von  Marcus Schmahl  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 4 Min
Apples M-Serie: Neues „MacBook Ultra M5“ ja, neuer Chip erst 2027 – aber ein M7?

Apples M-Serie: Neues „MacBook Ultra M5“ ja, neuer Chip erst 2027 – aber ein M7?  ·  Quelle: Apple

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Bloombergs Mark Gurman hat diese Woche gleich zwei Berichte zur Zukunft von Apples M-Serie veröffentlicht. Am Donnerstag ging es um eine grundlegende Strategieänderung, denn der M6 Pro und M6 Max fallen angeblich komplett weg, stattdessen kommt wohl der nächste Performance-Sprung erst mit den KI-fokussierten M7-Chips. Einen Tag später folgte die Klarstellung fürs lange erwartete Touchscreen-MacBook: Das bekommt trotz komplett neuem Design erstmal keinen neuen Chip. Dazu kommt die große Preiserhöhung aller Apple-Geräte. Aber wie wird es nun wirklich weitergehen?

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Gurman: Apple streicht M6 Pro und M6 Max komplett aus der M-Serie

Bisher folgte Apples M-Serie einem ziemlich verlässlichen Muster: Basis-Chip, dann Pro- und Max-Varianten, irgendwann später eine Ultra-Version. Laut Bloomberg bricht Apple genau mit diesem Muster. Für M6 sind weder eine Pro- noch eine Max-Variante geplant, zum ersten Mal in der Geschichte der M-Serie. Stattdessen soll der nächste echte Leistungssprung mit M7 kommen, und der ist KI-fokussiert. Was auch sonst?

Die angebliche Roadmap sieht so aus: M5 Ultra noch Ende 2026 für einen aktualisierten Mac Studio, M6 als reiner Einstiegschip ebenfalls Ende 2026, M7 als Basis-Chip bereits in der ersten Jahreshälfte 2027, M7 Pro und M7 Max dann erst Ende 2027, M7 Ultra schließlich 2028. Damit könnten zeitweise M5 Ultra, M6 und M7 parallel im Sortiment stehen, ein für Apple ziemlich unübliches Bild.

Technisch bringt M6 laut Bloomberg eine um 31 Prozent höhere Speicherbandbreite (rund 200 GB/s gegenüber 153 GB/s beim M5), eine überarbeitete Speicherarchitektur, eine verbesserte Neural Engine und eine neu gestaltete GPU mit bis zu 12 Kernen, möglicherweise sogar als erster Chip im neuen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt.

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Der M7 soll die Speicherbandbreite noch einmal um 20 Prozent auf rund 240 GB/s steigern. Der günstigere M6 landet wohl im Einstiegs-MacBook Pro, Mac mini und iMac sowie kommenden iPad-Pro- und iPad-Air-Modellen, während M7 Pro und M7 Max den höherwertigen MacBook Pro und Mac mini vorbehalten bleiben. Mac Studio bekommt M7 Max und M7 Ultra. Der M5 Ultra Mac Studio, der schon dieses Jahr kommen soll, bringt laut Gurman rund 36 CPU- und 80 GPU-Kerne mit, bis zu 768 GB Unified Memory sollen möglich sein. Das wirkt für User auf den ersten Blick wirklich ein wenig verwirrend.

Touchscreen-MacBook: Kein neuer Chip trotz neuem Design

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Einen Tag später stellte Gurman klar, was das für das lange gemunkelte Touchscreen-MacBook bedeutet, inoffiziell oft schon als „MacBook Ultra“ bezeichnet. Das Gerät soll zwischen Ende dieses Jahres und Anfang nächsten Jahres erscheinen, allerdings mit den bereits bekannten M5 Pro- und M5 Max-Chips statt mit etwas Neuem.

Am Design selbst ändert sich dagegen einiges. Es wäre der erste Mac mit OLED-Hauptbildschirm und gleichzeitig der erste in Serie gefertigte Mac mit Touch-Bedienung. Statt der Notch soll eine Dynamic Island im Stil neuerer iPhones zum Einsatz kommen, die Größen bleiben mit 14 und 16 Zoll (Codenamen K114 und K116) unverändert. Preislich dürfte das neue Modell über dem aktuellen M5 Pro MacBook Pro liegen, das nach der jüngsten Preiserhöhung bei 1.999 US-Dollar startet. Einen echten Nachfolger mit M7 Pro und M7 Max plant Apple offenbar erst für Ende 2027.

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Fazit zu Apple’s M-Serie

Dass Apple bei seiner sonst so klar kommunizierten Chip-Familie plötzlich eine ganze Pro/Max-Generation auslässt, ist schon ein ungewöhnlicher Bruch. Für alle, die auf das neue Touchscreen-MacBook warten, heißt das vor allem: Das große Design-Update kommt zuerst, der nächste echte Geschwindigkeitsschub erst mit M7 Pro und M7 Max Ende 2027.

Wer aktuell schon mit dem Gedanken spielt, einen neuen Mac fürs Studio anzuschaffen, hatten wir ja erst vor wenigen Tagen über die gestiegenen Preise berichtet, bekommt mit dieser Roadmap noch einen weiteren Anhaltspunkt: Wer auf das Touchscreen-Modell wartet, verzichtet zumindest am Anfang nicht auf die aktuelle Rechenleistung, da der M5 Pro/Max ja längst im Markt ist.

Nichtsdestotrotz ist es für uns User, die sich vielleicht einen neuen Studio-Mac oder eine neues MacBook zulegen wollen mit dieser Apple-Roadmap eher kompliziert. Denn eigentlich wollen wir doch immer den aktuellsten Rechner kaufen, um mehrere Jahre Performance-technisch abgesichert zu sein.

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