Die 7 besten Gitarren für Bluegrass unter 1000 Euro: Deine erste Dreadnought-Akustikgitarre!
Gute Einstiegsmodelle für den legendären Sound!
Die besten Gitarren für Bluegrass erfüllen viele Kriterien. Sie sind erschwinglich, klingen gut, liegen gut in der Hand und eignen sich bestens für den Einsatz in einer Band. Dafür haben wir sechs Modelle als Ausgangspunkt ausgewählt: egal, ob für dich oder als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.
Die besten Gitarren für Bluegrass: Unsere Auswahl für Einsteiger
Die besten Gitarren für Bluegrass: Wie alles begann
Natürlich haben Bluegrass-Musiker die Dreadnought nicht erfunden, aber sie hatten großen Anteil daran, dass die ikonische Korpusform zum Quasi-Standard unter Westerngitarren wurde. Als Bill Monroe in den 1940er Jahren eine Gibson in die Hand nahm und bei Songs wie „Blue Moon of Kentucky“ das Tempo kräftig anzog, ging ein Beben durch die Musiklandschaft. Monroes String-Band-Format, das auf Mandoline, Banjo, Geige, Kontrabass und einer kraftvollen Rhythmusgitarre basierte, prägt das Genre bis heute. Die Dreadnought wurde zu Bills wichtigsten Instrument.
Die Gitarristen, die folgten, wie Doc Watson mit seinen blitzschnellen Flatpicking-Läufen oder Tony Rice mit seiner einzigartigen Spieltechnik, die die Möglichkeiten des Instruments praktisch neu definierte, etablierten die Dreadnought im Bluegrass weiter. Großer Korpus, Stahlsaiten, gespielt mit einem dicken Plektrum.
Jahrzehntelang war Bluegrass ein Genre, das das vom Mainstreampublikum zwar wahrgenommen wurde, aber selten im Rampenlicht der großen Öffentlichkeit stand. In den letzten Jahren hat sich das jedoch geändert. Billy Strings gewann 2021 einen Grammy, spielte in ausverkauften Arenen quer durch die USA und tauchte plötzlich in Playlists neben Radiohead und Neil Young auf. Und Molly Tuttle brachte das Flatpicking in Kreise, die diese Spieltechnik und den damit verbundenen Sound zuvor noch nie gehört hatten.
Diese neue Generation hat die Bluegrass-Tradition nicht verwässert. Diese Musiker und Musikerinnen haben einfach nochmal einen Deut härter und schneller gespielt, und plötzlich wollte eine ganze Welle von Gitarristen es ihnen gleich tun. Falls du dazu gehörst, lautet die erste Frage nicht, welche Tonleiter du lernen oder welchem YouTube-Kanal du folgen sollst. Sondern: Was sind die besten Gitarren für Bluegrass?
Die besten Gitarren für Bluegrass: Worauf du achten solltest
Die Frage, welche Gitarren für Bluegrass am besten geeignet sind, ist in diesem Genre wichtiger als in fast jedem anderen akustischen Stil. Generell gesehen sorgen der besonders große Korpus und die lange Mensur einer Dreadnought für die Lautstärke, die Ausstrahlung und die Präsenz im Bassbereich, die Bluegrass-Jams benötigen.
Genauer gesagt: Falls du es wirklich ernst meinst, solltest du nach einer Dreadnought mit 14 Bünden, einer Fichtendecke sowie einem Boden und Zargen aus Mahagoni oder Palisander schauen. Diese Konfiguration ist seit Martin in den 1930er Jahren die D-18 auf den Markt brachte, das Herzstück dieses Stils.
Korpusform und Holzarten
Vor allem, wenn du in Bandbesetzung Bluegrass spielst, sollte es schon eine Dreadnought in voller Größe sein. Wie bereits erwähnt, ist Fichte die Standardholzart für die Decke, da sie besonders steif und resonant ist. Eine massive Fichtendecke kann im Vergleich zu einer Laminatdecke einen echten Unterschied machen, da ihr Klang offener und dynamischer ist und sie besser auf hartes Flatpicking reagiert.
Was Boden und Zargen angeht, sorgt Mahagoni für einen wärmeren, druckvollen Mitteltonbereich, der ideal für Rhythmusparts ist, während Palisander mehr Bass-Tiefe und Artikulation für Flatpicking-Soli bietet. Beide Optionen eignen sich für Anfänger.
Saitenlage, Hals und Spielbarkeit
Das schnelle Strumming und Picking im Bluegrass sind körperlich um einiges anstrengender als im Folk oder Blues. Da man die Saiten viel kräftiger anschlägt, braucht man dafür einen Hals, der schnelle Wechsel ermöglicht.
