von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 3 Min
Michigan Synth Works MSW-820S

Michigan Synth Works MSW-820S  ·  Quelle: Michigan Synth Works

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Michigan Synth Works MSW-820S kombiniert einen monophonen Synthesizer im klassischen Roland-Stil mit einem zusätzlichen Sequencer wie bei der TB-303. Das Beste aus zwei Welten in einem kompakten Desktop-Synthesizer mit zwei Oszillatoren und einem Filter mit 16 Modi.

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Was macht den Michigan Synth Works MSW-820S so spannend?

Es ist gerade mal ein paar Monate her, als mit MSW-820 ein sehr schöner monophoner Synthesizer im klassischen Roland-Stil und voller Hands-on-Bedienung vorgestellt wurde. Mit dem MSW-820S geht der Hersteller Michigan Synth Works nun einen Schritt weiter und packt noch zusätzlich einen Sequencer im Stil der TB-303 hinzu. Kommt hier zusammen, was eigentlich von Anfang an zusammengehört hat?

MSW-820S: Analoger Mono-Synthesizer mit zwei Oszillatoren

Bereits die Version ohne Sequencer hat Anfang des Jahres meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Ein einfacher, monophoner Synthesizer – ausgestattet mit zwei Oszillatoren (basierend auf AS3340-Chips), die Sägezahn und Puls-Schwingungsform inklusive PWM und Sync bieten.

Für Oszillator 2 kannst du zwischen verschiedenen Quellen für die PWM-Steuerung wählen: manuell, per LFO oder über die dedizierte Modulations-Hüllkurve. Im Mixer stehen außerdem ein Suboszillator und Rauschen zur Verfügung. Externe Signale lassen sich ebenfalls verarbeiten.

Michigan Synth Works MSW-820S
Michigan Synth Works MSW-820S · Quelle: Michigan Synth Works

Starker Multimode-Filter

Ein Highlight stellt der mit 16 Modi arbeitende Multimode-Filter Caveman Totem dar. Dieser basiert auf dem 3109-OTA-Chip, der unter anderem in Roland-Klassikern wie SH-101, MC-202 und Jupiter-8 zum Einsatz kommt. Das Filter beherrscht Tiefpass mit 24, 18, 12 und 6 dB/Oktave, einen Notch-Filter mit 12 dB/Oktave, ein Allpassfilter mit 18 dB/Oktave (Phase) sowie verschiedene Kombinationen.

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Für Modulationen des Filters bietet MSW-820S eine eigene Filterhüllkurve, einen LFO, Pitch-Tracking sowie externe CV-Quellen. Für den Verstärker gibt es außerdem eine ADSR-Hüllkurve sowie einen weiteren LFO.

Wie du siehst, ist dieser Synthesizer gut für die Integration mit anderen Synthesizern, (Eurorack-) Systemen und Klangerzeugern gewappnet – dabei ist die flexible Filtersektion natürlich besonders spannend. Neben Ein- und Ausgang für Audio gibt’s hier zwei externe CV-Anschlüsse, MIDI In, Clock und Gate, eine V/Oct-Buchse, Sync 24 und einen Run-Anschluss. Super!

Michigan Synth Works MSW-820S
Michigan Synth Works MSW-820S · Quelle: Michigan Synth Works

Sequencer im Stil der TB-303

Dass Michigan Synth Works MSW-820S auf einen Sequencer im 303-Stil setzt, passt irgendwie gut ins Gesamtkonzept. Schließlich sind große Teile dieses Analog-Synthesizers von Roland geprägt und mit LRB-303 hat der Hersteller zudem schon ein eigenes 303-Kit im Programm.

Der Sequencer bietet Funktionen wie Nudge, Scale Locking und Randomize sowie Möglichkeiten zur Pattern-Bearbeitung mit Undo und Redo – schön, dass hier auch ein paar moderne Features implementiert sind. Das Ändern der Wiedergaberichtung und Modi für Triolen gehören hier wohl auch zur Ausstattung.

Verfügbarkeit und Preis

Unterm Strich sieht MSW-820S nach einer sehr interessanten Kombination aus, bei der die Summe der Teile wirklich Lust auf mehr machen. Allerdings ist noch nicht ganz klar, wann diese Version auch zu haben ist. Wer auf den Sequencer verzichten kann, bekommt mit der Version ohne „S“ im Namen bereits jetzt die komplette Synthesizer-Engine mit gleicher Bedienung für 479 Euro in der Desktop-Version. Mal schauen, was der Synthesizer mit Sequencer kostet.

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