosen Spaß
Die Idee für dieses Perfect Match kam mir beim Schreiben der Review des neuen Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick. Denn diese coole Kombination aus batteriebetriebenem Mixer, Effekt-Device und Audiointerface eröffnet gerade in Kombination mit weiterem kleinen Gear viel Potenzial für schöne Setups. So ein „Taschen-Studio“ lässt sich schnell verstauen und passt im Prinzip bereits in eine Handtasche, außerdem sind hier viele interessante Kombinationen möglich. Damit lassen sich überall kleine Jams oder sogar Gigs realisieren und mit den kleinen Maßen passt so ein Setup auch gut in den Reisekoffer.
Inhalt:
Taschen-Studio: Ein kleines und batteriebetriebenes Setup für kreative Jams
Einige rümpfen über so ein „Taschen-Studio“ vielleicht die Nase und sehen es als eine Spielerei, andere hingegen werden durch das Konzept und die Limitierung vielleicht kreativ angespornt. Ob so ein kleines Setup etwas für dich ist, musst du ganz für dich entscheiden.
Kleines (und relativ günstiges) Gear scheint jedenfalls beliebt zu sein und dafür gibt es durchaus ein paar Gründe. Die Größe spielt dabei natürlich eine Rolle, aber mit Sicherheit auch der Umstand, dass die meisten dieser Produkte mit Batterien betrieben werden können. Einige Gerätschaften – wie beispielsweise KORG Monotron Delay – haben sich sogar zu regelrechten Geheimtipps entwickelt.

Die Sachen, die in diesem Perfect Match vorgestellt werden, passen zusammen ganz locker in einen Schuhkarton – sogar, wenn noch weiteres Mini-Equipment dazukommt. Mit Ausnahme des Mixers kann außerdem jedes Gerät ganz für sich alleine schon genutzt werden und schon eine Menge Spaß machen. Zusammen ergibt sich aber ein kleines Setup, das wir hier eben unter dem Motto „Taschen-Studio“ führen.
Weil es so viele interessante Kombinationsmöglichkeiten gibt, nennen wir diesmal gleich mehrere Gerätschaften, die zusammen ein starkes Trio bilden können. Und quasi als Sahnehäubchen gibt es noch ein paar Tipps zu zusätzlichem Equipment, das einfach gut dazu passt. Legen wir los!
Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick als Zentrum des kleinen Taschen-Studios
Wenn du mehrere „Mini-Klangerzeuger“ zusammen nutzen willst, ist ein kleiner Mixer sehr praktisch. Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick ist hierfür ein Paradebeispiel. Im Prinzip handelt es sich hierbei nicht einfach nur um ein Mischpult mit eingebauten Effekten, sondern auch um ein Audiointerface, das sogar auf mehreren Kanälen aufnehmen kann.
Die Größe und der mögliche Batteriebetrieb (Strom kann auch über USB kommen) machen EP-136 zu einem perfekten kleinen Begleiter, den du überall schnell aufbauen und mit diversem Equipment nutzen kannst. In unserem kurzen Test besprechen wir, was sich so alles mit dem „Mixer“ anstellen lässt.
Für unser Taschen-Studio ist besonders interessant, dass du drei analoge Stereo-Eingänge bekommst, von denen zwei auf Kanäle mit EQ und zuschaltbaren Kompressoren zugewiesen sind. Der dritte Eingang (AUX) wird ebenso in den Mix integriert. Alles zusammen kannst du über den Stereo-Audioausgang auf eine Anlage, angeschlossene Boxen oder auch in ein Audiointerface schicken, um alles zusammen aufzunehmen. Über USB können dabei noch Signale aus dem Rechner oder auch einem Smartphone oder Tablet abgespielt werden.
Ebenso ist aber auch eine Aufnahme von mehreren Spuren über EP-136 möglich, du kannst das Gerät über USB nämlich auch dafür an Rechner oder andere Devices anschließen.
Die beiden Spuren lassen sich mit jeweils einem von aktuell insgesamt sechs Effekten bearbeiten, die gut klingen und sogar synchron zum Beat laufen.

