von claudius | GeschÀtzte Lesezeit: 3 Minuten

Könnte ein USB-Apollo doch Wirklichkeit werden?  Â·  Quelle: Thomann / gearnews

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Ein Kollege meinte zu meiner Kolumne ĂŒber Universal Audio vs. Windows, die sei zwar richtig, wĂŒrde aber die ZustĂ€ndigen nicht erreichen, das Internet sei dafĂŒr zu groß. Werter Kollege, haste ma richtig falsch gelegen – ich hatte die Chance, mit mich mit einer Person im Universal Audio Umfeld ĂŒber die ZukunftsplĂ€ne zu unterhalten.

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Ich hatte ja bemerkt, dass Universal Audios (UA) Produkte oft und völlig berechtigt auf Thunderbolt (TB) gebaut sind. Es ist eben eine echt gute Schnittstelle, die Audio, Clocking und DSP-Daten gleichzeitig und ohne nennenswerte Latenz ĂŒbertragen kann. Hier haben Apple und andere Firmen ganze Arbeit bei der Entwicklung geleistet – und Apple hat es sinnvoll in die komplette Produktlinie integriert. Auch in das hauseigene Betriebssystem, was man von Microsoft leider nicht behaupten kann. UA selbst spricht sinngemĂ€ĂŸ von „Problemen, TB mit gleicher FunktionalitĂ€t unter Windows zu verwirklichen, […], deswegen werden fĂŒr Windows immer noch die Firewire-Produkte empfohlen.“ Finde ich an sich okay, aber Firewire ist nun echt eine Schnittstelle, die zwar noch funktioniert, aber mit dem heutigen Stand der Technik kann man mehr machen. Immerhin hat sie auch schon 20 Jahre auf dem Buckel. Da sollte man sich nicht drauf ausruhen.

Aber UA hat auch verlauten lassen, dass sie sich mit den neuen Technologien auf dem Markt intensiv auseinander setzen und „sofern es alle Bedingungen von UA in Hinsicht auf StabilitĂ€t und Performance erfĂŒllt“ wird weiter in die Richtung geforscht. „Da beispielsweise neue USB Standards vielversprechende Specs aufweisen, untersuchen wir, wie sich diese neuen Protokolle in zukĂŒnftigen Windows-basierten Produkten einsetzen lassen.“

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Das ist doch mal eine echt interessante Information, die ich hier entlocken konnte. Heißt das etwa, dass UA schon lĂ€nger in die USB-Richtung forscht und mittlerweile auch denkt, dass USB3 eine der nĂ€chsten unterstĂŒtzten Schnittstellen wird? USB3 gibt es schließlich in beiden OS-Welten (OSX und Windows) – somit wĂ€re der Schritt mehr als logisch und auch sinnvoll. Die Windows-basierte Recordingwelt ist nicht klein und ich persönlich bin auch kein Fan von Firewire unter Windows. Die StabilitĂ€t von Firewire unter OSX erreichte es bei mir nie und wurde dementsprechend nicht genutzt.

Es gibt aber auch noch mehr Interessantes: Die Console 2.0 Software wird demnĂ€chst nicht nur fĂŒr die TB Macs verfĂŒgbar sein, sondern auch im Herbst des Jahres fĂŒr OSX und Windows basierte Firewire-GerĂ€te. FĂŒr Windows und OSX! Crossplattform ist also nicht das Problem an sich, es ist nur die Schnittstelle.

Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen, was Universal Audio hier entwickelt bzw. entwickeln wird und ob der Schritt auf USB3 irgendwann wirklich vollzogen wird. Ob parallel zu Thunderbolt oder als Ersatz ist mir als OSX-Nutzer eigentlich egal, funktioniert ja beides einwandfrei. Als jemand, der mehr und mehr mit Windows-Computern unterwegs ist, weil die Hardware nicht so unverschĂ€mt teuer ist, fĂ€nde ich den Schritt zu USB aber echt sinnvoll. So mĂŒsste ich nicht beim Kauf eines Interfaces oder DSP-Systems vor dem Kauf entscheiden, ob ich die nĂ€chsten Jahre mit OSX oder Windows unterwegs sein werde. Der einzige Nachteil, der mit bei USB einfĂ€llt, ist die fehlende Funktion, die GerĂ€te in Reihe zu schalten und somit ganze Studioumgebungen ĂŒber eine Schnittstelle laufen zu lassen. Aber da fĂ€llt den Herstellern sicherlich auch noch eine Möglichkeit ein.

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