Jazzgitarre für Einsteiger: 5 Hollowbodies und Offsets unter 1.000 Euro
Für jedes Budget ein Vorschlag!
Eine Jazzgitarre für Einsteiger braucht drei Dinge: einen warmklingenden Hals-Pickup. Einen Korpus, der auch bei normaler Lautstärke klanglich kontrollierbar bleibt. Und einen Hals, der schnelle Akkordwechsel möglich macht. Hier sind die sechs besten Jazzgitarren für Einsteiger und Einsteigerinnen, alle unter 1.000 Dollar, sortiert nach Preis, aufgeteilt in bauchige Hollowbody-Modelle und Offset-Gitarren (wie Jazzmaster).
Alles über Jazzgitarren
Die beste Jazzgitarre für Einsteiger: Wie alles begann
In der Big-Band-Ära benötigten Gitarristen und Gitarristinnen auch unverstärkt viel Lautstärke, weshalb sie akustische Archtop-Gitarren mit F-Löchern spielten. Aber schon 1936 rüstete Gibson die ES-150 mit einem Tonabnehmer aus, und Charlie Christian rückte die elektrische Gitarre in den Vordergrund der Band.
Dann, im Jahr 1949, setzte Gibsons ES-175 den Maßstab, an dem sich die meisten erschwinglichen Jazzgitarren bis heute orientieren. Und auch wenn Jazz wie ein Genre wirkt, das sehr stark in seinen Traditionen verhaftet ist, sieht man heute auf Jazzbühnen auch Singlecut-Modelle wie Telecaster und Offset-Modelle wie ein Fender Jazzmaster.
Wenn du also nach der Jazzgitarre für Einsteiger suchst, muss es nicht unbedingt eine Hollowbody sein, nur möglichst „Jazz“ zu sein.
Worauf du beim Kauf einer Jazzgitarre achten solltest
Der wichtigste Faktor für den Klang einer Jazzgitarre (abgesehen natürlich von deinen Fingern) ist der Gitarrenkorpus. Im Vergleich zu Rock- oder Metal-Gitarren sind Jazzgitarren oft entweder hohl (hollow) oder „halbhohl“ (semi-hollow). Ein Hollowbody-Modell bietet dir generell einen viel mehr in Richtung Akustikgitarre gehenden Sound, allerdings neigen diese Modelle auf der Bühne auch viel stärker zu Rückkopplungen.
Im Vergleich dazu ist bei Semi-Hollows ein Mittelblock gegen Rückkopplungen im Korpus verbaut. Damit liegen sie klanglich zwischen Hollowbodies und Solidbodies wie einer Stratocaster oder einer Les Paul.
Schauen wir uns diese 6 Vorschläge für die beste Jazzgitarre für Einsteiger mal genauer an!
Harley Benton Custom Line Manhattan-Standard
Die Manhattan-Standard ist die günstigste Archtop-Gitarre mit durchgehend hohlem Korpus auf dieser Liste. Sie ist bereits seit 2013 auf dem Markt. Ihr Korpus aus laminiertem Mahagoni kommt mit einer gewölbten Decke und ohne Cutaway, und ihr Mahagonihals ist mit einem Amaranth-Griffbrett mit 22 Bünden ausgestattet.
Dieses Modell kommt mit einem einzelnen Mini-Humbucker-Tonabnehmer aus Keramik sowie Volume- und Tone-Reglern. Dieses Modell versprüht den Charme der 20er Jahre und ist eine tolle Wahl, wenn du nach einer Jazzgitarre für Einsteiger suchst.
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Ibanez Artcore AF55 und AF75
Für viele Jazzgitarristen ist die Artcore-Serie von Ibanez der Einstieg in die Welt der Jazzgitarre. Und sowohl die AF55 als auch die AF75 bieten alles, was eine Jazzgitarre für Einsteiger haben sollte: zwei Humbucker, Korpus aus Linde, Nyatoh-Hals, Griffbrett aus Lorbeerholz und 20 Bünde. Und das alles mit dem Klangcharakter und der Verarbeitungsqualität, für die Ibanez bekannt ist.
Die AF55 kommt mit zwei offenen Infinity-R-Humbuckern mit einem Volume- und einem Tone-Regler sowie einem Drei-Wege-Schalter. Bei der AF75 gibt es separate Lautstärke- und Tone-Regler für beide Classic-Elite-Humbucker sowie einen ART-1-Steg mit VT60-Saitenhalter.
Wenn man sich umhört, sowohl in Foren als auch unter erfahrenen Jazzmusikern, nennen viele eines dieser beiden Modelle die beste Jazzgitarre für Einsteiger, hier bekommt man viel Gitarre und Jazz-Vibes ohne Ende für einen sehr guten Kurs.