Für sich alleine ist Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick noch nicht wirklich interessant, aber letztendlich die Basis für dein Taschen-Studio. Hier bei Thomann* bekommst du das Gerät. Gibt es eine Alternative? Wenn Geld für dich absolut kein Thema ist, könnte TX-6* – ebenfalls von Teenage Engineering – vielleicht etwas für dich sein. Dieser Mini-Mixer setzt im Vergleich auf mehr Ein- und Ausgänge, ein Audiointerface mit mehr Kanälen, zwei Effekt-Prozessoren weitere Pro-Features. Aber der Preis fällt auch deutlich höher aus.
Mit Bastl Instruments Bestie* gibt es einen spannenden 5-Kanal Stereo-Mixer im Taschen-Format, dessen dritter Eingang als Distortion/Feedback-Kanal genutzt werden kann – hier gibt es aber keine internen Effekte oder ein USB-Audiointerface.
Kleine Drum-Machine oder ein Mini-Sampler für das Taschen-Studio
Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick kann eine Menge Spaß machen, braucht dafür aber natürlich auch „Input“. Der kann ja wie gesagt sogar aus dem Smartphone kommen, aber hier soll es für die Inspiration um passende Hardware gehen.
Ein guter Einstieg ist eine kleine Drum-Machine oder ein Sampler für das rhythmische Fundament. Wobei ein kleiner Sampler natürlich ein paar mehr Möglichkeiten für die Sounds bietet und vielleicht schon die Basis für ein komplettes Stück Musik bieten kann. Was du bevorzugst, liegt ganz bei dir und auch hier gilt natürlich, dass viele Kombinationen denkbar sind.
Einige der Gerätschaften wie AIRA-Compact-Modelle von Roland verfügen über einen Mix-Audio-Eingang und lassen sich somit bereits mit einem weiteren Klangerzeuger kombinieren. Hier ist also nicht zwingend der Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick als „Schnittstelle“ erforderlich. Allerdings verzichtest du dann auch auf die zusätzlichen Möglichkeiten, die dir der kleine Mixer bietet.
Gut in ein Taschen-Studio passen Produkte aus der Volca-Serie von KORG, da sind an dieser Stelle speziell Volca Drum* und Volca Beats* zu nennen, wenn es doch eher Richtung Samples gehen soll, ist Volca Sample* – besonders in der „New Generation“-Version – mal einen Blick wert.
Die AIRA Compact genannte Serie von Roland bietet mit der T-8 Beat Machine* schon eine kleine Kombi aus Drum-Machine (mit Classic-Sounds von TR-606, TR.808 und TR-909) und Bass-Synthesizer im Stil der TB-303. Damit kannst du schon ne Menge anstellen!
Und auch Roland hat eine kleine Sample-Groovebox am Start: AIRA Compact P-6 Sampler* bietet im Vergleich zu dem „Sampler“ von KORG sogar tatsächlich einen Eingang, um Samples direkt am Gerät aufzunehmen.
Natürlich gibt es einige weitere interessante Sampler, die mit kompakter Größe und Batterie- oder Akkubetrieb glänzen. Roland SP-404 MKII* und Teenage Engineering EP-133 K.O. II* sind ohne Frage coole „Kisten“ – für dieses „Taschen-Studio“ aber eben doch schon etwas zu groß. Richtig winzig sind hingegen PO-12 rhythm* und PO-33 K.O.* von Teenage Engineering – passen in dem Sinne also total gut hier rein. Aber im Vergleich zu den Volcas oder AIRA Compact sind die Möglichkeiten dann doch eher etwas zu beschränkt. Du siehst, dass wir bei dem Konzept für dieses Perfect Match sehr streng vorgehen.
Ein Synthesizer als passende Ergänzung

Um mit dem kleinen Taschen-Studio zu jammen, passt neben Mini-Mixer, Mini-Drum-Machine oder Mini-Sampler natürlich auch noch ein Mini-Synthesizer. Auch diese sollten mit Batterien betrieben werden und mit dem Rest des Sets ganz locker in eine Tasche oder einen Karton passen.
Ein integrierter Sequencer ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, denn du sollst auch solo mit dem kleinen Synthesizer auf deine Kosten kommen und zusammen mit den anderen Empfehlungen hier genug Spielraum für eine Jam-Session haben.
