suru.music: Neue Plattform möchte das Betriebssystem für Musikproduzenten werden
Verlustfreies Audio, Community-Feedback und Mentoring von Timo Maas bis Pig&Dan in einem Ökosystem
Was wäre, wenn SoundCloud, Dropbox, Discord, Linktree, Discord und Zoom zu einer einzigen Plattform verschmelzen würden? Genau diese Frage stellt sich das Team hinter suru.music. Nach einer mehrjährigen Beta-Phase öffnet die Plattform jetzt offiziell ihre Tore für alle Musiker, Produzenten, DJs und Künstler. Ich nutze suru.music selbst schon seit mehreren Monaten als Beta-Tester und habe entsprechend auch meine eigenen Eindrücke aus der Praxis mit reingepackt. Und ihr solltet euch die Plattform definitiv einmal anschauen und reinschnuppern. Es lohnt sich!
Das Wichtigste in Kürze
- suru.music ist ab sofort für alle offen
- Mitgründer Dan Duncan bezeichnet die Plattform als „Artist OS“
- Verlustfreies Audio-Sharing in WAV, AIFF oder FLAC bis 2 GB Dateigröße
- Community-Feedback, Mentoring von Gurus wie Timo Maas und Pig&Dan, Networking
- Integriertes Analyse-System für Lautheit, Dynamik, Bitrate und mehr
- Drei Mitgliedschaften: Listen (4,99 Euro), Horizons (19,99 Euro), Suruverse (49,99 Euro)
- Geplante Erweiterungen: suru Pulse, browserbasierte DAW, persönliche Artist-Seite
suru.music: Alles zur neuen Plattform für Musikproduzenten, Preise und meine Erfahrungen
suru.music: Ein „Artist OS“ statt eines weiteren Audio-Hosters
Mitgründer Dan Duncan beschreibt suru.music bewusst nicht als klassische Musikplattform, sondern als „Artist Operating System“. Die Idee dahinter entstand aus einer simplen Beobachtung: Moderne Musikproduzenten verteilen ihren Workflow heute auf zahlreiche Dienste. Audio landet auf SoundCloud, Projektdateien in Dropbox oder Google Drive, Kommunikation läuft über Discord oder WhatsApp, Workshops finden per Zoom statt und die eigene Online-Präsenz wird über Linktree organisiert.
Genau diese Fragmentierung will suru.music auflösen. Statt nur Musik hochzuladen oder zu streamen, soll die Plattform den kompletten kreativen Workflow abbilden, von der ersten Songidee über Feedback und Kollaborationen bis hin zu Mentoring, Networking und Cloud-Speicher. Und dazu zahlt man lediglich eine einzige Abo-Gebühr, anstatt unzählige Subscription-Modelle zu besitzen, bei denen man ständig den Überblick verliert. All-in-one ist dazu auch günstiger.
Verlustfreies Audio-Sharing und Versionsverwaltung
User können ihre Tracks in WAV, AIFF oder FLAC mit bis zu 2 GB Dateigröße hochladen, das reicht natürlich für komplette DJ-Sets, Live-Recordings oder Podcasts in voller Qualität. Mehrere Versionen eines Tracks lassen sich innerhalb eines Projekts speichern und direkt miteinander vergleichen. Feedback lässt sich damit unmittelbar in eine neue Version umsetzen, ohne den Überblick über frühere Iterationen zu verlieren.
Mitglieder können außerdem gezielt um bestimmte Art von Feedback bitten, etwa zu Mix, Arrangement oder Master, direkt in der Track-Beschreibung. Das nimmt der Community-Funktion einiges an Zufälligkeit.
Mentoring von Timo Maas, Pig&Dan und Co.
Neben der Community stehen erfahrene Produzenten, DJs und Branchenexperten als sogenannte Gurus zur Verfügung, über persönliche Profile lassen sich Mentorings und professionelle Dienstleistungen buchen. Zu den bekannten Namen gehören Timo Maas, Funk D’Void, Pig&Dan, Andreas Henneberg, Francesco Mami, ILLUSION, King Brain und Pacific Voltage, weitere Künstler sollen regelmäßig dazukommen.
