von  Marcus Schmahl  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 4 Min
Menura Audio MDFX: Hardware-Delay und Reverb für den Dance Floor

Menura Audio MDFX: Hardware-Delay und Reverb für den Dance Floor  ·  Quelle: Menura Audio

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Das Berliner und Bochumer Start-up Menura Audio, das ihr vielleicht schon vom modularen MDMX-Mixer kennt, legt jetzt mit zwei digitalen Hardware-Effektgeräten nach: MDFX Delay und MDFX Reverb. Beide sind eigenständige Einheiten für das DJ-Setup, mit Tempo-Sync, USB-MIDI-Steuerung und einem eingebauten USB-Audio-Interface. Finanziert wird das Ganze über Kickstarter, die Kampagne läuft noch bis zum 1. August. Und das Projekt klingt mehr als spannend!

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Hardware-Effekte speziell für DJs sind eine echte Nische – aber trotzdem werden sie gesucht. Während Gitarristen in einer Unmenge an Pedalboard-Optionen schwimmen, blieb das Angebot für DJ-spezifische Outboard-Effekte überschaubar. Genau dort setzt Menura Audio an.

Beide MDFX-Einheiten kommen in zwei Formfaktoren: horizontal oder vertikal, je nachdem, ob sie neben oder unter dem Mixer Platz finden sollen. Ein magnetisches Befestigungssystem sorgt dafür, dass sie auch dann an ihrem Platz bleiben, wenn es in der DJ-Booth wummert und vibriert. Und weil ihr sicher beide Effektgeräte zusammen betreiben wollt, lassen sie sich natürlich direkt miteinander verlinken.

Der Tempo-Sync läuft auf drei Wegen: Tap Tempo, automatische BPM-Erkennung, die laut Hersteller auch mit Vinyl funktioniert, und MIDI-Clock. Gerade die Vinyl-Kompatibilität beim Auto-BPM ist ein schöner Gedanke für alle, die noch analog auflegen.

Menura Audio MDFX Delay und Reverb: vertikales und horizontales Modell
Menura Audio MDFX Delay und Reverb: vertikales und horizontales Modell · Quelle: Menura Audio

MDFX Delay: Von Achtelnoten bis vier Bars – was ein Spaß!

Das digitale Delay bietet temposynchrone Unterteilungen von Achtelnoten bis zu vier Bars Länge. Dazu kommen stabile Selbstoszillation, ein Reverse-Modus und ein TAPE-Parameter, der den warmen, leicht instabilen Charakter alter Tape-Echo-Maschinen aus den 1970ern emuliert. Also genau der Sound, den man gerne auf einem Aux-Kanal liegen lässt, während ein Übergang läuft.

Menura Audio MDFX Delay
Menura Audio MDFX Delay · Quelle: Menura Audio
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Filter mit Tief- und Hochpassmodus, Stereo Spread, Quantized Feedback Pitch, ein Grid mit Tape-artigen Pitchbends und Ducking sind ebenfalls an Bord. Für ein so kompaktes Gerät ist das eine ziemlich vollständige Feature-Liste, die ihresgleichen sucht. Stark!

MDFX Reverb: Plate-Algorithmus mit 80er-Charme

Das Reverb setzt auf einen Plate-Algorithmus und enthält einen Freeze-Button, um den Effekt quasi unendlich lang einfrieren zu können, BPM-synchronisiertes Tremolo und Shimmer, Hochpassfilter, Ducking, Damping und eine Lo-Fi-Simulation der typischen digitalen Reverbs der 1980er Jahre.

Menura Audio MDFX Reverb
Menura Audio MDFX Reverb · Quelle: Menura Audio

Wer mal einen Lexicon 224 durch einen DJ-Mixer gejagt hat, weiß ungefähr, wohin diese Reise geht. Sehr schön!

USB-MIDI, Audio-Interface und Presets

Beide MDFX-Einheiten arbeiten mit 96 kHz und 32-Bit-Float, alle Parameter lassen sich per USB-MIDI steuern und 20 Presets könnt ihr mit Program-Change-Befehlen abrufen. Das klingt ok für mich.

Was mich aber besonders interessiert: In jede der beiden Einheiten ist ein class-compliant USB-Audio-Interface eingebaut, das Sets vor oder nach dem Effekt aufzeichnen kann. Das Ganze läuft ohne Treiber unter macOS, Windows, iOS und Linux. Stromversorgung über USB-C, Powerbanks werden ebenfalls unterstützt, das Ding läuft also theoretisch komplett kabellos im mobilen Setup. Wow!

Wer sich den Sound vor dem Kauf anhören will: Menura Audio stellt die eigentliche DSP-Einheit via WebAssembly direkt auf der eigenen Website vor. Ihr könnt also beide Effekte im Browser testen, bevor ihr auf der Kickstarter-Kampagne landet. Das ist ein guter Move. Jasper Lauter, Gründer von Menura Audio, sagt dazu: „Wir haben die MDFX für DJs gebaut, die Studioqualität unter den Fingern haben wollen. Sie sind für den Live-Einsatz gemacht, aber mit der vollen MIDI-Ausstattung sind sie genauso tauglich in jedem Studio.“

Preis und Verfügbarkeit

Menura Audio MDFX Delay und Reverb laufen aktuell über Kickstarter, die Kampagne läuft bis zum 1. August 2026. Super-Early-Bird-Versionen sind für 340 Euro erhältlich, soweit noch verfügbar.

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Fazit

Für DJs, die ihr Setup mit eigenständigen Hardware-Effekten ergänzen wollen, ohne einen kompletten Mixer-Wechsel vorzunehmen, ist der Ansatz von Menura Audio ziemlich interessant. Kompakt, magnetisch, mit drei Sync-Varianten und eingebautem Interface: Das ist ein klares Konzept. Ob sich die Kampagne in die Serienproduktion verwandelt, werden die nächsten Wochen zeigen. Den Sound vorab im Browser zu testen ist jedenfalls ein guter Schachzug.

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