Achte außerdem auf eine Sattelbreite von etwa 43–44 mm (schmal genug für Akkorde) und eine mittlere bis niedrige Saitenlage direkt ab Werk (ansonsten profitieren die meisten Anfängergitarren von einem Setup).
Ein Knochensattel kann ein entscheidendes Detail sein, um Sustain und Stimmstabilität noch einmal zu verbessern. Viele der besten Gitarren für Bluegrass dieser Preisklasse sind allerdings Werk mit Kunststoffsätteln ausgestattet. Man kann sie aber jederzeit beim örtlichen Gitarrenbauer anpassen lassen.
Fender CD-60 V3
Die Fender CD-60 NA V3 ist eine Dreadnought mit einer Fichtendecke, sowie Mahagoniboden und -zargen. Ungewöhnlicherweise hat das Modell eine minimal kürzere Mensur (643 mm statt der üblichen 648 mm). Sein Hals aus Nato liegt angenehm in der Hand und ist mit einem Griffbrett aus Walnuss ausgestattet.
Diese kürzere Mensur kann für Einsteiger sogar von Vorteil sein, da man sich dadurch etwas schneller zurechtfindet. Die Fender CD-60 NA V3 ist das günstigste Modell in unserer Liste der besten Gitarren für Bluegrass. Schau sie dir bei Thomann* an.
Harley Benton Custom Line CLD-15MCE
Die Harley Benton Custom Line CLD-15MCE ist eine Dreadnought-Gitarre aus durchgehendem Massivholz mit Cutaway und Decke aus massivem Okoumé. Okoumé ist ein afrikanisches Hartholz, dessen Klang irgendwo zwischen Mahagoni und Zeder liegt und sowohl warm als auch direkt ist.
Ein Pau-Ferro-Griffbrett, ein eingebauter Tonabnehmer und ein modifiziertes ovales C-Halsprofil (Hals: Okoumé) runden die technische Ausstattung ab, die unter jedem anderen Markennamen wahrscheinlich deutlich mehr kosten würde.
Für Bluegrass ist Okoumé vielleicht weniger traditionell als Fichte oder Mahagoni, aber es bietet eine schöne Klangfülle und einen druckvollen Mitteltonbereich. Schau dir die Custom Line CLD-15MCE bei Thomann* an.
Yamaha FG800 BL
Die Yamaha FG800 verfügt über eine massive Fichtendecke samt geschwungenem X-Bracing, Boden, Zargen und Hals aus Nato, einem Walnussgriffbrett, eine rStandard-Mensur von 650 mm und einem Sattel von 43 mm. Die massive Decke ist entscheidend: Sie verleiht der FG800 eine größere klangliche Offenheit und eine dynamischere Ansprache als Gitarren mit laminierter Decke in derselben Preisklasse.
Super zuverlässige Stimmstabilität, gleichbleibende Verarbeitungsqualität und ein Klang, der auch im Bandkontext überzeugt, machen die FG800 zu einer besonders sinnvollen Wahl als erstes Instrument für alle, die es ernst meinen, ohne viel Geld auszugeben. Die Yamaha FG800 BL ist das einzige schwarze Modell in unserer Liste der besten Gitarren für Bluegrass. Hol sie dir bei Thomann*.
Takamine GD51CE-NAT
Mit der Takamine GD51CE-NAT geht diese Liste von Einsteigermodellen in ein Instrument über, das sogar ein professioneller Musiker zu einem Gig mitnehmen würde. Sie verfügt über eine massive Fichtendecke mit viertelgesägtem X-Bracing, einen Boden und Zargen aus schwarzem Walnussholz, einen Mahagonihals und Takamines eigenes Piezo-System. Hier bekommst du für dein Geld ziemlich viel Gitarre.
Schwarznuss mag vielleicht nicht ganz so verbreitet sein wie Palisander oder Mahagoni, hat sich ihren Platz aber redlich verdient: Das Holz klingt hell und klar in den Höhen, hat einen fokussierten Mittenbereich und genügend Präsenz in den Tiefen, um sich neben einem Banjo oder einer Mandoline zu behaupten. Definitiv eine gute Wahl für die besten Gitarren für Bluegrass.
Schau dir die Takamine GD51CE-NAT bei Thomann* an.
Epiphone Hummingbird Studio
Die Epiphone Hummingbird Studio Antique Natural bietet alles, was das Bluegrass-Herz begehrt: eine massive Fichtendecke, Boden und Zargen aus Mahagoni sowie einen Mahagonihals. Das Palisander-Griffbrett ist mit den klassischen Split-Parallelogramm-Einlagen versehen, und das Antique-Natural-Finish lässt die Gitarre so aussehen, als wäre sie schon seit der Nixon-Ära auf Tour.