Ergänzt wird das Ganze durch monatliche Online-Workshops zu Musikproduktion, Mixing, Sounddesign und Musikbusiness, dazu geplante internationale (kostenpflichtige) Retreats mit Mentoren (unter anderem Wehbba) aus der elektronischen Musikszene.
Integrierte Audio-Analyse: Lautheit, Dynamik und technische Qualität auf einen Blick

Ein integriertes Analyse-System bewertet jeden Upload automatisch nach Lautheit, Dynamik, Dateiformat, Bitrate, Samplerate und weiteren technischen Kriterien, verständlich erklärt statt nur als reine Zahlenkolonne. Bei meinem Test-Upload zeigte das System beispielsweise sauber auf, dass die Datei mit -9,8 LUFS für den Club gut aufgestellt ist, Streaming-Plattformen den Pegel aber um rund 4,2 dB reduzieren würden, inklusive Einordnung, was das für DJ-Einsatz gegenüber Streaming-Auswertung konkret bedeutet. Gerade für Einsteiger, die noch kein Gefühl für Zielwerte bei Bitrate oder Dynamic Range haben, ist das eine praktische Orientierung, ganz ohne zusätzliche Analyse-Software.
Was als Nächstes kommt
Neben den bereits verfügbaren Funktionen entwickelt das Team die Plattform kontinuierlich weiter. Geplant sind unter anderem suru Pulse, das automatisch Social-Media-Videos für Instagram oder TikTok aus Musikproduktionen erstellen soll, eine browserbasierte DAW und eine persönliche Artist-Seite als zentrale Online-Präsenz.
Meine Eindrücke aus mehreren Monaten Beta
Im täglichen Einsatz hat suru.music für mich SoundCloud inzwischen nahezu vollständig ersetzt. Der verlustfreie Audio-Player überzeugt mit deutlich höherer Qualität, die Uploads laufen unkompliziert, und die Möglichkeit, verschiedene Versionen eines Tracks direkt zu vergleichen, erleichtert den kreativen Workflow enorm. Gerade für Demos wirkt die Präsentation wesentlich hochwertiger als auf klassischen Audio-Plattformen.
Am stärksten überrascht hat mich die Community. Das Feedback fällt ehrlich, konstruktiv und ausgesprochen hochwertig aus, statt oberflächlicher Kommentare nehmen sich viele Mitglieder tatsächlich Zeit für eine detaillierte Analyse. Genau dieser offene Austausch entwickelt sich für mich schnell zu einem der größten Mehrwerte der Plattform. Netzwerken par excellence!
Diese Networking-Möglichkeiten finde ich sehr spannend. Schon während der Beta konnte ich verfolgen, wie Produzenten gemeinsam an Tracks arbeiteten, Remix-Wettbewerbe organisierten und versuchten, fertige Produktionen gemeinsam bei Labels unterzubringen – natürlich auch durch Mithilfe der Gurus, die ihre Kontakte offenlegten (das ist eigentlich nicht üblich in der Branche). Beeindruckt hat mich zudem, wie aktiv die Gründer selbst innerhalb der Community auftreten, Wünsche werden ernst genommen und oft kurz darauf schon als neue Funktion umgesetzt.
Fazit
Natürlich wird sich erst zeigen müssen, wie sich die Community nach dem offiziellen Start entwickelt und ob das aktuell hohe Niveau langfristig bestehen bleibt. Nach mehreren Monaten intensiver Nutzung wirkt suru.music auf mich aber bereits erstaunlich ausgereift. Vor allem Produzenten elektronischer Musik, die heute zwischen SoundCloud, Dropbox, Discord, Google Drive und Linktree hin- und herwechseln, sollten sich die Plattform genauer ansehen. Setzt das Team seine Vision konsequent um, könnte suru.music tatsächlich zu dem werden, was Dan Duncan schon heute als Artist Operating System (Artist OS) bezeichnet.
Ein Blick auf die Kosten macht den Ansatz noch greifbarer: SoundCloud Artist Pro kostet rund 8 Euro im Monat, Dropbox Plus mit 2 TB rund 10 Euro, Discord ist ohne Zusatzfeatures kostenfrei nutzbar und Zoom Pro kostet rund 14 Euro. Zusammengerechnet kommt ihr allein für diese vier Einzeldienste auf etwa 42 Euro im Monat, und Linktree, Mentoring-Buchungen oder eine separate Audio-Analyse-Software sind darin noch gar nicht eingerechnet. Das Horizons-Abo von suru.music liegt mit 19,99 Euro deutlich darunter, selbst das Top-Modell Suruverse für 49,99 Euro bewegt sich in etwa auf demselben Niveau wie die Summe der Einzeldienste, bietet dafür aber Mentoring, Community-Feedback und Networking obendrauf, was in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten ist.
Preis und Verfügbarkeit
suru.music bietet drei Mitgliedschaften: Listen für Hörer kostet 4,99 Euro im Monat mit verlustfreiem Streaming und exklusivem Content. Horizons für Produzenten kostet 19,99 Euro im Monat und bringt zusätzlich 10 Uploads monatlich, 25 GB Cloud-Speicher, vier Versionen pro Track und Zugriff auf ausgewählte Community-Workshops. Suruverse, das Top-Modell, kostet 49,99 Euro im Monat und bietet dazu unbegrenzte Uploads, 100 GB Cloud-Speicher, unbegrenzte Kollaborationen, Livestreams, Direktnachrichten an Gurus und die vollständige Analyse-Suite (sowie alle kommenden neuen Features). Eine günstigere Option in Form eines Jahresabonnements ist ebenso vorhanden.
Weitere Informationen
3 Kommentare zu “suru.music: Neue Plattform möchte das Betriebssystem für Musikproduzenten werden”

Natürlich ist eine Plattform wie diese auf den ersten Blick zu begrüßen. Nun stellt sich aber die Frage: Wie steht es mit dem Recht am geistigen Eigentum? Wer garantiert, dass Inhalte nicht auch zum Trainieren von KI eingesetzt werden? Da wäre eine klare Aussage zur rechtlichen Absicherung der Nutzer wünschenswert.
Nun ja, die gibt es schon: „No Unauthorised AI Training: We ensure that your stems and project files are never used to train external generative AI models without your explicit, opt-in consent.“ Das steht so in den policy, aber ob die sich daran halten kann natürlich keiner kontrollieren. Ich denke das inzwischen jeder wissen sollte, das Uploads von Musik grundsätzlich für AI eingesetzt wird… mit dem Upload gibt Mann/Frau sein Produkt quasi aus der Hand…wie das dann eingesetzt wird, gerade bei Online Plattformen liegt nicht mehr beim Urheber. Aber es zwingt einen ja keiner bei diesen Dachen sich zu beteiligen. ich nutze seit vielen vielen Jahren Soundcloud..,noch nie einen Pfennig verdient,,, kostet aber auch nichts und als quasi persönlicher Musikspeicher völlig ausreichend.
Ich hatte das eben schon im englischen Forum geschrieben, aber was unsere Main Intention ist wird auch in englisch klar…. Und lieber Edgar, DAS was du schreibst wegen Datensicherheit, AI etc etc… gehört seid wir angefangen haben das OS zu coden zu unserem Ethos ein geschlossenes independent System auf höchstem technischen Niveau zu sein. Wenn du mit SC zufrieden bist, ist doch super… nur ist das nie das echte Full Quality Experiment, da der Sound auf SC hart komprimiert ist… OK zum Hören, aber wenn du als Producer deine Tracks verschickst MÜSSEN die doch die bestmögliche Qualität haben, oder? Nochmal. Wir sind ein geschlossenes System eben wegen AI blabla, wir haben keinerlei Meta o.Ä. connected… die gesamte Plattform ist coded from the scratch genau aus dem Grunde und auch soweit ich weiss die Einzige, die komplett lossless sound hat, … probiert es doch einfach mal aus… auch die Community, das Collaboration Hub, das ganze Netzwerk, dass JETZT schon weltweit ist… Also…viel Spass beim Entdecken, probieren geht über studieren …beste Grüsse
P.S.: https://suru.music , schaut mal durch die feature Liste, Marcus hat gerade mal die Oberfläche angekratzt…
Und check Suru Radio, some cool stuff on there