Novation, Minimal Audio, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Novation Peak/Summit ist heute wieder ein Thema in der Sound-Boutique, denn es gibt eine kostenlose Soundbank, mit denen du die beiden Synthesizer quasi in Drum-Machines verwandelst. Sehr interessant! Das gilt ebenso für Minimal Audio Current, denn der Synthesizer bekommt nicht nur ein neues Sound-Pack, sondern ist auch als eine abgespeckte Player-Variante erhältlich. In einer neuen Library für Native Instruments Kontakt treffen akustische Instrumente auf Synthese. Und den Phase-Distortion-Synthesizer Dörothy kannst du jetzt auch auf Ableton Move benutzen!
Inhalt:
Kostenlose Soundbank verwandelt Novation Peak oder Summit in eine Drum-Machine
Nachdem Novation Peak und Summit hier in der Sound-Boutique bisher keine große Rolle eingenommen haben, gibt’s in diesem heißen Juni gleich zwei News zu den Synthesizern. Vor wenigen Wochen ging es zunächst um ein Soundset von Jexus (hier mehr dazu) und jetzt ist eine kostenlose Soundbank erhältlich, die die Hybrid-Synthesizern (einige hassen dieses Wort) in Drum-Machines verwandeln. Wicked!
Hier ein Video, in dem „TheGuacamoleXplosions“ ein paar Soundbeispiele anhand von bekannten Titeln von Artists wie Kraftwerk, The Streets, Aphex Twin, Marvin Gaye, Jean-Michel Jarre oder Pink Floyd zeigt. Sehr spannend:
Zudem erklärt das Video, mit welchen Tricks das alles hier funktioniert und wie die einzelnen Sounds in Novation Peaks beziehungsweise Summit entstehen. In dem Sinne ist das Video also auch ein schönes Tutorial für alle, die sich für Sounddesign mit den beiden Synthesizern von Novation interessieren.
Den kostenlosen Download der Soundbank findest du hier auf diesem Google Drive.
- Novation Peak und Summit sind hier bei Thomann erhältlich*.
EPROM Memory Rites Preset-Pack für Minimal Audio Current – auch als Expansion Player erhältlich
Current, der Flagship-Synthesizer von Minimal Audio, hatte einen etwas holprigen Start. Der Hersteller versuchte nämlich zunächst, diesen mit einem Abo-Modell unter die Leute zu bringen und legte damit eine Bauchlandung hin. Minimal Audio reagierte aber schnell und bietet Current seitdem auch zum Kauf an.
In dem Plugin steckt eine sehr moderne Kombination aus Wavetable-, Sampling-, Sub-Osc-, und Granular-Engines, die mit zwei Filtern und dafür üppiger Auswahl verschiedener Filtermodi, acht Effekten, Arpeggiator, Chord-Mode, einem Limiter, viel Modulation und ein paar weiteren schönen Features abgerundet wird. Dabei setzt dieser Synthesizer auf einen aufgeräumten und modernen Look, der mit viel Visualisierungen arbeitet und so den Sound auch optisch sehr greifbar macht.
Current richtet sich in erster Linie an Producer, die auf einen Sound für EDM, Bass-Music und weiteren Stilen aus der Welt der elektronischen Musik aus sind und speziell auf krasse Bässe mit viel Bewegung und Druck stehen.
Mit Memory Rites gibt es jetzt ein neues Sound-Pack für den Synthesizer, das nicht nur als Preset-Expansion funktioniert, sondern sogar als Standalone-Instrument genutzt werden kann:
Für die neuen Sounds zeichnet sich der Producer Alexander Dennis, auch bekannt als EPROM, verantwortlich. Memory Rites umfasst insgesamt 60 neue Presets und richtet sich an alle, die experimentelle Klänge, verzerrte Bässe, komplexe Rhythmen und futuristisch anmutende Texturen suchen.
Die Sammlung enthält 25 Bass-Sounds, 14 Leads, neun Pads, sechs Keyboard-Patches sowie sechs Sound-FX. Sämtliche Presets verfügen über individuell zugewiesene Makro-Regler, mit denen sich Klangparameter während des Spiels verändern lassen. Darüber hinaus unterstützen alle Presets Modulations- und Pitchbend-Steuerungen, um so für einen dynamische und expressive Performance zu sorgen.

