JHS Pherb: Lo-Fi-Reverb trifft Phaser trifft Meme
Klingt nicht schön, aber dafür interessant!
Die 3 Series von JHS sorgte im Frühling für Furore: leicht durchgeknallte Effekte, minimalistisches Design, toller Preis. Mit dem JHS PHERB zeigt Josh Scott nicht nur einfach ein weiteres Pedal der Serie, das Lo-Fi-Reverb und Phaser kombiniert. Hier kommt man (fast) den Rufen der Community nach dem „Flerb“ nach und liefert für 114 Euro einen Effekt, der Shogaze-, Ambient- und Noise-Fans (alb)träumen lassen dürfte.
What the Flerb?
Der Kopf hinter JHS, Josh Scott, und seine Fangemeinde haben seit einiger Zeit ein Spiel gespielt. Es ging um den „Flerb“, einen legendären Flanger-Reverb-Modus aus dem EHX Holy Grail. Monatelang quollen die Kommentare bei Videos und Reels von JHS über mit Forderungen nach einem „Flerb“-Pedal.
Wie so oft steigerte sich die Community mit absurden Memes immer weiter rein. Es gab nur ein Problem: Scott ist nicht unbedingt ein Fan des Flerb-Sounds. Um aber möglichst nahe an der Forderung zu bleiben, kombinierte er für JHS Pherb einen vierstufigen Phaser mit einem Reverb. Laut Josh wurde das Pedal innerhalb von nur 35 Stunden entwickelt, von der Anfangsidee bis zum freigegebenen Prototypen. Damit ist es das am schnellsten entwickelte Pedal von JHS.
Wie klingt das JHS PHERB?
Grundsätzlich ist die Effektreihenfolge im JHS Pherb erst Reverb, dann Phaser. Beim Hall setzt JHS auf einen schön kaputtklingenden Effekt, dessen Hallfahne mit Chorus und Tremolopumpen verwaschen wird, gepaart mit langen Decay-Zeiten.

Dahinter sitzt ein Phaser, der sich am Phase 90 orientiert, nur ohne Feedback-Regler. Die vier Notches liegen hier bewusst weiter oben im Frequenzspektrum, denn so bleiben die eh schon verwaschenen tiefen Mitten vom Phaser-Waschgang verschont.
Wie man es kennt von der 3 Series ist das Pedal minimalistisch vom Workflow her: drei Regler, ein Schalter, ein Footswitch – that’s it. Mix für den Dry/Wet-Anteil, Speed für das Tempo der Phaser-Modulation (0,05 bis 5 Hz) und Length für Decay-Zeit und Pre-Deleay in einem. Die Hallzeit reicht von 241 ms bis zu epischen 50 Sekunden.
Der BREAK-Switch
Dazu gibt es für alle, die es besonders kaputt und zerbrochen mögen noch den Breakswitch. Aktiviert man den Schalter, wird ein asymmetrischer Bitcrusher vor Hall und Phaser geschaltet. Klanglich bewegen wir uns jetzt (je nach Length-Einstellung) zwischen Kreissägen-Fuzz und Monster-Drone.

Dazu gibt es noch die Möglichkeit, den Reverb auch ganz allein zu nutzen, indem man Speed komplett nach links dreht. Allerdings ist das nur im Modus ohne Break möglich.
Was kostet der JHS Pherb?
Ihr könnt den JHS Pherb ab sofort für 114,- Euro bei Thomann* vorbestellen. Dort ist er in ca. zwei bis drei Wochen lieferbar.
Infos über das neue Pedal von JHS
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