Moog, Cherry Audio, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Muse gehört zu einer neuen Generation von Moog-Synthesizern, die unter der Führung von inMusic entstanden sind und schnell Fans gewonnen haben. Viele polyphone Synthesizer gibt es nicht von dem Hersteller und gepaart mit den vielen Möglichkeiten ist Muse eine Erfolgsgeschichte. Jetzt gibt es ein kostenloses Sound-Pack, das Factory-Sounds des ebenfalls polyphonen Klassikers Memorymoog für den Muse umsetzt. Lohnt sich! Weitere Themen in der Sound-Boutique: 54 neue Sounds für die erweiterte KORG MS-20 Emulation PS-20 von Cherry Audio, die Sonic Texture Library für Native Instruments Kontakt sowie ein sehr experimentelles und kostenloses Device für Max for Live.
Inhalt
100 Factory-Sounds vom Memorymoog kostenlos für Moog Muse

Moog Muse (hier alles dazu) ist ein Traum für Sounddesign und genau das hat sich wohl auch Eric Frampton, einer der Designer der Factoty-Presets des Analogsynthesizers, gedacht. Muse hat jedenfalls den Mann dazu animiert, Original-Presets des von ihm geliebten Memorymoog für den Synthesizer umzusetzen.
Dabei ist ein Soundset herausgekommen, das sich alle User des Moog Muse kostenlos downloaden können. Vielen Dank dafür! Starten wir mit dem Video, das Moog zur Promotion produziert hat und die Patches auf beiden Synthesizern vergleicht:
Auch wenn feine Unterschiede zu hören sind, fangen die 100 Patches den Charakter der Vorlage gut ein. Im Vergleich zu den Original-Presets nutzen die Adaptionen für Moog Muse aber dessen bi-timbrale Architektur. Zudem werden moderne Features wie Velocity, Aftertouch, zusätzliche Modulation, die Parameter-Steuerung über die Makro-Regler sowie Effekte unterstützt. In dem Sinne hast du es also mit Presets zu tun, die über das Original hinausgehen. Sehr schön!
Wenn du Moog Muse besitzt, solltest du dir diese Sammlung auf keinen Fall entgehen lassen!
- Die Memorymoog Preset Collection für Moog Muse findest du hier bei Moog. Zusätzlich gibt’s noch ein paar zusätzliche Infos über den Memorymoog und den Hintergrund für diese Patches. Moog Muse bekommst du hier bei Thomann*.
1978 Reborn Soundset für Cherry Audio PS-20
Die Synthesizer-Plugins von Cherry Audio sind recht günstig und nehmen sich in vielen Fällen bekannte Klassiker vor, ohne dabei die großen Namen zu nennen. Das hat natürlich mit Rechten und Lizenzen zu tun, Behringer macht das in der Hardware-Welt ja oft ähnlich.
PS-20 ist beispielsweise an KORG MS-20 angelehnt und versucht diesen in Bezug auf den Sound möglichst authentisch zu emulieren. Dabei geht es speziell um den Charakter der Tief- und Hochpassfilter, die beim MS-20 für ihren „gritty“ Sound so geschätzt werden.

Aber natürlich nimmt Cherry Audio auch ein paar Optimierungen vor, wie sie so oft bei Plugins von berühmten Hardware-Vorlagen gemacht wird. Dazu zählt hier zuallererst die 16-fache Polyphonie – im Vergleich zu dem Mono-Original ist das natürlich ein großer Bonus. Modulationen lassen sich ganz einfach zum Tempo der DAW synchronisieren, ein Step-Sequencer und ein paar Effekte gibt es ebenfalls. Außerdem wird MPE unterstützt und das Patchfeld ist zum hauseigenen Modular-Synthesizer-Plugin Voltage Modular kompatibel. Und das alles gibt’s für nicht mal 30 Euro!