Für Bluegrass macht sie ihre Sache gut. Erwähnenswert ist, dass dieses Modell nicht mit einem Tonabnehmer ausgestattet ist. Bei größeren Gigs musst du die Gitarre also mit einem Mikrofon abnehmen oder mit einem Tonabnehmer nachrüsten. Die Epiphone Hummingbird Studio kann bei Thomann* bestellt werden und ist ebenso ein empfehlenswerter Einstieg unter den besten Gitarren für Bluegrass.
Taylor 110ce Sapele
Die Taylor 110ce Sapele ist mit Taylors NT-Halssystem ausgestattet. Dadurch sind direkt nach dem Auspacken schon eine gleichbleibend niedrige Saitenlage und schnelles Greifen möglich. Die massive, torrefizierte Fichtendecke ist eine deutliche Verbesserung gegenüber normaler Fichte. Denn bei der Torrefizierung wird das Holz einer Wärmebehandlung unterzogen, die es künstlich altern lässt und ihm so die Resonanz und Ansprache eines eingespielten Instruments verleiht.
Die Rückseite und die Zargen des Modells bestehen aus Sapele-Schichtholz, das Griffbrett aus Ebenholz. Außerdem sind die Taylor ES-2-Elektronik und ein Gigbag im Lieferumfang enthalten. Wenn du eine Gitarre suchst, die sich leicht spielen lässt, im verstärkt auch noch großartig klingt, ist die 110ce eine hervorragende Wahl.
Schau dir dieses Modell von Taylor bei Thomann* an, zweifellos eine der besten Gitarren für Bluegrass.
Martin Guitar DX1E Mahagoni
Die Martin DX1E Mahagoni hat eine Decke, einen Boden und Zargen aus Mahagoni-Hochdrucklaminat (HPL). Der Hals besteht aus einem Rostbirken-Laminat und das Griffbrett aus Richlite statt Palisander oder Ebenholz.
Martin verwendet HPL speziell wegen seiner Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit. Die Rosette im Fischgrätenmuster und das Pickguard in Schildpatt-Optik verleihen der Gitarre den klassischen Martin-Look: und das zu einem Preis, der deutlich unter dem der Road-Serie liegt.
Insbesondere beim Bluegrass ist die Volllaminatbauweise die eigentliche Einschränkung. Die HPL-Decke lässt sich nicht öffnen und entwickelt sich daher nicht wie eine Massivholzdecke. Die klangliche Tiefe, die eine Martin zu einer Martin macht – dieser legendäre, warme, komplexe Dreadnought-Klang – ist in dieser Preisklasse nur teilweise vorhanden.
Was man hier bezahlt, ist der Name, aber eben auch die Verarbeitungsqualität, die Elektronik und die Langlebigkeit. Wenn das Budget begrenzt ist, aber du unbedingt eine Martin haben möchtest, ist dieses Modell der richtige Einstieg.
Die Martin DX1E ist eine der besten Gitarren für Bluegrass unter 1000 Euro. Weitere Details findest du bei Thomann*.
Fazit zu den besten Gitarren für Bluegrass
Welche Modelle haben wir vergessen? Welches unserer sieben Modelle der besten Gitarren für Bluegrass unter 1000 Euro hättest du als erfahrener Spieler nicht ausgewählt? Und was war deine erste Gitarre?
Schreib es uns in die Kommentare!
FAQ: Die besten Gitarren für Bluegrass
Welche Art von Gitarre brauche ich für Bluegrass?
Du solltest dir eine Dreadnought in voller Größe mit Stahlsaiten zulegen. Ihr großer Korpus sorgt für die Lautstärke und die Tragweite, die du brauchst, um dich neben Banjo und Geige zu behaupten.
Brauche ich für Bluegrass eine Gitarre mit Tonabnehmer?
Nicht unbedingt! Traditioneller Bluegrass wird akustisch gespielt, und eine gut gebaute Dreadnought sollte laut genug sein, um auch ohne Verstärkung zu jammen.
Brauche ich eine teure Gitarre, um mit Bluegrass anzufangen?
Nein! Wie immer kommt es am allermeisten auf die Finger an. Lerne also deine Bluegrass-Techniken auf einem erschwinglichen Modell, das sich gut spielen lässt.
Welches Plektrum sollte ich für Bluegrass verwenden?
Wähle eines, das sowohl dick als auch steif ist, zwischen 1 mm und 1,5 mm. Bluegrass-Flatpicking erfordert Geschwindigkeit und Präzision, und ein dünnes Plektrum behindert dich bei beidem.
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