Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ob das ungewöhnlich moderne Konzept und Design bei den Gitarristen ankommt?  ·  Quelle: Youtube / Aalberg Audio + aalbergaudio.com

Die Funktionen des AERO-Controllers  ·  Quelle: aalbergaudio.com

Den Wireless Controller befestigt man per Gürtelclip oder Velcro-Pad  ·  Quelle: aalbergaudio.com

Ich finde es immer wieder klasse, wenn sich junge Firmen an neue Produkte wagen oder auch nur die alten sinnvoll an die heutige Zeit anpassen. Nur so kann wirklich Neues entstehen. Nicht jeder steht auf „the common way“, nur weil es sich bewährt hat. Manche wollen einfach keine Röhrentechnik auf der Bühne, andere wollen vielleicht sich nicht während oder zwischen den Songs zu ihren Effekten hinunterbeugen, um an den Reglern zu drehen. Die Entwickler von Aalberg Audio vermutlich auch nicht, sonst hätten sie nicht die kabellose Bedienung für ihre Effekte entwickelt.

Letztes Jahr hatten die Norweger schon ein Delay namens EKKO und den Remote Controller AERO AE-1 vorgestellt. Der Controller lässt sich am Gürtel oder Gitarrengurt oder mit einem Velcro Pad an der Gitarre befestigen. Am AE-1 befindet sich auf der Oberseite ein großes Poti, mit dem man das Tempo tappen kann, Effekt-Bypass einschalten oder per Drehung verschiedene Parameter am Pedal selbst verstellen kann – alles aus bis zu 30 Meter Entfernung. An den Seiten befinden sich noch weitere Knöpfe: Next und Previous Parameter, On/Off und drei Store/Recall Preset. Per USB wird der Sender aufgeladen und bei Bedarf mit der neusten Firmware versorgt. Ziemlich interessante Idee. Eine Akkuladung soll bis zu 9 Stunden Nutzung durchhalten oder 60 Stunden im Standby auf den Benutzer warten.

Letztes Jahr gab es auf Indigogo eine Crowdfunding-Kampagne, die leider nicht finanziert wurde, aber der Firma jede Menge Medienrummel gebracht hat, sodass die Anzahl der Interessenten immer größer wurde. Nun hat Aalberg Audio noch zwei weitere Pedale geplant und wird diese auf der kommenden Musikmesse vorstellen: ROM RO-1 Reverb und TRYM TR-1 Tremolo. Etwas anderes als Modulations-Effekte machen meiner Ansicht nach auch keinen Sinn mit dem Wireless Controller. Die eingestellten Parameter werden übrigens nicht nur durch den Potis angezeigt, sondern werden durch einen LED-Balken (wie eine Level-Anzeige auf dem Mischpult oder in der DAW) angenehm modern dargestellt. Das Design gleicht aber abgesehen von der Farbe dem des EKKO, inklusive Stereo In- und Output.

Aktuell frage ich mich noch, ob man nicht mit drei AERO Controllern für drei Effekte schnell durcheinander kommt oder ob man mit einem mehrere Pedale steuern kann. Unabhängig, versteht sich. Irgendwann ist der Gitarrengurt oder das Schlagbrett an der Gitarre auch voll und sieht dann nur noch komisch aus.

Ganz billig ist die neue Technik leider auch nicht. Vorbesteller vom EKKO und AERO werden mit 399 Euro zur Kasse gebeten. Innovation hat ihren Preis, wenn der allerdings so hoch angesetzt ist, werde ich es vermeiden, einfach auf gut Glück zu bestellen. Wenn es am Ende in den Regalen beim Händler des Vertrauens liegt, werde ich es aber auf jeden Fall mal testen. Nicht, dass die vermutlich geniale Idee sich im Sande verläuft.

Mehr Infos zu den Pedalen von Aalberg Audio gibt es auf der Homepage. Zum Abschluss empfehle ich noch, in den Musikmesse-Trailer reinzuschauen.

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: