Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Steinberg WaveLab 10

Steinberg WaveLab 10  ·  Quelle: Steinberg

Steinberg WaveLab 10

Steinberg WaveLab 10  ·  Quelle: Steinberg

Steinberg WaveLab 10

Steinberg WaveLab 10  ·  Quelle: Steinberg

Unglaublich, bereits seit 25 Jahren kümmert sich Steinbergs WaveLab um unsere Audio- und Mastering-Arbeiten. In der Zeit hat sich einiges getan, vor allem wurden die Rechner immer leistungsfähiger und die Software immer ausgeklügelter. Jetzt veröffentlicht das Hamburger Unternehmen WaveLab 10. Das gibt’s in drei Versionen, WaveLab Pro 10 und das eher für Einsteiger gedachte WaveLab Elements 10. Zum Kennenlernen bekommt ihr wohl auch WaveLab LE 10 in irgendwelchen Bundles.

WaveLab 10

Audiobearbeitung und Mastering sind hier nach wie vor die Kernkompetenzen. Das Zusammenstellen verschiedener Spuren zu einem Album, das Bearbeiten mit Echtzeit-Effekten und Offline-Prozessoren, Metering und Restauration – alles ist hier unter einer Haube. Und auch eine möglichst flexible Integration von externer Hardware steht auf dem Programm. Der modulare Ansatz der Software soll den Workflow für die unterschiedlichsten Aufgaben beschleunigen.

Videointegration, Refernzspur, externe Effekte

Eines der spannendsten neuen Features ist mit Sicherheit die Integration eines Videos. Post-Production profitiert von dem kleinen Videofenster (das auch skaliert und auf einem zweiten Bildschirm laufen kann). WaveLab 10 enthält jetzt die gleiche Video-Engine wie Cubase und Nuendo. Stimmt die Samplerate der enthaltenen Audiodatei nicht mit der in Audiomontage überein, erstellt ihr einfach eine Kopie mit angepasster Samplerate.

Einen direkten A/B-Vergleich zu einer Referenzspur ist ab sofort möglich. Die Referenzspur kann auch auf verschiedene Ausgänge geroutet werden. Diese Funktion ist nur in der Pro-Version möglich. Das gilt auch für den erweiterten Support externer Effekte: Damit könnt ihr jetzt externe FX-Busse einrichten und so Effektgeräte in den Signalfluss integrieren. WaveLab nutzt die neue Option Rendern in Echtzeit, wenn ein externer Effektbus im Signalweg verwendet wird.

Externe Audioeditoren, eingehendes Audio direkt rendern

Die Unterstützung von externen Audioeditoren ist ein weiteres neues Pro-Feature. Damit könnt ihr Editoren wie SpectraLayers oder iZotope RX in den Workflow einbinden. Nice! Die Bearbeitungen in der Audiomontage sind nicht-destruktiv. Audiomontage Inline-Editing verbessert die bisherige Option „Quelle bearbeiten“ – und das nicht-destruktiv.

Und auch das hier geht nur in WaveLab Pro 10: Ihr könnt einen eingehenden Audio-Live-Stream über den Masterbereich und die Insert-Plug-in-Kette aufnehmen und direkt rendern. Die Begrenzung wird durch die Audio-Eingänge eurer Wandler festgelegt. Diese Funktion ermöglicht, einen bestimmten Audioeingangsbus mitzuhören und mit Master-Plug-ins (einschließlich externer Effekte) zu rendern. Das geht auch in unterschiedlichen Dateiformaten.

Neue Spurliste, Montage-Inspektor, History-System

Die Audiomontage hat jetzt eine überarbeitete Spurliste. Die diversen Spurtypen wie Audio, Referenz und Video haben eine neue Kopfzeile mit speziellen Bedienelementen für den jeweiligen Spurtyp erhalten. Spuren  dürfen jetzt skaliert und gescrollt werden, der Spur-Header unterstützt jetzt Drag ’n‘ Drop.

Das Effekte-Fenster heißt jetzt Montage-Inspektor. Hier könnt ihr Plug-ins und die zugehörigen Funktionen schneller bedienen.

Über das neue History-System dürften sich viele von euch freuen. Audiomontage und der Audio-Editor haben separate Rückgängig/Wiederherstellen-Listen erhalten. Das neue System speichert unterschiedliche Versionen. Eine Version repräsentiert eine komplette Wave-Datei, nicht nur einen Bearbeitungsschritt. Markierungen im Editor zeigen, wo Audio-Parts bearbeitet wurden.

Weitere neue Funktionen

Weitere Highlights sind die verbesserte Vorschau im Datei-Browser, neue Routing-Optionen, die Anzeige der durchschnittlichen Systemauslastung im Performance-Monitor und drei neue Effekt-Plug-ins (der EQ Frequency, der algorithmische Hall REVelation und die Bandsättigung Magneto 2).

Allerhand drin in dieser neuen Version. Alle Details könnt ihr euch hier einmal anschauen.

Spezifikation und Preise

WaveLab 10 läuft in allen Versionen auf Windows 10 und macOS High Sierra, macOS Mojave (Catalina ist noch nicht gelistet!). 64 Bit und mindestens 4 GB RAM sind Voraussetzung. Die Download-Größe beträgt 236 MB. Für die Pro-Version braucht ihr noch einen freien USB-Port (Typ A) für den USB-eLicenser.

Für sämtliche Versionen, Upgrades und Updates gib es ein Einführungsangebot. Ein Update von WaveLab Pro 9.5 kostet 79,99 Euro statt 99,99 Euro. Ein Update von WaveLab Pro 9 kostet 119,20 Euro anstatt 149 Euro. Updates von älteren Versionen (ab WaveLab 7) kosten 159,20 Euro anstatt 199 Euro. Ein Upgrade von Elements (ab Version 7) kostet 303,20 Euro statt 379 Euro. Wer WaveLab Pro 10 neu kaufen muss, bezahlt 383,20 Euro anstatt 479 Euro, für WaveLab Elements 10 müsst ihr 99 Euro hinlegen.

Weitere Infos

Videos

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: