EarthQuaker Devices Scrolls Bass Odyssey: Vollanaloges Bassmonster
Eine Zusammenarbeit mit Kentaro Nakao
EarthQuaker Devices zeigt das Scrolls Bass Odyssey, ein Bass-Preamp und eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Ausnahmebassisten Kentaro Nakao. EQD sagt selbstbewusst, dass man mit dem Pedal soundtechnisch so ziemlich jede Kombination aus Bass und Amp erzeugen kann. Wie klingt das?
Wer ist Kentaro Nakao?
Wer etwas tiefer im Bass-Thema ist, wer sich mit einflussreichen Bass-Größen auseinandersetzt, der wird über kurz oder lang auf Kentaro Nakao stoßen. Der Bassist machte in den späten Neunzigern mit der japanischen Band Number Girl von sich reden. Die Band fuhr einen rauen, aber auch verträumten Sound irgendwo zwischen The Pixies und den Ramones und Nakaos filigranes Bassspiel war ein essentieller Teil davon.
Seit dem Ende der Band 2002 (und einer kurzen Reunion 2019-2022) ist Nakao vielbeschäftigter Live-Basser und Session-Musiker. Und sein ausdrucksstarkes Spiel hat ihm weltweit eine große Fangemeinde beschert. Als die Zusammenarbeit mit EQD zum Scrolls Bass Odyssey begann, stellte er Jamie Stillman und das EQD-Team folgende Challenge: Baut ein Bass-Preamp-Pedal, das so ziemlich jede Kombination aus Bass und Amp abbilden kann, aber bitte analog.
Wie klingt das Scrolls Bass Odyssey?
Und EarthQuaker Devices machte sich ans Werk. Drücken und zerren sollte das Scrolls Bass Odyssey, natürlich muss auch ein EQ an Board sein, um den Sound zu tunen. Und, wenn es ein Bass-Preamp sein soll, der am Ende einen fetten Amp ersetzt, sollte das Pedal auch bei den Anschlüssen nicht geizen. Aber vor allem sollte der Bodentreter klanglich in viele Richtungen gehen können.
Und hört man sich die Sounds aus dem Video an, dann kann man hier definitiv schon sagen, dass EQD erfolgreich war. Von donnernden Stoner-Gewittern über Scooped-Mids-Modern-Sounds hin zu rotzigem Rock’n’Roll lässt sich das Scrolls mit derart wenigen Reglern und dazu noch vollanalog für so ziemlich jeden Bass-Tone einstellen. Eindrucksvoll!

Wie ist der Workflow des EQD Scrolls Bass Odyssey?
Das Scrolls Bass Odyssey bietet eine EQ- und eine Drive-Section, die sich jeweils mit separatem Footswitch aktivieren lassen. Im Signalfluss kommt der EQ zuerst. Hier ist ein Drei-Band-EQ (jeweils mit bis zu 20 dB Anhebung oder Absenkung) das zentrale Tone-Shaping-Element. Dazu kommt der besondere Vari-Filter. Hier lassen sich zusätzlich entweder Höhen oder Bässe filtern oder betonen.

Mit den drei Buttons Deep (Anhebung bei 80 Hertz), Process (Mid-Scoop) und Bright (High Boost bei 5 kHz) bietet das Pedal drei weitere Tone-Shaping-Möglichkeiten. In der Drive-Section kommt röhrenähnliche Zerre dazu. Per Blend mischt ihr das gezerrte Signal zum Clean-Signal, damit die Definition im Sound nicht verloren geht. Der besondere „Bandwith“-Regler stellt dazu ein, ob eher die Höhen oder Bässe geclippt werden.

Auch bei den Anschlüssen ist das Scrolls Bass Odyssey vielseitig. Gleich drei Ausgänge bietet das Pedal: Direct-XLR samt analogem Cab-Simulator, um direkt ans FOH zu schicken, ein Buffered Parallel Out, um das cleane Signal unbeeinflusst noch ein einen zweiten Amp zu schicken und ein normaler Ausgang. Außerdem könnt ihr über den FX Loop weitere Effekte zwischen EQ und Drive einschleifen.
Was kostet das Scrolls Bass Odyssey von EarthQuaker Devices?
Das Scrolls Bass Odyssey von EarthQuaker Devices gibt es ab sofort für 399,00 Euro bei Thomann*. Lieferbereit ist es in ein bis zwei Wochen.
Infos über das neue Pedal von EQD
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Widgets und Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!