Mesa Boogie 90s Dual Rectifier Standard: Neue Optik, besserer Preis
Der Metal- und Alternative-Rock-Sound der Neunziger ist wieder da!
Nanu, wir hatten doch gerade erst den Dual Rectifier? Mesa Boogie legt die Neuauflage neu auf mit leicht veränderter Optik und einem ordentlich gesenkten Preis. Der 90s Dual Rectifier Standard drückt, schiebt und faucht aber immer noch genauso böse, wie das berühmte Original.
Alles über den neuen Rectifier
1992: Das Dual-Rectifier-Erdbeben
Schaute man in den späten Neunzigern auf Festivalbühnen oder in Aufnahmeräume großer Studios, war kein Verstärker so omnipräsent, wie der Dual Rectifier. Dessen „Scooped„-Sound, die EQ-Badewanne mit peitschenden Höhen und donnernden Bässen beeinflusste den Sound von Crossover und Nu Metal maßgeblich.

Wie es oft in der Geschichte von Musikequipment so ist, war dann aber ab Mitte der Nuller Schluss mit den Rectifiern. Letztes Jahr kam dann gut 20 Jahre später die Neuauflage, dieses Jahr gesellte sich der runderneuerte Triple Rectifier dazu. Warum also so schnell eine Neuauflage der Neuauflage?
Was bringt der Mesa Boogie 90s Dual Rectifier Standard mit?
Grundsätzlich geht man bei Mesa/Boogie auch weiterhin sehr mit Bedacht an die Auffrischung heran, das legendäre Original hatte ja nicht umsonst seinen Ruf. Wieder haben wir es mit einem Dual-Channel-Setup zu tun: Vintage/Orange und Modern/Red.

Dazu bietet der 90s Dual Rectifier Standard wie sein Vorgänger Channel Cloning. Damit könnt ihr die kompletten Einstellungen eines Kanals auf den zweiten übertragen und dort eine leicht angepasste Version einstellen. Perfekt für Wechsel zwischen Standard und Solo oder Strophe und Refrain.
Wie viel Watt und viele Röhren stecken im 90s Dual Rectifier Standard?
Class A/B-Power-Amp mit vier 6L6-Röhren mit brachialen 100 Watt, dazu fünf 12AX7-er im Vorverstärker und zwei „Rectifier“-5U4-Tubes: ein mächtiges Stück Gitarrensound bietet der 90s Dual Rectifier Standard. Laut Mesa/Boogie hat man den Clean-Sound verbessert, aber, mal ehrlich, wer spielt einen Rectifier für Cleans?!

Dazu bietet der Amp noch einige Details zum Anpassen seines Ansprechverhaltens. So erlaubt es der 2-Wege-Schalter auf der Rückseite, zwischen Röhren- oder Siliziumdioden-Gleichrichtung (Vacuum Tubes oder Silicon Diodes) auszuwählen. Damit schiebt ihr den Amp entweder in Richtung vom berühmten schmatzenden „Sag“ (Röhre) oder lasst ihr „tighter“ reagieren (Diode).
Außerdem befindet sich auf der Vorderseite der BOLD/SPONGY-Schalter. Mit diesem wechselt ihr zwischen spannungsabhängigem und spannungsunabhängigem Ansprechverhalten, was, je nachdem, wie dynamisch ihr spielt, für eine unterschiedlich ausgeprägte Obertonstruktur sorgt.
Welche Anschlussmöglichkeiten bietet der 90s Dual Rectifier Standard?
Signaleingang und Anschluss für den beiliegenden Footswitch findet ihr beim 90s Dual Rectifier Standard vorn. Auf der Rückseite befindet sich der FX-Loop, für den ihr auch noch bestimmen könnt, ob er für beide Kanäle oder nur für einen der beiden aktiv ist. Dazu gibt es insgesamt fünf Ausgänge für Cabs: 1 × 16 Ohm, 2 × 8 Ohm und 2 × 4 Ohm.
Zudem könnt ihr den Amp noch mit einem zweiten Verstärker in Reihe schalten über den Slave-Ausgang, auch der Klangcharakter beider Voicings kann hier verändert werden.
Was die Regler auf der Front betrifft, hat sich nichts verändert. Gain, Master, Presence und Drei-Band-EQ (Bass, Mid, Treble) jeweils für jeden Kanal separat.
Preis & Verfügbarkeit
Leicht veränderte Optik, aber ordentlich gesenkter Preis, damit kann man arbeiten! Wir befinden wir uns immer noch im Premiumsegment, aber satte 600 Euro weniger bei so einem Gain-Monster, das ist schon eine Ansage.
Der Mesa Boogie 90s Dual Rectifier ist ab sofort für 3.599 Euro bei Thomann* erhältlich.
Infos über den neuen Amp von Mesa/Boogie
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