Was kann man mit PS-20 so anstellen? Beispielsweise Klänge wie in diesem Demo zum 1978 Reborn Soundset zu hören sind:
Diese Preset-Sammlung für Cherry Audio PS-20 enthält insgesamt 54 Presets. Es gibt Bässe, Leads, Pads, Plucks und zwei Sequenzen. Ob der Sound nun wirklich an einen KORG MS-20 erinnert, will ich hier gar nicht beurteilen, aber insgesamt klingt das alles irgendwie brauchbar und bei einem Preis von 2 US-Dollar machst du auch nicht viel falsch.
- Hier im Gumroad-Shop von OCTO8R bekommst du das Preset-Pack, Cherry Audio PS-20 gibt’s auch bei Thomann*.
Muletone Audio Sonic Texture Library für Native Instruments Kontakt
Bei dieser Library für die Vollversion von Native Instruments Kontakt werden natürliche, in der Natur aufgenommene Sounds mit Klängen aus insgesamt 16 Synthesizern und perkussiven FX kombiniert. Sonic Texture – so der passende Name – bietet sich für Sounddesign und cinematische Komposition an.
Viel erzählt uns der Hersteller Muletone Audio nicht, deshalb lassen wir jetzt erst mal Bilder und Soundbeispiele sprechen:
Als Natursounds gibt’s das Rauschen von Flüssen zu hören, das wird mit Sounds von Regen, Wind, Vögeln und einem Dschungel bei Nacht ergänzt. Die Synthesizer-Sektion bietet Zugriff aus 16 Soundbänke, von denen jede fünf verschiedene Patches enthält. Für die Percussion-Sounds wurden nicht nur akustische Instrumente aufgenommen, sondern auch Roland TR-808, TR-909 und TR-707. Diese werden von verschiedenen FX-Loops ergänzt.
Das relativ einfach und übersichtlich gehaltene Interface lässt dich die einzelnen Sounds zusammenmischen und mit Hüllkurven und Effekten bearbeiten. Im Ergebnis entstehen Ambient-Texturen wie sie in dem Demo zu hören sind.
Sonic Texture erfindet nicht unbedingt das Rad neu, bietet aber schnellen Zugriff auf ein paar Sounds, die beim Sounddesign ganz nützlich sind. Und der Preis geht völlig in Ordnung.
- Aktuell kostet die Library 27,99 US-Dollar (statt 39,99 US-Dollar). Die Vollversion von native Instruments Kontakt 6.8 (oder neuer) ist erforderlich. Weitere Infos findest du hier bei Muletone Audio. Die Vollversion von Kontakt bekommst du auch bei Thomann*.
Kostenlos: Jittery Granular für Ableton Live mit Max for Live
Es ist immer wieder faszinierend, was für Devices einige Entwickler für Max for Live vorstellen. Die Erweiterung für Ableton Live bietet ja ohne Ende Potential für aufregende Eigenentwicklungen, auch wenn diese manchmal nur für ein paar Freaks interessant sind. So viel Experimentierfreude können sich professionell ausgerichtete Firmen heute kaum noch leisten.
Jittery Granular ist dafür mal wieder ein super Beispiel. Ein neues Max for Live Device, das sehr wahrscheinlich nur ein paar Nerds ansprechen wird, völlig unaufgeregt im Video präsentiert wird und von vornherein ohne kommerzielle Absichten kostenlos angeboten wird. Da ich noch keine Zeit hatte, dieses Device einmal auszuprobieren, kann ich wenig dazu erklären – und das Video macht es nicht unbedingt einfacher. Spul am besten bis ungefähr 11:45 vor, denn dann fängt der Spaß eigentlich erst an:
Du siehst, Jittery Granular ist nicht für jeden gemacht und das ist ja eben genau das Schöne an solchen Veröffentlichungen. Das Device wurde jedenfalls von dem audio-visuellen Artist Tom Hall inspiriert und dreht sich um Wavetable-Synthese und Echtzeit-Sampling, kombiniert das alles mit Jitter-Matrix-Noises und Granular-Synthese. Noch Fragen?
- Jittery Granular gibt’s hier auf maxforlive.com kostenlos. Ableton Live mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
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Weitere Videos über Moog Muse und Memorymoog
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