Die 7 besten EQ-Pedale für jedes Budget: Blitzschnell zu Deinem Gitarrensound!
Frequenzen dämpfen und anheben, direkt auf dem Pedalboard!
EQ-Pedale sind ein wenig die ungekrönten Helden der Pedalwelt. Weder „böse“ oder legendäre wie Tubescreamer, Klon und Konsorten, noch episch wie Reverb und Delay. Aber mit dem richtigen EQ-Pedal hat man an den verschiedensten Stellen im Signalweg einen gigantischen Einfluss. Mal das Quäkige nach dem Amp rausdrehen, eine Mittenfrequenz vor der Zerre betonen oder den Sound der Venue anpassen. So wichtig! Hier sind sieben Vorschläge für jedes Budget!
Highlights
- EQ-Pedale formen den Gitarrensound gezielt
- Mitten anheben für mehr Durchsetzung im Mix
- Bässe oder Höhen filtern für mehr Kontrolle
- Frequenzen dämpfen für Feedback-Kontrolle
- Graphic vs. Parametric: schnell oder präzise
Unsere Auswahl:
EQ-Pedale: Vorüberlegungen
Wozu ist ein EQ-Pedal überhaupt da? Um die Frequenzen deines Signals zu formen. Das EQ-Pedal deiner Wahl kann ein Tool am Ende der Pedalkette sein, um widerspenstige tiefe oder hohe Frequenzen zu zähmen. Oder weiter vorne, um die oberen Mitten anzuschieben, damit sich die Gitarre im Mix besser durchsetzen kann.
EQ-Pedale können auch in Kombination mit Distortion- oder Overdrive-Effekten ein tolles Werkzeug sein. Denn obwohl diese oft über einen eigenen Tone-Regler verfügen, kannst du damit in den meisten Fällen maximal die tiefen bzw. hohen Frequenzen absenken oder anheben.
Mit einem dedizierten EQ-Pedal kannst du die Mittenfrequenzen anheben, bevor das Signal in den Drive oder in den Verstärker gelangt. Dann wird genau dieser Frequenzbereich mehr verzerrt.
Auch solltest du dir überlegen, welche EQ-Pedale für welches Genre am besten geeignet sind. Von twang-y Surf-Rock-Licks über harten, mittenbetonten Alternative-Rock hin zu monströsem, basslastigem Doom Metal zeichnen sich diese Genres vor allem durch ihren Gitarrensound aus.
Und so sehr auch die Wahl der richtigen Gitarre, des richtigen Tonabnehmers, der Verzerrung, der Modulation und der Verstärker-/Boxenkombination deinen Sound bestimmt, helfen dir die besten EQ-Pedale dabei, den Sound noch genauer einzustellen.
Grafisch vs. parametrisch
Wenn man sich umschaut, wird man vorrangig zwei Arten von EQ-Pedalen finden: grafische oder parametrische EQs. Ein grafisches EQ-Pedal verfügt meistens oft über 7 bis 10 Bänder, von denen jedes mit einem einzelnen Fader gedämpft oder angehoben werden kann. Diese sind, was EQ-Pedale betrifft, häufiger anzutreffen. Und ihr Vorteil liegt auf der Hand: Die Feinabstimmung des gewünschten Sounds ist intuitiv, 500 Hz mal schnell runter gezogen, Problem gelöst.
Ihr größter Nachteil ist, dass die Frequenzbänder fest vorgegeben sind. Wenn es dazwischen ein engeres Band gibt, das man absenken oder anheben möchte, hat man meist keine Möglichkeit.
Im Vergleich ist eben das einer der Vorteile eines parametrischen EQ-Pedals. Du kannst dich komplett auf ein zu resonantes Band konzentrieren, einen engen Q-Faktor einstellen und dann genau dieses dämpfen. Der größte Nachteil parametrischer EQs ist, dass du in vielen Fällen nur ein bis drei Bänder pro EQ-Pedal zur Verfügung hast.
Wie immer haben wir auch diese EQ-Pedale nur nach Preis sortiert.
Harley Benton MiniStomp 5-Band
Der Harley Benton MiniStomp 5-Band EQ ist ein kompakter, schnörkelloser 5-Band-Equalizer, der sich einen Platz unter den besten EQ-Pedalen für Gitarristen mit kleinem Budget verdient hat. Er bietet fünf Frequenzregler bei 100 Hz, 250 Hz, 630 Hz, 1,6 kHz und 4 kHz, die jeweils einen Pegelbereich von ±18 dB bieten. Dazu kommen ein Gain-Regler und True-Bypass. Wer eine simple, günstige Lösung zum Dämpfen von Bässen oder Anheben von Mitten sucht, wird mit diesem Pedal glücklich.
Ein klarer Vorteil des EQs ist sein ultrakompaktes Design, dank dessen es sich problemlos auch auf vollen Pedalboards unterbringen lässt. Du bekommst es bei Thomann*
Behringer EQ 700 und BEQ700
Behringer EQ700 und der BEQ700 sind ebenso preisgünstige Optionen, was EQ-Pedale betrifft. Sie sind ideal für Musiker, die mehr Kontrolle über ihren Sound wünschen, ohne dabei ihr Budget zu sprengen. Im Vergleich ist der EQ700 auf Gitarre zugeschnitten und kommt mit sieben Bändern im Bereich von 100 Hz bis 6,4 kHz.
Der BEQ700 ist dagegen auf Bass ausgelegt und deckt den Bereich von 50 Hz bis 10 kHz ab. Beide Pedale bieten je Band ±15 dB Anhebung oder Absenkung, True Bypass und flexible Stromversorgungsoptionen.
