von Julian Schmauch | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation

Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation  ·  Quelle: Bluetooth SIG

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Endlich kommt Bluetooth LE Audio! Bereits vor zwei Jahren kündigte die Bluetooth Special Interest Group (SIG) die Weiterentwicklung an. Und mit dieser soll sich die Audioqualität auf Bluetooth-Kopfhörern dramatisch verbessern. Auch die Akkulaufzeiten der neuen Kopfhörer sollen durch eine niedrigere Datenrate bei der Übertragung bei gleicher Qualität um einiges höher liegen. Außerdem soll über die neue Auracast-Technologie das gleichzeitige Verbinden mehrerer Kopfhörer oder Lautsprecher mit einer Quelle deutlich einfacher und stabiler werden.

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 Höhere Qualität und längere Akkulaufzeiten mit LC3

Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation

Vergleich LC3 und SBC.

Bereits 2020 stellte die Bluetooth SIG, die die Interessen von über 36.000 Unternehmen aus der Tech-Industrie vertritt, Bluetooth LE (Low Energy) Audio vor. Durch die Pandemie verzögerten sich Entwicklungs- und Auslieferungszyklen von neuen Kopfhörer- und Lautsprechermodellen mit der Technologie. Nun ist es aber soweit. Bluetooth SIG hat LE Audio heute offiziell vorgestellt. Und in der kommenden Generation von Earbuds, Over-Ears und In-Ears ist die neue Technologie bereits enthalten. Was sie bringt?

Der bisher verbreitete Audio-Codec SBC („Low Complexity Subband Codec) in Bluetooth wird durch den neuen Codec LC3 ersetzt. Dieser verarbeitet Audiosignale in weitaus höherer Qualität. Und das bei bis zu 50 Prozent geringerer Datenrate. So gibt die Bluetooth SIG an, dass man bei Hörtest hochqualitative Musik eines 48 kHZ Audio-Streams mit einer Datenrate von nur 80 kbps habe übertragen können. Zum Vergleich: SBC braucht bis zu 345 kbps. Und eine geringere Datenrate bedeutet einen geringeren Stromverbrauch bei Sender und Empfänger. Damit halten Akkus beider Geräte pro Ladung länger.

Auracast: Unbegrenzte Multi-Point-Verbindungen und Kopfhörer-Konzerte

Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation

Ähnlich wie bei WiFi-Netzen kann man über AuraCast ein Netz auswählen

Mit der neuen Technologie Auracast, auch Broadcast Audio genannt, können sich unbegrenzt viele Kopfhörer mit einer Quelle verbinden. Beispielhaft werden hier Szenarien wie das gemeinsame Musikhören in der Bahn oder das Mithören eines stummgeschalteten Fernsehers in einem Restaurant genannt. Auch Kopfhörer-Konzerte sollen mit Auracast spielend leicht möglich sein. Sogar die direkte Bezahlmöglichkeit zum Mithören ist in der neuen Technologie vorgesehen. Auch gibt es die Wahlmöglichkeit, Auracast Location-basiert oder auf persönlicher Ebene einzusetzen.

Gute Nachrichten auch für alle Fans der mobilen Musikproduktion. Denn LE Audio soll beim Einsatz von Bluetooth-Kopfhörern in Verbindung mit einem Smartphone oder Laptop die dadurch entstehenden Latenzen significant senken. Laut Peter Lui, einem der Köpfe hinter Bluetooth LE Audio, ist zum einen die direkte Synchronisation zwischen Bluetooth-Kopfhörern ohne Umwege in Bluetooth LE Audio mitgeliefert. Und die Technologie selbst soll keine zusätzliche Latenz erzeugen, egal wie viele über Auracast mit einer Quelle verbunden sind. Damit sollen auch gemeinsame schnurlose Jam-Sessions, Bluetooth SIG spricht hier etwas hölzern von „Social Music“, problemlos möglich sein.

Wann allerdings Bluetooth LE Audio in der nächsten Generation an Smartphones und Tablets ankommen wird, ist unbekannt. Bisher hat noch kein Hersteller Produkte mit der neuen Technologie angekündigt.

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  • Vergleich LC3 und SBC.: Bluetooth SIG
  • Ähnlich wie bei WiFi-Netzen kann man über AuraCast ein Netz auswählen.: Bluetooth SIG
Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation

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3 Antworten zu “Bluetooth LE Audio: Großes Upgrade für nächste Kopfhörer-Generation”

    Specktorpedo sagt:
    0

    Kabel = immer volle Bandbreite, kein Codec-/Protokoll-Update nötig, kein Aufladen nötig, keine Wegwerfartikel nach 3 Jahren aufgrund von verbrauchten Akku. Wer ein langes Kabel hat, weiß dieses zu managen. Mal Headphones über mehr als 20J. genutzt? Aber macht nur… so wie jede beliebige Strassentrulla. ICH finde es nur noch zum drüber lachen.

      Thomas sagt:
      0

      Ziel ist es, das Hersteller später steuern, wann und welche Musik du hören kannst. Du kaufst dann keine Musik mehr, du zahlst permanent und das steuert man am besten, in dem man alle Wege digital macht. BT ist der Weg für die Kopfhörer, der analoge 3,5mm Anschluss fällt weg und somit ist der Weg frei für DRM.

    Patrick sagt:
    0

    Ich wäre ja schon dankbar für Bluetooth mit Latenzen unter 10ms. Für „Social Music“ oder wie das genannt wird kommt on Top noch die Latenz über das Internet zu. Da ist nichts mehr mit gemeinsamen spielen.

    Gebt uns einen Performance Modus. 10% Audioqualität, 3-4ms Latenz. Das wäre für Musiker praktikabel. Und wer Bluetooth fürs Musizieren benutzt muss halt akzeptieren, dass das zusätzliche AD-DA Wandeln immer Klangeinbußen bringt.

    ..und greift vllt einfach auf eine ordentliche UHF-Funke außerhalbd er 2.4GHz..

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