Und wie bereits angesprochen, stellt Minimal Audio parallel zu dem Soundset auch den Current Expansion Player vor, mit dem Artist-Expansions für den Synthesizer nun auch als eigenständige Standalone-Instrumente zur Verfügung stehen, ohne gleich die Vollversion von Current besitzen zu müssen. Wer sich nur die Standalone-Expansion zulegt, bekommt damit auch die Möglichkeit für ein späteres Upgrade auf die Vollversion von Current. Interessantes Konzept.
- Den Memory Rites Expansion Player bekommst du für 29 Euro, auch hier bei Plugin Boutique*. Dort ist ebenfalls die Vollversion von Current* erhältlich. Und wer den Synthesizer bereits besitzt, bekommt bei Minimal Audio das Sound-Pack für 19 Euro.
Sardonix: Akustische Instrumente treffen auf Synthesizer in Kontakt
Für die Vollversion von Native Instrument ist diese neue Library von Evan Braddock erhältlich. Das Konzept: Ausgewählte akustische Instrumente aus aller Welt werden mit den Klängen von Synthesizern gepaart, um daraus ein Kontakt-Instrument für aufregende neue Sounds zu machen.
Seien wir mal ehrlich: Die wirklich spannenden Sounds entstehen mittlerweile durch aufwendige Layer, um so für vielschichtige Ergebnisse zu sorgen, die sich teilweise dann auch jeder Kategorisierung entziehen.
In Sardonix treffen Klavier, Akustikgitarre, E-Gitarre, Sitar, Ronroco, Balalaika, Tongue Drum, Didgeridoo und ein Minimoog aufeinander, dazu kommen die Sounds von einem Radiator, tropfendem Wasser und gestrichenem Metall. Das klingt doch nach einer interessanten Mischung!
Hören wir doch einfach mal rein:
Die 5.31 GB umfassende Library liefert dir 17 Synth-Presets und 33 „Organic-Textures“-Presets. Das Interface von Sardonix setzt auf Einfachheit und bietet insgesamt nur fünf Parameter, die zudem sehr grafisch dargestellt werden.
In dem Sinne ist dieses Kontakt-Instrument also sehr einfach gehalten, verwirrt dich aber auch nicht mit ausufernden Details und Optionen. Und manchmal ist es ja genau das, was man sucht. Der Preis fällt hier auch nicht zu hoch aus.
- 28 Euro kostet die Library zur Einführung, regulär sind knapp 35 Euro fällig. Alle Infos findest du hier bei Loot Audio. Die Vollversion von Native Instruments Kontakt 8.8 oder neuer ist erforderlich. Den Sampler kannst du bei Thomann* kaufen – auch als Teil der neuen Komplete Bundles*.
dörothy on the move: Der Synthesizer jetzt auch auf Ableton Move
Viele wissen gar nicht, wie cool Ableton Move ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass es insgesamt nicht so einfach zu vermitteln ist, was in dieser kleinen Standalone-Hardware so alles drinsteckt.

Move ist kompakt, lässt sich überallhin mitnehmen, braucht keine DAW (harmoniert aber perfekt mit Live und kann dahin exportieren), funktioniert auch wie ein Controller, hat ein Mikrofon und einen Audioeingang (Ausgang ebenfalls) eingebaut und bietet sogar WLAN. Die Pads reagieren unabhängig voneinander auf Druck und die Hardware fühlt sich insgesamt einfach nur gut an.
Und mit den letzten Updates wurde Move noch cooler. Zudem gibt es jetzt aber auch eine ziemlich verrückte alternative Firmware, die quasi parallel benutzt werden kann und in dem Sinne nichts überschreibt. Und mit RNBO für Move bietet Ableton Live zusammen mit Cycling’74 ebenfalls neue Optionen, um die Fähigkeiten von Move zu erweitern (mehr dazu in diesem Artikel).

RNBO nutzt nun auch der Phase-Distortion-Synthesizer dörothy von blööps, über den wir schon mal in der Sound-Boutique berichtet haben – hier mehr dazu.
Mit anderen Worten: Wenn du dir dörothy jetzt kaufst, bekommst du den Synthesizer nicht nur als Max for Live Device und als VST3- und AU-Plugin, sondern zusätzlich auch noch für Ableton Move. Nice!
- dörothy bekommst du hier bei blööps. Mittlerweile läuft der Synthesizer nicht nur mit Ableton Live und Max for Live, sondern ebenso als VST3- und AU-Plugin in allen gängigen DAWs. Und wie gesagt, jetzt auch über RNBO für Ableton Move. Wenn du Ableton Move bis zum 14. Juli 2026 bei Thomann* kaufst, gibt’s kostenlos einen passenden Decksaver gratis dazu!
Weitere Infos über Novation, Minimal Audio, Native Instruments und Ableton
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