Moog, Arturia, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Heute geht es in der Sound-Boutique mit dem Moog Grandmother los. Dafür gibt’s nämlich ein paar neue Patches von Mr. Card Synths. Solidtrax hat sich hingegen mit dem neuen Arturia MiniFreak 49 beschäftigt und stellt extra dafür entwickelte Sounds vor, die auch nur mit der grdem oßen Version und dem entsprechenden Plugin funktionieren. Für die Fans von Kontakt gibt es ein kostenloses Instrument mit schönen Cello-Sounds. Und für Ableton Live und diverse andere DAWs und Sampler gibt es den Sound eines präparierten Klaviers.
Inhalt:
Classic Sounds für Moog Grandmother

Für mich ist Moog Grandmother ein ganz besonderer Synthesizer. Das liegt daran, dass die „Großmutter“ an dem alten Modular-Konzept von Moog orientiert ist und sich gleichzeitig aber auch ganz problemlos für die Welt von Eurorack öffnet.
Dazu kommt, dass Moog hiermit einen recht „einfachen“ Analogsynthesizer anbietet, der nicht zu viele Optionen bietet, durch das modulare Design aber trotzdem genug klangliches Potenzial abliefert.
Und wenn wir schon beim Thema sind: Ich finde, dass dieser Synthesizer auch einfach fantastisch klingt. Die Kombination aus zwei Oszillatoren, Rauschgenerator, 4-Pole-Ladder-Filter, Hochpassfilter, ADSR-Hüllkurve, Modulations-Oszillator und S&H-Ausgang liefert zusammen mit der Mixer-Sektion und nicht zuletzt dem Federhall viele schöne Sweet-Spots.
Und dass Moog Grandmother so oldschool in der Bedienung ist, gefällt mir hier gut. Wenn mehr Funktionen dran wären, würde ich das Speichern von Presets begrüßen – hier ist das aus meiner Sicht aber nicht nötig. Es handelt sich eben um einen „puren“ Analogen.
Kommen wir damit zum Thema. Denn Patches müssen hier eben auch ganz klassisch über Patch-Sheets „gespeichert“ und geteilt werden. Papier ist dafür aber nicht mehr nötig, PDFs tun es auch.
Von Mr. Card Synths kommt dieses Soundset hier, im August habe ich schon mal über eine paar andere Patches berichtet.
Classic Sounds – so heißt diese neue Sammlung – lotet den Vintage-Sound von Moog Grandmother aus. Dabei geht’s um Leads, Bässe, melodische Sequenzen und weitere analoge Klänge.
Die Patches nutzen natürlich die ganzen Möglichkeiten des Synthesizers und sind für Stile wie Synthwave, Electronica, cinematische Musik und Musik mit Retro-Feeling gedacht.
- 18 Euro kostet das Patch- und MIDI-Paket hier bei Mr. Card Synths. Moog Grandmother kannst du bei Thomann kaufen*.
Untold Stories Vol. 3 für Arturia MiniFreak 49 von Solidtrax
Ganz frisch ist noch der MiniFreak 49, eine aufgebrezelte Version des beliebten Hybrid-Synthesizers von Arturia. Der „49er“ basiert auf der gleichen Sound-Engine, erweitert diese aber mit Features wie Filter-FM und Stereo-Spread.
Zudem baut Arturia den direkten Zugriff an der Hardware an einigen Stellen aus. Damit wird der Synthesizer auch für Performer interessanter, aber bestimmt ebenso für das Sounddesign im Studio.
Mit der Veröffentlichung des MiniFreak 49 wurde sogar ähnlich wie bei dem kleineren Modell ein begleitendes Plugin herausgebracht, das die Erweiterungen des Synthesizers abbildet. Kurioserweise steht diese „größere“ Version des Plugins nicht den Usern des MiniFreak 37 zur Verfügung. Die müssen sich weiterhin mit „ihrem“ Plugin begnügen.
Dieses neue Soundset von Solidtrax ist (im Moment) also wirklich nur mit Arturia MiniFreak 49 und dem entsprechenden MiniFreak V (49) Plugin kompatibel.
64 Presets enthält diese Preset-Sammlung, alle genau auf die Möglichkeiten des MiniFreak 49 abgestimmt. Dabei nehmen speziell die gerade genannten Extras Filter-FM und Stereo-Spread eine zentrale Rolle ein. Ebenso werden Aftertouch und die Möglichkeiten für Modulation genutzt.
Das Sound-Pack verpasst dem MiniFreak 49 neue Pads, Drum-Sounds, Leads, Bässe, Keys, Sequenzen und Arpeggios, Effekt-Sounds, Brass-Sounds, Strings und den Klang eines elektrischen Pianos. Außerdem gibt es drei Patches zum Bearbeiten von eingehenden Sounds.
