Gitarren-Boutique: Die neuen Big Four des Thrash Metal
Ein teures Pink Floyd Plektrum und eine Versteigerung!
Herr Mustaine hat mal wieder geplaudert und posaunt. Und eine neue Big Four des Thrash Metal vorgeschlagen. Nun denn. Dazu gibt es ein Pink-Floyd-Plektrum für knapp 8 Scheine. Und der geliebte Johnny Marr versteigert Schätze aus seinem Gitarrenfuhrpark.
Diese Woche in der Gitarren-Boutique
Dave Mustaine: Das sind die neuen Big Four des Thrash Metal
Wer auch nur ansatzweise in Genres der härteren Gangart in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern unterwegs war, insbesondere in der damaligen Blütezeit des Thrash, kam um die Big Four des Thrash Metal nicht herum: Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth.
Die vier Bands dominierten den Metal der Zeit kulturell wie kommerziell, es gab Ego-Kollisionen, Verbrüderungen, sogar mal eine kurze gemeinsame Tour (wenn auch viel später). Der Begriff „Big Four“ soll übrigens schon Mitte der Achtziger im Kerrang!-Magazin gefallen sein.
Auch gab es immer wieder Überlegungen und Gedankenspiele unter Metal-Fans, wer denn so die Big Four anderer Genres wären. Jetzt hat sich Dave Mustaine, selten verlegen in Interviews, in genau so einem über die nächste Big Four des Thrash Metal geäußert.
Testament, Overkill, Exodus und vielleicht Trivium
Beim tschechischen Fernsehsender Óčko teilte Mustaine seine Überlegungen zu den Big Four des Thrash Metal, wenn sie nicht seine alte Band, seine neue Band, Slayer und Anthrax wären. Und wenig überraschend sind mit Testament, Overkill und Exodus da jetzt nicht unbedingt Newcomer mit dabei.
Im Gegenteil, Testament Overkill und Exodus sind alle schon mindestens seit den frühen Achtzigern unterwegs. Quasi eine halbe Runde kürzer als Metallica. Bei Band Nummer vier aus den „neuen“ Big Four des Thrash Metal geriet Mustaine aber ins Schwanken.
Denn Trivium sei nicht wirklich Trash Metal, da müsste er noch einmal drüber nachdenken. Gut, ist vielleicht auch eine nicht ganz leichte Entscheidung, denn, wenn wir ehrlich sind, Thrash Metal ist heute weit weg vom dominanten Status, den es Anfang der Neunziger hatte.
Für heute dominante und vergleichsweise „jüngere“ Metal-Bands wie Gojira, Architects, Sleep Token oder Spiritbox müsste man sich wahrscheinlich als erstes die Genre-Frage stellen bei einer Big Four. Schreibt doch mal in die Kommentare, welche vier aktuellen Metalbands für euch in einem Subgenre in die Big Four gehören.
Goldenes Pink-Floyd-Plektrum für 8.000 Euro
Seufz. Manchmal muss ich über die Gitarrenwelt, über die Sammlerwut und die überlebensgroße Glorifizierung mancher Bands und Musiker, dann doch ein klitzekleines Bisschen mit den Augen rollen. Pink Floyd haben sich mit der British Royal Mint, der staatlichen Münzprägeanstalt des Vereinigten Königreichs, zusammengetan und ein komplett aus Gold bestehendes Plektrum veröffentlicht.

Zehn Stück gibt’s davon nur, jedes kostet 5.750 britische Pfund, was nach aktuellem Wechselkurs fast 8.000 Euro sind. Für ein Plektrum! Na ja, wer die Kaffeekasse voll hat und einem glühenden David-Gilmour-Fan zum runden Geburtstag eine ganz besondere Freude machen will, kann sich das ja überlegen.

Für uns Normalsterbliche gäbe das da noch die auf 300 Stück limitierte Version aus Silber für nur 129,50 Pfund (ca. 150 Euro) oder die Ausführung aus Bronze für 39,50 Pfund (ca. 47 Euro). Wer’s braucht…
Johnny Marr versteigert Gitarren bei Christie’s
Nach den neuen Big Four des Thrash Metal und dem teuren 8k der Plektrenwelt kommen wir jetzt zum One and Only Johnny Marr. Unter dem Titel „Marr’s Guitars: The Johnny Marr Collection“ versteigert der The-Smiths-Gitarrist rund 100 Gitarren aus seinem Fuhrpark zusammen mit dem britischen Auktionshaus Christie’s.
Mit dabei sind einige echte Perlen. Das Kronjuwel ist eine 1960er Gibson ES-335, die Marr auf „Heaven Knows I’m Miserable“ und bei mehreren Fernsehauftritten gespielt haben soll. Knapp 200.000 Dollar Gebotshöhe wird hier erwartet. Dann wäre da zum Beispiel noch eine 1984er Les Paul Standard in Cherry Red. Die hat Marr unter anderem beim allerletzten Konzert von The Smiths 1986 gespielt.
Für einen guten Zweck
Das Geld der Auktion soll laut Marr zum allergrößten Teil als Spende an zwei britische Wohltätigkeitsorganisationen gehen: die „Guide Dogs for the Blind Association“ und die „National Autistic Society“. Tolle Geste!
Wenn man so auf der Auktionsseite stöbert, findet man weit mehr, als nur Gitarren. Da wäre eine ganze Sammlung an Mundharmonikas, ein Fender Twin Reverb und ein JC-120, goldene Schallplatten, Konzertposter, Studiogear: wer Marr- oder The-Smiths-Fan ist und nach dem Pink-Floyd-Plektrum noch etwas Kleingeld übrig hat, kann hier so richtig shoppen!
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