Auch hier gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an interessanten Gerätschaften. Und dazu zählen natürlich wieder ein paar Modelle aus der Volca-Serie von KORG. Volca Bass*, Volca Nubass*, Volca FM2* und Volca Keys* sind alle für sich interessant – hier entscheidet dein persönlicher Geschmack. Interessant ist aber auch ein Volca Modular*, wenn du sogar noch ein bisschen semi-modulare West-Coast-Synthese ins Spiel bringen willst.
Volca Keys und Volca FM sind eine Überlegung wert, weil sie dreistimmig polyphon spielen und damit auch für einfache Akkorde taugen. Wenn du einen der beiden Synthesizer zusammen mit der AIRA Compact Beat Machine benutzt, hast du im Prinzip bereits Drums, Bass und ein paar Chords abgedeckt.
Von der Roland AIRA Compact Serie gibt es noch ein paar weitere schöne Synthesizer, die super für ein Taschen-Studio passen. Der vierstimmige J-6 Chord Synth* macht Sounds im Stil des Juno-60, S-1 Tweak Synth* geht mehr in Richtung SH-101 – ein weiterer Klassiker von Roland.
KORG ist aber nicht der einzige Hersteller, der recht spannende Mini-Synthesizer führt. Behringer hat sich mit Sicherheit hier die eine oder andere Inspiration für eine eigene Reihe von kleinen Synthesizern geholt. Davon sind viele bis jetzt nur angekündigt oder mit immer noch langen Wartezeiten verbunden, deshalb an dieser Stelle nur zwei Geräte als Beispiel:
Hinter Phara-O Mini* steckt ein waschechter Analogsynthesizer mit drei Stimmen, JT Mini* bietet ebenfalls drei Stimmen und nimmt sich klanglich den berühmten Roland Jupiter-8 Vorbild.
Alle hier genannten Synthesizer haben übrigens gemeinsam, dass sie neben einem integrierten Sequencer auch über mindestens einen Effekt verfügen, um den Sounds zusätzlich ein bisschen mehr Glanz zu geben.
Fazit und Ausblick auf passende Erweiterungen für das Taschen-Studio
Gehen wir bis hierhin noch mal alles durch: Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick ist aktuell einer der vielseitigsten Mixer für ein kleines Taschen-Studio. Drei analoge Stereo-Eingänge sind hier neben einem integrierten Interface dran, auf zwei Kanälen gibt’s EQ, Kompressor und einen von sechs Effekten (die aber auch für die Summe hintereinander geschaltet werden können).
Für ein Perfect Match ergänzen wir den kleinen Mixer mit einer ebenfalls kompakten Drum-Machine oder einem Mini-Sampler sowie einem zusätzlichen Synthesizer im gleichen Format. Zusammen ergibt sich ein richtiges Mini-Studio, das du überallhin mitnehmen und schnell aufbauen kannst. Über Sync-Kabel und 3,5-mm-Audiokabel verbindest du alles miteinander und schon bist du für kleine kreative Jams gewappnet, die du über den EP-136 K.O. und USB sogar am Smartphone aufnehmen kannst.
Das ist bereits ein ziemlich cooles Setup, aber es gibt noch mehr Möglichkeiten! Denn über den dritten AUX-Eingang lässt sich ja noch weiteres Gear verbinden und über USB können ebenfalls noch Signale hinzugefügt werden.
Außerdem gibt es ein paar Effekte, die ebenfalls klein genug für dieses Taschen-Studio sind. KORG bietet mit Nu:Tekt NTS-1 MKII* und Nu:Tekt NTS-3* zwei Gerätschaften an, die du mit wenigen Handgriffen selbst zusammenbaust und bei denen über die logueSDK verschiedene (teils sehr gut klingende) Effekte oder sogar Klangerzeuger geladen werden können.
Monotron Delay* wurde schon in der Einleitung genannt und passt ebenfalls hervorragend zu diesem Setup. Roland bietet mit AIRA Compact E-4 Voice Tweaker* einen kompakten Vocal-Processor zum Bearbeiten der Stimme an. Dafür muss hier noch ein Mikrofon oder Headset angeschlossen werden – oder du nimmst ein kleines Toy-Mikrofon wie Teenage Engineering EP-2350 Ting*. Und Bastl Instruments* hat mit Gear wie Kastle 2 FX Wizard* ebenfalls sehr aufregende Sachen im Mini-Format im Sortiment.
Wie du siehst, gibt es riesig viele Möglichkeiten für ein kleines Taschen-Studio!
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