Beim Anhören der Beispiele bin ich mal wieder überrascht, wie gut und vielseitig der Arturia MiniFreak im Allgemeinen so klingt. Wenn du dir die neue „große“ Version zulegst und direkt ein paar weitere Sounds zum Kennenlernen suchst, könnte dieses Soundset eine schöne Ergänzung sein.
- 19 Euro kostet die Sammlung hier bei Solidtrax. Die Presets wurden speziell für den Arturia MiniFreak 49 und das begleitende Plugin gemacht und funktionieren so nicht mit der kleinen Version des Synthesizers. MiniFreak 49 bekommst du hier bei Thomann*.
Kostenlos: String Contours – Solo Cello Sul Tasto für Native Instruments Kontakt Player
Hier ein kleines Freebie für Native Instruments Kontakt, das sogar bereits mit dem kostenlosen Kontakt Player funktioniert. String Contours – Solo Cello Sul Tasto liefert dir ein paar Cello-Sounds, die sich beabsichtigt abseits von typischen String-Samples bewegen.
Dabei geht es um Aufnahmen, bei denen das Instrument mit einer festen Länge und einem dynamischen Verlauf gespielt wird. Als Beispiel nennt der Hersteller Strezov Music Productions ein Crescendo über einen Takt, das in ein Diminuendo über einen weiteren Takt übergeht und bei dem in der Mitte ein Bogenwechsel stattfindet.
Aber hören wir einfach mal rein:
Dieses kostenlose Instrument versteht sich als kleiner Einblick in die String Contours genannte Serie von Kontakt-Librarys.
Dabei geht es genau um solche Performances, bei denen du immer innerhalb eines dynamischen Verlaufs und der Phrasierung der ursprünglichen Aufnahme bleibst. So soll ein realistisches und stimmiges Vibrato mit einem natürlichen dynamischen Fluss entstehen, ohne dass du dafür viel mit Automationen oder MIDI-CC-Programmierung arbeiten musst.
Aber auch abgesehen von diesem Hintergrund ist dieses Freebie für sich bereits sehr brauchbar. Ganz besonders, wenn der hier herauskommende Sound wieder mit weiteren Tools (wie zum Beispiel Granular-FX) bearbeitet wird.
- Hier bei Strezov Music Productions bekommst du das Instrument kostenlos. Erforderlich ist der ebenfalls gratis erhältliche Kontakt Player (8.12.0 oder neuer). Die Vollversion des Samplers ist nicht erforderlich. Falls du dich dafür aber interessierst, kannst du diese auch bei Thomann* kaufen – einzeln, oder als Teil der neuen Komplete Bundles*.
Prepared Piano by User Friendly für Ableton Live
Hey, für dieses Instrument brauchst du nicht Max for Live und es funktioniert mit allen Editionen (Intro, Standard, Suite) von Ableton Live!
Prepared Piano by User Friendly enthält 300 Sounds von einem präparierten Baldwin Piano. Hier sind also diverse Objekte an verschiedenen Stellen an den Saiten angebracht worden, um so eine ganze Palette von ungewöhnlichen Sounds aus dem Klavier zu zaubern.
In den 1940ern haben Komponisten wie John Cage damit experimentiert und damit im Prinzip ein völlig neues Instrument aus dem Klavier gemacht. Und auch Aphex Twin hat auf dem Drukqs Album ein MIDI-gesteuertes Klavier auf diese Art bearbeitet.
Für dieses Live-Pack wurden Objekte aus Metall und eher weicheres Material wie Holz, Papier, Gummi oder Weinkorken benutzt, um unterschiedliche Klangfarben aus dem Instrument zu holen. Das wird von weiteren Sounds ergänzt, wie zum Beispiel vom Klavierhammer oder atonalen Clustern, die beim Spielen von mehreren Tasten entstehen.
Die Sammlung enthält nicht nur die einzelnen Samples, sondern ebenso fertige Racks, die mit Effekten und Makrobelegungen versehen sind. So kannst du also direkt einsteigen und mit den Sounds experimentieren.
Ich mache es kurz: Prepared Piano ist ein schönes Sound-Pack für Ableton Live, das nicht viel Geld kostet und auch nicht so häufig in der Welt von Samples und Sounds zu finden ist. Mal was anderes!
- Umgerechnet 13,88 Euro kostet Prepared Piano by User Friendly hier bei Isotonik Studios. Ableton Live Intro, Standard oder Suite reicht dafür aus. Und die einzelnen Samples lassen sich natürlich auch in anderer Software oder Hardware nutzen. Ableton Live bekommst du hier bei Thomann*.
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Weitere Videos über Moog Grandmother und Arturia MiniFreak 49
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