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RMC-1 afxmidi

AFXMIDI RMC-1  ·  Quelle: Quelle: afxmidi.com

Eine Geräteklasse, die lange Zeit fast in Vergessenheit geraten war, bekommt wieder Aufwind: Gemeint sind Rotary-Mischpulte, die gänzlich auf Fader verzichten und stattdessen ausschließlich mit Drehreglern und Tasten oder Schaltern arbeiten, so wie Ranes MP2014 oder das Superstereo DN78. Für MIDI-DJs ist die Auswahl an Rotary-Mixern“ eher bescheiden, mal abgesehen vom Faderfox/Glanzmann 4 MIDI-Loop, für den seinerzeit ein Rotary-Kit angeboten wurde. Das Kickstarter Projekt  RMC-1 von DJ und Producer Adam Freemer aus New York möchte nun für Abhilfe sorgen. Das Finanzierungsziel liegt bei 40.000 $, ab einem Einsatz von 675 $ könnt ihr ein RMC-1 erhalten.

Nun zum Gerät selbst. Zunächst mal ist der RMC1 ein designierter Vierkanal-Mixer mit Monitoring-und AUX-Sektion, der mit sämtlichen gängigen DJ-Softwares zusammenarbeitet, die über einen MIDI-Lernfunktion verfügen. Treiber sind nicht erforderlich. Der Hersteller verspricht, ein Mapping für Traktor Scratch Pro und Ableton Live auf seiner Website zur Verfügung zu stellen.

Das rock-solid wirkende RMC-1-Pult ist aus Aluminium und Stahl gefertigt, auf der Oberfläche tummeln sich insgesamt 27 Drehregler und ein Selektor.  Bei den „Pots“ setzt der Hersteller auf Alps, eine Marke, die auch in Rane-Mixern oder Urei-  und Bozak-Klassikern zum Einsatz kommt. Daneben ist das ist das Gerät mit zwei  LEDs für den Betriebs- und MIDI-Status ausgerüstet und wird über eine USB-Buchse gespeist, welche die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellt. RMC-1 wiegt gut 1,7 kg und nimmt einen Stellplatz von etwa 35 x 28 cm ein. Kompakt und relativ leicht ist es also schon mal.

RMC-1 bietet pro Kanalzug 6 Drehregler. Da es sich um einen MIDI-Mixer handelt, ist die Belegung natürlich frei wählbar, dürfte allerdings wohl in den meisten Fällen Gain, 3-Band-EQ, Kombifilter und Volume lauten. Rechts außen sind vier weitere Regler positioniert. Zwei davon für Aux, einer für den Kopfhörermix und einmal Headphone Select. Kann man sicherlich so machen (oder rekonfigurieren) und wenn man einmal in den Clip schaut, erkennt man, dass hier wirklich nur die Mischarbeit im Vordergrund steht, und nicht etwa Loops, Effekte und dergleichen, denn dafür stehen andere Tools dem Pult zur Seite.

Der Mischer als zentrales Element der Performance, überwiegend mit seinen angestammten Aufgaben ausgestattet, das hat sicher was für sich. Persönlich hätte ich dem RMC-1 jedoch noch FX-On-Buttons pro Channel spendiert und lieber vier ganz normale Cue-Tasten in jedem Kanalzug arrangiert, dazu noch einen Crossfade- oder Sumbmix-Regler nebst Zuweisungstasten, mit denen mehrere Channels angesprochen werden können. Aber gut, hier hat natürlich jeder seine eigenen Idealvorstellungen und hier herrscht nun einmal Pot-Purismus vor. Nachstehend seht ihr das Teil in Aktion. Das Projekt läuft bis Do, 7. Apr 2016  bei Kickstarter. Auf der Website gibt es weitere Infos zum Modell und Entstehungsprozess.

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