von  Lasse Eilers  | |  Lesezeit: 5 Min
Kostenlose Web-Editoren für Nord Modular und Behringer-Synths: Synthesizer-Journal

Kostenlose Web-Editoren für Nord Modular und Behringer-Synths: Synthesizer-Journal  ·  Quelle: Nord Keyboards, behringer-cz1-editor.co.uk, Bastl Instruments

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Nicht nur für den Klassiker Nord Modular G1 gibt es jetzt einen kostenlosen Web-Editor; auch verschiedene Synthesizer von Behringer kannst du nun bequem per Browser steuern. Außerdem: ein „Schweizer Messer“ für dein Eurorack-System von Bastl Instruments.

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Nord Modular Editor für den Browser: Peter van der Noord rettet den Synthesizer-Klassiker ins nächste Jahrtausend

Nord Modular G1
Nord Modular G1 · Quelle: Nord Keyboards

Im Jahr 1997 fristete modulare Synthese ein Schattendasein. Zwar hatte Dieter Döpfer ein Jahr zuvor sein A-100-System vorgestellt, aber dass sich um den daraus entstandenen Eurorack-Standard zwei Jahrzehnte später ein echter Hype entwickeln würde, konnte noch niemand ahnen. Auch die virtuell-analoge Synthese steckte noch in den Kinderschuhen; der erste Nord Lead war gerade erst zwei Jahre alt.

Also kann man sagen, dass der schwedische Hersteller Clavia mit dem Nord Modular echten Pioniergeist bewies. Der Synthesizer, der in drei Versionen erschien (Keyboard, Rackmodul und Micro Modular), war sozusagen eine Hardware-Hülle für ein virtuelles Modularsystem. Man baute Patches in einer Editor-Software auf dem Computer zusammen und lud sie dann auf die Hardware, wo das Verhalten und Zusammenspiel der einzelnen Module von DSP-Chips berechnet wurde. Heute kann jeder mit Software-Modularsystemen experimentieren; damals war ein modulares System an sich eine kleine Revolution, ganz zu schweigen von einem semi-virtuellen.

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Leider wurde dem wegweisenden Synthesizer ein Schicksal zuteil, das er sich mit vielen softwarebasierten Systemen teilt: Er alterte nicht so gut. Die dazugehörige Software, ohne die die Hardware so gut wie nutzlos ist, wurde seit dem Erscheinen des Nachfolgers Nord Modular G2 nicht mehr weiterentwickelt und man braucht inzwischen viel Durchhaltevermögen bzw. Hacker-Energie, um sie auf modernen Rechnern zum Laufen zu bringen. Zum Beispiel erschien sie nie offiziell für Mac OS X, geschweige denn für Intel- oder gar Apple-Silicon-Geräte.

Also nutzen nicht wenige Nord-Modular-Besitzer mangels Alternativen uralte Windows-Laptops, um ihren Synthesizer steuern zu können. Aber jetzt gibt es eine neue Alternative! Der Entwickler Peter van der Noord (war der Name vielleicht Vorsehung?!) bastelt an einem browserbasierten Editor für den Nord Modulars der ersten Generation. Damit kannst du also unabhängig vom Betriebssystem Patches für den Synthesizer erstellen; lediglich die Nutzung von Google Chrome wird empfohlen. Auch eine Funktion zum Teilen von Patches ist geplant.

Nord Modular Editor
Nord Modular Editor von Peter van der Noord · Quelle: Peter van der Noord
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Noch ist das Projekt im Aufbau und es sind noch nicht alle Funktionen implementiert. Aber der Editor sieht schon sehr vielversprechend aus! Fast drei Jahrzehnte nach seinem Erscheinen könnte der Nord Modular nun also endlich einen Editor bekommen, der nicht so schnell von der nächsten Prozessor- oder Betriebssystemgeneration hinweggefegt werden kann.

Kostenlose Web-Editoren für Behringer-Synthesizer

  • Behringer CZ-1 Mini Editor
  • Behringer JT-4000M Micro Editor
  • Behringer UB-1 Micro Editor

Und noch mehr kostenlose Web-Editoren! Gleich vier von Behringers beliebten Mini- und Micro-Synthesizern kannst du jetzt bequem per Browser steuern. Wer hinter den Editoren für den Behringer CZ-1 Mini, UB-1 Micro, JT-4000M Micro und JT Mini steckt, ist nicht so ganz klar; das dazugehörige YouTube-Video kommt jedenfalls von einem User namens gary909.

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Die vier Editoren laufen im Browser und verbinden sich über MIDI mit dem jeweiligen Synthesizer. Auch hier bist du also wohl mit Chrome am besten beraten. Die Designs und Bedienelemente sind natürlich auf die verschiedenen Synthesizer abgestimmt. Auch eine Random-Funktion steht zur Verfügung.

Zu den kostenlosen Web-Editoren für Behringer-Synthesizer geht es hier:

Die dazugehörigen Synthesizer bekommst du bei Thomann*.

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Behringer CZ-1 Mini
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Behringer UB-1 Micro
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Behringer JT-4000M Micro
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Behringer JT Mini
Behringer JT Mini
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Bastl Instruments Déjà vu: Schweizer Messer fürs Eurorack

Bastl Instruments Déjà vu
Bastl Instruments Déjà vu · Quelle: Bastl Instruments

So langsam merkt man, dass bald wieder Superbooth ist! Die Gerüchteküche läuft sich schon warm und die ersten Hersteller haben bereits verraten, welche Neuheiten sie nach Berlin mitbringen werden. So auch Bastl Instruments. Déjà vu sieht auf den ersten Blick unscheinbar aus, könnte sich aber schon bald als eines der nützlichsten Module in deinem System erweisen. Denn auf nur 4 HP bietet Déjà vu eine Menge clevere Features und gute Ideen – eben ein echtes „Schweizer Messer“ für dein Eurorack-System.

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Die Grundidee ist simpel: Déjà vu bietet zwei beinahe identische Kanäle mit je einem Fader. Wenn nichts in die Fader-Eingänge gesteckt ist, agieren die beiden Kanäle als manuell gesteuerte Spannungsquellen. Patcht du Audio- oder Steuersignale hinein, kannst du diese abschwächen und/oder invertieren. Ein zusätzlicher Add-Eingang pro Kanal wird zum Fader-Signal addiert. Auch Crossfades zwischen den Fader- und Add-Eingängen sind möglich.

Aber das Modul kann noch viel mehr. Pro Kanal gibt es einen Fader-Gain-Schalter, mit dem du das Eingangssignal auf Wunsch kräftig boosten kannst (bis zu 10x). Somit eignet Déjà vu sich auch als universeller Verstärker – etwa, um Stereo-Line-Signale auf Eurorack-Pegel zu bringen. Steckt nichts in Ausgang A, wird dessen Signal mit Ausgang B gemischt, sodass ein 4-Kanal-Mixer mit Sättigung und Verzerrung daraus wird. Das ist sehr viel Nützliches auf kleinem Raum!

Bastl Instruments Déjà vu ist jetzt für 164,22 € erhältlich.

Die Module des Herstellers bekommst du bei Thomann* – demnächst bestimmt auch Déjà vu.

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