Bei Thomann bekommt man die AF55* und auch die AF75*.
Squier Classic Vibe ’60s Jazzmaster
Man nennt das Modell nicht ohne Grund Jazzmaster. Als Fender sie 1958 auf den Markt brachte, blieben die meisten Jazzer jedoch erstmal bei ihren Archtops, während Surf- und Indie-Gitarristen sie stattdessen für sich entdeckten. Aber die Zeiten haben sich geändert. Auch eine Jazzmaster ist eine tolle erste Jazzgitarre für Einsteiger.

Diese Classic Vibe 60s Jazzmaster von Squier kommt mit einem Pappelkorpus, einem geschraubten Hals mit C-Profil und zwei von Fender entwickelten Alnico-Singlecoils-Pickups.
Ihr besonderer Rhythm-Circuit ist der Grund, warum die Jazzmaster auf unserer Liste über die beste Jazzgitarre für Einsteiger steht. Ein Schiebeschalter aktiviert den Hals-Tonabnehmer separat, mit separaten Drehreglern für Lautstärke und Tone. So bekommt man mit einem Schalter gleich den perfekt dunkel klingenden Jazz-Sound.
Erhältlich bei Thomann*.
Gretsch G2420 Streamliner
In den ersten Jahrzehnten und der Hochzeit des Jazz im letzten Jahrhundert war Gretsch ein absolutes Schwergewicht unter den Jazzmusikern. Heute verbinden die meisten Gitarristen die Marke eher mit Rockabilly und Country. Aber täuscht euch nicht: Gretsch-Gitarren können immer noch genauso gut (oder sogar besser) swingen und jazzen wie jede andere Hollowbody-Gitarre. Die Streamliner-Serie ist Gretschs Einsteigerreihe und die G2420 ist das Singlecut-Modell für den Einstieg.

Die beiden Broad’Tron BT-3S-Humbucker der Gitarre bieten separate Lautstärkeregler, daneben sind je ein Master-Lautstärkeregler und ein Master-Tone-Regler. Zieht man den Master-Lautstärkeregler heraus, schaltet man beide Tonabnehmer per Coil-Splitting zu Singlecoils um: noch mehr klangliche Vielseitigkeit.
Gretsch liefert die G2420 mit Roundwound-Saiten der Stärke .010–.046 aus. Für einen jazzigeren Klang sollte man sich eventuell auch einen Satz Flatwounds zulegen. Dann ist diese Jazzgitarre für Einsteiger eine der besten Lösungen für den Anfang.
Erhältlich bei Thomann*.
Godin 5th Avenue Kingpin
Godin’s 5th Avenue ist ein erschwingliches Archtop-Modell mit einem Korpus aus kanadischer Wildkirsche und gewölbter Decke und Rückseite, was einfach umwerfend aussieht. Das Instrument gerät schon bei den zartesten Anschlägen und dem leisesten Zupfen in wunderbar jazzige Schwingungen.
In Halsposition sitzt ein einzelner Kingpin P-90 Tonabnehmer, dazu gibt’s je einen Volume- und einen Tone-Regler, was braucht man auch mehr?! Klanglich ist sie vielleicht nicht ganz so vielseitig wie Modelle mit zwei Pickups, aber du bekommst einige der besten Sounds, die eine Jazzgitarre unter 1.000 Euro zu bieten hat.
Hol sie dir bei Thomann*.
Fazit
Und, welche Jazzgitarre für Einsteiger und Einsteigerinnen aus unserer Liste hat dir am besten gefallen? Welche anderen Gitarren würdest du Jazz-Anfängern empfehlen?
Schreib es uns in die Kommentare!
FAQ: Die beste Jazzgitarre für Einsteiger
Muss ich eine Hollowbody-Gitarre kaufen, um Jazz zu spielen?
Nicht zwingend! Hollowbody-Gitarren liefern zwar den klassischen Archtop-Sound, aber auch auf Solidbody-Gitarren wie einer Jazzmaster lässt sich vortrefflich Jazz spielen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Hollowbody- und einer Semihollow-Gitarre für Jazz?
Ein Korpus einer Hollowbody hat keinen Mittelblock. Das bedeutet, dass er stärker mitschwingt und damit eher Rückkopplungen erzeugt. Im Gegensatz dazu verfügt eine Semihollow-Gitarre über einen massiven Block in der Mitte, der Rückkopplungen reduziert und für einen strafferen Sound sorgt.
Was eignet sich besser als Tonabnehmer für Jazz: ein Humbucker oder ein P-90?
Humbucker erzeugen einen runderen Klang und verursachen weniger Brummen. Der Sound von P-90 hat dagegen mehr Biss und Attack, dafür nehmen diese Pickups aber auch mehr Störgeräusche auf.
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