MXR Turbo Tuner: Der vielleicht genaueste Tuner der Welt?
So schnell und genau wie kaum ein anderes Stimmgerät auf dem Markt!
Hört man sich unter Kennerinnen und Kennern um, die auf Strobe-Tuner schwören, dann wird der Turbo Tuner von Sonic Research oft als einer der Maßstäbe erwähnt. Mit dem MXR Turbo Tuner kommt jetzt eine Version für die Masse, inklusive Detailverbesserungen.
Alles zum Turbo Tuner
Mein erster Eindruck
Joa, Stimmgerät halt. Denkt man so. Aber kein Pedal, ich betone, kein einziges ist für die Saitenfraktion so wichtig. Und klar, für die breite Masse und den gelegentlichen Gig, da reicht ein PolyTune. Aber beim Recording, wo jede Note, jede Saite in jedem Moment sitzen MUSS, da ist ein echter Strobe-Tuner dann schon das Maß aller Dinge.
Und dass sich MXR hier mit Sonic-Research-Gründer Roger Schlichtig für einen Turbo Tuner für alle zusammentut, das dürfte diese Art Stimmgerät interessant für viele machen. Denn der Turbo Tuner ist gefährlich genau.
Von Sonic Research zu MXR
Es sind immer wieder die Spezialisten, die Wahnsinnigen, die sich so komplett in einem Thema, einem Pedal oder einem Amp verlieren, die am Ende dann doch das ultimative Ergebnis liefern. So auch Sonic Research. Die Firma macht ausschließlich Strobe-Tuner.
Vielleicht kurz zur Erklärung: Normale Tuner messen den ankommenden Ton über einen kurzen Zeitraum, berechnen die Abweichung in Cent und zeigen diese dann an (oder die Nadel springt). Dieser Vorgang erzeugt erstens etwas Latenz (messen, berechnen, anzeigen), zweitens ist die Auflösung oft begrenzt auf ±0,5 bis ±1 Cent, sprich, Abweichungen „hört“ das Pedal nicht genauer.
Ein Strobe-Tuner misst die Tonhöhe laufend und zeigt in jedem Moment (im analogen Fall ohne Latenz) selbst minimale Abweichungen an. Bei den Modellen ST-200 und ST-300 garantiert Sonic Research eine Abweichung von maximal ±0,02 Cent (jedes Pedal wird ab Werk kalibriert). Zum Vergleich: Strobo-Pedal-Anbieter wie Peterson oder Fender beim Strobo-Sonic Pro geben ±0,1 Cent an.
Was ist das Besondere am MXR Turbo Tuner?
MXR erwähnt in der Beschreibung keine konkrete Zahl, sondern nur den „Bruchteil eines Cents“, so wie beim Original. Der MXR Turbo Tuner ist also praktisch als Erweiterung des Modells von Sonic Research zu sehen, im Kern aber vor allem ein Stimmgerät mit extremer Genauigkeit und quasi keiner Latenz.
Wer sich fragt, was das in der Praxis bedeutet: Niemand hört Abweichungen von 0,02 Cent und Saiten halten eine Stimmung in diesem Prozentbereich auch nicht lang. Für zwei Szenarien ist ein Pedal wie der MXR Turbo Tuner aber besonders hervorzuheben.

Zum einen, wenn es um die wachsende Zahl derer geht, die gerne im mikrotonalen Bereich unterwegs sind (siehe Angine de Poitrine). Hier kommt es oft auf sehr genaues Stimmen an, damit es „richtig“ schief klingt. Zum anderen betrifft es alle die, die professionelle Gitarren-Recordings in dem Bereich machen, wo es im schnelles Abliefern von höchster Qualität geht.
Dass man nach jedem Take nachstimmen sollte, gehört zur guten Studioschule. Wenn es aber um Aufnahmen im Profibereich geht, wo die Qualität der Aufnahme selbst hinterher die minimale Nachbereitung benötigen sollte, also jeder Ton zu jeder Zeit perfekt sitzen sollte, dann ist ein Strobe-Tuner unerlässlich. Auch nutzen viele Werkstätten und Gitarrenbauer und -bauerinnen Strobe Tuner beim Einstellen der Intonation (Oktavreinheit).
Wie unterscheidet sich der MXR Turbo Tuner vom Modell von Sonic Research?
Damit hier keine Missverständnisse entstehen: Der MXR Turbo Tuner ist kein Nachbau oder eine Hommage an das Modell von Sonic Research. Hier hat sich Dunlop mit dem Sonic-Research-Gründer Roger Schlichtig höchstselbst zusammengetan. So bietet das MXR-Modell fünf Presets (ab Werk Gitarrenmodus und Bassmodus mit Saitennummern, Standardstimmung, Drop D und 6-Saiter-Bass).

Dazu lässt sich auf Wunsch jedes der Presets auch umprogrammieren auf bis zu zwölf Saiten mit Offsets von ±50 Cent in 0,1-Cent-Schritten. Sprich: Mikrotonale Intervalle lassen sich hier auch speichern. Dazu hat der Hersteller dem Pedal einen Buffered-Bypass spendiert, neben dem True-Bypass des Originals.
Über einen internen Switch lässt sich dieser in drei Modi aktivieren: Mute, Always-on mit Stummschaltung per Footswitch oder durchlaufendes Signal. Dann aktiviert der Footswitch nur das Display. Außerdem bietet das Pedal einen 9-Volt-Ausgang, ein weiteres Pedal kann also mit Strom versorgt werden, sowie einen USB-C-Anschluss für Firmware-Updates.
Preis und Verfügbarkeit
Der MXR Turbo Tuner ist ab sofort erhältlich und kostet bei Thomann* 169 Euro.
Infos über das neue Pedal von MXR
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