Das IKEA Plate Reverb Teil 2: Jetzt wird’s professionell!
Das IKEA Plate Reverb Regal BROR schreibt dieses Jahr Geschichte. Denn der YouTuber LeoMakes erstellte aus den einfachen Metallteilen des IKEA Produkts ein Plate Reverb. Seine Geschichte veröffentlichte er auf YouTube. Und das mit einem wahnsinnigen Erfolg – siehe Teil 1. Daraus folgte dieser 2. Teil der legendären Geschichte.
Das Wichtigste in Kürze
- Reverb, speziell das Plate Reverb, gehört zu den grundlegenden Effekten für Tiefe und Räumlichkeit
- DIY-Ansätze wie das IKEA-Plate-Reverb „BROR“ zeigen alternative Wege, physische Hallcharakteristiken zu erzeugen
- Die Kombination aus Synthesizer-Klängen und Reverb-Effekten formt oft den typischen Raum-Sound in der Musik
- Kreative Verwendungen von Hall reichen von subtiler Tiefe bis zu experimentellen Klanglandschaften im Sounddesign
Das IKEA Plate Reverb Teil 2
Das IKEA Plate Reverb BROR klingt jetzt richtig gut!
Der YouTuber LeoMakes wird mit positiven Nachrichten und Nachfragen zu seinem IKEA Plate Reverb BROR-Projekt überschüttet. Das brachte ihn auf die Idee (und natürlich viele andere auch), sein Werk zu verbessern. Durch das konstruktive Mitarbeiten seiner Fans und Abonnenten wird aus Version 1 ein wirklich ansehnlicheres und auch weitaus besser klingendes Plate Reverb. Und das Beste: Die Kosten erhöhen sich nur marginal!
Ein wenig schleifen, flexen, die Metallplatte im Durchmesser verringern. Das ganze System hängend und nicht liegend platzieren. So sollte es doch besser sein. Und es ist wirklich so! Aber schaut euch doch seine Geschichte selbst an.
Preis und Spezifikationen
Der Preis für das IKEA Plate Reverb hat sich nur geringfügig vergrößert. Ein wenig handwerkliches Geschick solltet ihr aber mitbringen. BROR kostet 12 Euro und zwei Metallböden bekommt ihr für je 16 Euro. Das ist ein Gesamtpreis von 44 Euro. Für die Bearbeitung solltet ihr ein Flex mit den gebrauchten Scheiben besitzen. Einige Federn aus dem Baumarkt für einige wenige Euro halten die Platte. Dazu benötigt ihr, wie gehabt, zwei Piezo-Pickups und einen Übertrager mit Amp. Und das ist immer noch extrem viel günstiger, kleiner und vor allem leichter als ein EMT Plate Reverb.
Und hier gibt’s die kostenlosen Impulse Responses des IKEA Plate Reverbs zum Download.
FAQ – Plate Reverb
Was ist ein Plate-Reverb und wie funktioniert er?
Ein Plate-Reverb ist ein Hall-Effekt, der eine resonierende Metallplatte zur Erzeugung von Reflexionen nutzt. Physisch wird das Signal über einen Transducer in die Platte eingekoppelt und über Piezo-Abnehmer wieder abgenommen. In Software wird dieser Effekt digital modelliert/emuliert. Â
Warum ist Reverb in der Musik wichtig?
Reverb gibt klanglichen Signalen Tiefe und Räumlichkeit. Bei Synthesizern erlaubt er, aus einfachen Oszillator-Klängen lebendige Pads, atmosphärische Texturen und weitläufige Räume zu schaffen, die im Mix wirken.
Unterscheiden sich digitale Reverbs von DIY-Plate-Reverbs?
Ja. Digitale Reverbs emulieren Plate-, Room- oder Hall-Modelle mathematisch, während DIY-Plate-Reverbs echte mechanische Reflexionen erzeugen. Beide Ansätze liefern unterschiedliche Klang-Charakteristika und Nutzungsmöglichkeiten.
Wie kann man Reverb kreativ in Sounddesign einsetzen?
Reverb lässt sich modulieren, layern oder mit Filter-/EQ-Einstellungen kombinieren, um erzeugte Synth-Klänge räumlicher, dichter oder unkonventioneller zu formen.
Ein Plate-Reverb ist eine der zentralen Reverb-Arten im Sounddesign und wird sowohl physisch als auch digital eingesetzt, um Klangquellen räumliche Tiefe und Textur zu verleihen. In virtuellen Synthesizern und Effekt-Plugins findet der Plate-Reverb Einzug als modulierbarer Effekt, der besonders bei atmosphärischen, ambienten oder elektronischen Sounds entscheidend zur räumlichen Wahrnehmung beiträgt. DIY-Projekte wie real aufgebaute Plate-Reverbs geben zudem Einblicke in mechanische Hallcharakteristiken und deren Einfluss auf Klanggestaltung.