von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 4 Min
Cherry Audio Memorymode 2

Cherry Audio Memorymode 2  ·  Quelle: Cherry Audio

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Cherry Audio Memorymode 2 erscheint fast fünf Jahre nach der ersten Version einer umfassenden Emulation des Moog Memorymoog. Genug Zeit, um das Plugin nicht nur zur erweitern, sondern auch an allen Ecken und Enden zu verbessern. Wir zeigen die wichtigsten Neuheiten in Version 2.

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Cherry Audio Memorymode 2: Neue Version des Memorymoog-Plugins

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Es ist wohl wirklich nur ein Zufall, dass Cherry Audio Memorymode 2 nur wenigen Wochen nach der Memory V genannten Memorymoog-Emulation von Arturia veröffentlicht. Denn tatsächlich wurde die Entscheidung, ein Update der eigenen Emulation aus dem Jahr 2021 zu bringen, bereits vorher gefällt. Im Anschluss an diese News findest du noch die ursprüngliche Meldung zu der ersten Version.

Im Kern bleibt Memorymode 2 also natürlich weiterhin eine lupenreine Plugin-Version des Synthesizer-Klassikers von Moog, aufgepeppt mit einigen weiteren Extras. Für die neue Version hat sich Cherry Audio aber trotzdem ganz viel einfallen lassen, im Prinzip handelt es sich also um ein komplett überarbeitetes Plugin. Bei der Entwicklung kamen die neusten Techniken für Analyse und Emulation zum Einsatz – deshalb ist der Hersteller auch davon überzeugt, dass dies die beste Version des Plugins darstellt.

Was ist neu in Memorymode 2?

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Zu den Neuheiten in Memorymode 2 gehört zunächst, dass hier eine Dual-Layer-Architektur umgesetzt wird. Im Gegensatz zur alten Version gibt es also nun zwei unabhängige Synthesizer-Layer mit einer Polyphonie von 16 Stimmen pro Layer. Für jedes Layer stehen polyphone Sequencer bereit, die mit dem „Touch Animator“ sequenzierte Modulationen ermöglichen.

Zudem wurde die FX-Sektion erweitert und mit den Effekten Wide Phaser (ein 4-stufiger Stereo-Phaser) und Rotary Speaker (im Stil der Blue3 Orgel) ergänzt. Für mehr Wumms im Tieftonbereich sorgt die optional zuschaltbare Emphasis-Kompensation in der Filter-Sektion. Hohe Resonanzwerte dünnen hier also nicht das Low-End aus. Sehr schön! Speziell in der Filterabteilung wird hier auch auf ein verbessertes Analog-Modeling geachtet, um den Sound einfach noch authentischer klingen zu lassen. Laut Cherry Audio klingt die Emulation damit dem Original noch näher als je zuvor.

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Cherry Audio Memorymode 2
Cherry Audio Memorymode 2 · Quelle: Cherry Audio

Interessant ist auch der Multi-Voice-Modus mit variierbaren Stimmenparametern. Mono-, Poly- und Unison-Modi werden unterstützt (mit bis zu 48 Unison-Stimmen pro Layer). Im Vergleich zu V1 bietet Memorymode 2 nun auch polyphonen Aftertouch, MPE gehört weiterhin zur Ausstattung.

Das Plugin ermöglicht den Import von Presets, die mit dem Vorgänger gemacht wurden. Und auch SysEx-Dateien des Originals lassen sich einlesen, zudem sogar WAV-Aufnahmen der alten „Kassetten-Daten“! 800 Presets inklusive 100 rekonstruierter Memorymoog-Werkspresets sind hier enthalten.

Parallel erscheint auf der Website von Cherry Audio das Foundation Preset Pack mit 275 zusätzlichen Presets für 9,99 US-Dollar. Sämtliche Erlöse, die damit in diesem Monat erzielt werden, kommen der Boob Moog Foundation zugute.

Spezifikation und Preis

Cherry Audio Memorymode 2 erscheint als Plugin in den Formaten AU, VST, VST3 und AAX für macOS (10.13 oder neuer) sowie Windows 7 (oder neuer). 69 Euro kostet das Plugin und ist hier bei Thomann erhältlich*. Wer die Vorversion besitzt, bekommt für 39 Euro ein Upgrade.

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Cherry Audio Memorymode 2 Download
Cherry Audio Memorymode 2 Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Cherry Audio Memorymode Plugin (alte News zur V1-Version)

Cherry Audio Memorymode
Cherry Audio Memorymode · Quelle: Cherry Audio

[15. Juli 2021] Vor ein paar Tagen wurde die neue Software-Emulation bereits mit einem vieldeutigen Teaser-Video angekündigt, jetzt ist die Katze (oder besser das Plugin) aus dem Sack. Der 1982 veröffentlichte Memorymoog gehört wohl zu den bekanntesten Synthesizern von Moog und das liegt nicht nur am Sound. Denn eine weitere Besonderheit dürfte die Polyphonie des Analog-Synthesizers sein.

Allerdings hatte der Klassiker wie viele seiner Zeitgenossen auch so seine Tücken. Und die kann Cherry Audio mit einer „stabilen“ Emulation natürlich sehr gut umschiffen. Dazu gehört das etwas anfällige Tuning des Originals, über fortlaufende Pflege müsst ihr euch ebenso keine Gedanken machen. Das teilweise etwas unübersichtliche Interface der Vorlage wurde durch ein modernes GUI aktualisiert, der Charme der 80er bleibt aber optisch trotzdem erhalten (auch wenn ihr einen Light-Mode aktivieren könnt).

Die Architektur mit drei Oszillatoren und dem typischen Ladder Filter (mit 12 und 24 dB/Okt. Flankensteilheit) bleibt natürlich auch in der Software-Version erhalten. Und der Mixer fährt ebenso wie beim Original in einen Overdrive, sobald ihr die Regler etwas aufdreht. Ihr bekommt hier übrigens eine 16-stimmige Polyphonie – die Emulation macht es möglich. Ein Unison-Modus mit bis zu 48 Oszillatoren pro gespielter Note ist ein weiteres fettes Extra.

Cherry Audio Memorymode mit Light GUI
Cherry Audio Memorymode mit Light GUI · Quelle: Cherry Audio

LFO, Arpeggiator und der integrierte Delay-Effekt lassen sich nun ganz einfach zum Tempo der DAW synchronisieren. Filter und Amplitude reagieren auf die Anschlagstärke. Das sind moderne Features, die Spaß machen. Wer es beim Sound etwas retro mag, stellt die Drift-Parameter nach Geschmack und Laune ein. Ihr könnt also von perfektem Tuning bis zu „alt und instabil“ alles genau definieren. Die Modulations-Sektion bietet sechs simultane Ziele.

Wo Memory draufsteht erwartet ihr bestimmt auch eine Chord-Memory-Funktion. Gibt es natürlich und wird hier etwas zugänglicher gestaltet.

MPE unterstützt das Plugin auch, Effekte wie Stereo-Phaser, -Ensemble, sowie Echo (synchron zum Tempo) und Reverb runden das Angebot von Memorymode ab. Halt stopp, 600 Presets gibt’s ebenfalls.

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