Welches der beiden EQ-Pedale für dich besser passt, hängt letztlich von deinem Instrument und deinen klanglichen Anforderungen ab.
Egal, ob du überresonante Sounds ausblenden, Rückkopplungen zähmen oder deinen Sound im Mix hervorheben möchtest, diese beiden Behringer-EQs sind praktische, zuverlässige und äußerst erschwingliche Lösungen dafür. Hol dir beide bei Thomann*.
Mooer Graphic G
Das Mooer Graphic G ist ein 5-Band-Grafik-EQ-Pedal. Es verfügt über Gain-Regler für fünf Frequenzbänder (100 Hz, 250 Hz, 630 Hz, 1,6 kHz, 4 kHz) mit jeweils ±18 dB Anhebung oder Absenkung sowie einen Master-Volume-Regler.
Ein großer Vorteil des Pedals ist seine kompakte Größe, was es perfekt für volle Pedalboards macht. Andererseits bedeutet die geringe Größe auch, dass die Regler dicht beieinander liegen. Feineinstellungen können da für Grobmotoriker etwas fummelig sein, auch können extreme Anhebungen oder Absenkungen nahe ±18 dB Rauschen verursachen oder den Headroom beeinträchtigen. Schau es dir bei Thomann* an.
Boss GE-7 und EQ-200
Der Boss GE-7 ist ein 7-Band-Grafik-Equalizer, der seit Jahrzehnten aus keinem Pedalboard wegzudenken ist. Seine sieben Regler (100 Hz, 200, 400, 800, 1,6 kHz, 3,2 kHz, 6,4 kHz) ermöglichen jeweils eine Anhebung oder Absenkung um ±15 dB, dazu ein Master-Pegelregler, mit dem du die Gesamtlautstärke verändern kannst. Das alles steckt in einem kompakten, äußerst robusten Pedal mit Buffered Bypass.
Der Boss EQ-200* spielt da in Sachen Flexibilität in einer anderen Liga. Er bietet zwei separate 10-Band-EQ-Kanäle, die in Stereo, parallel oder in Reihe geschaltet werden können, dazu drei wählbare Frequenzbereiche, Insert-Punkte für Effekte, sowie MIDI- und Expression-Steuerung. Mit seinen vier Presets ist er genau das Richtige für die Gitarristen, die umfassende Kontrolle und „Set-and-Forget“-Presets für den Live- oder Studioeinsatz suchen. Beide Pedale sind bei Thomann* erhältlich.
MXR Six Band und Ten Band
Das MXR Six Band gehört zu den schlankeren EQ-Pedalen. Mit sechs Reglern von 100 Hz bis 3,2 kHz deckt es die meisten für Gitarristen wichtigen Frequenzbereiche ab. Jeder Regler bietet eine Anhebung oder Absenkung von bis zu ±18 dB. True-Bypass, rauscharme Schaltung und ein robustes Aluminiumgehäuse machen dieses EQ-Pedal zu einem zuverlässigen Klangformer.
Im Vergleich bietet der MXR Ten Band* zehn Frequenzbänder von 31 Hz bis 16 kHz für präzisere Klangbearbeitung. Zwei Ausgänge, ein Gain-Regler, ein separater Lautstärkeregler und der 18-V-Betrieb sorgen für zusätzlichen Headroom und machen das Pedal zu einem vielseitigen Werkzeug sowohl für Gitarre als auch für Bass. Beide EQ-Pedale sind bei Thomann* erhältlich.
Source Audio EQ2
Vielseitiger und leistungsstärker geht es bei EQ-Pedalen kaum. Der Source Audio SA 270 EQ2 ist eine der flexibelsten Optionen in diesem Segment. Er bietet 10 vollständig einstellbare Bänder, Stereo-Ein- und ‑Ausgänge sowie die Möglichkeit, zwei EQ-Channels gleichzeitig zu betreiben.
Mit 128 Presets, vollständiger MIDI-Steuerung und einem Expression-Eingang zum Überblenden zwischen Presets ist das Pedal damit weit mehr als nur ein grafischer EQ. Der Bodentreter ist eine vollwertige Workstation zur Klangformung für Gitarre, Bass oder auch Synthesizer. Dazu ist ein gut ablesbares Display dabei und ein Tuner integriert. Der EQ2 ist bei Thomann* erhältlich.
Empress Effects ParaEQ MKII, Para EQ MKII Deluxe und Bass Para EQ
Während der EQ von Source Audio die ultimative Flexibilität bietet, liefert die Para-Serie von Empress Effects den besten Sound. Mit jedem dieser drei Pedale bekommt man hier quasi Studio-EQ-Sound auf sein Board. Der ParaEQ MKII ist Empress’ Neuauflage ihres klassischen parametrischen EQs. Er bietet drei parametrische Bänder mit jeweils ±15 dB Anhebung/Absenkung, wählbare Q-Breiten (breit, mittel, schmal) pro Band sowie einen zuschaltbaren Clean-Boost von bis zu +30 dB.
Die Deluxe-Version* baut auf dem MKII auf und bietet zusätzlich voll einstellbare Q-Regler (anstelle festen Presets), weitere Shelving-Filter (Low-Shelf, High-Shelf), sowie Hochpass- und Tiefpassfilter für noch präzisere Klangsteuerung.
Darüber hinaus sorgt das interne 27-V-Design für noch mehr Headroom, sodass man den Pegel aggressiv anheben oder Verzerrerstufen ansteuern kann, ohne harsches Clipping. Der Deluxe behält den parametrischen 3-Band-Kern und die Clean-Boost-Funktion bei, bietet aber höhere Präzision und mehr Filter.
Der Bass ParaEQ* ist dagegen speziell auf Bassisten und Instrumente mit tiefen Frequenzen zugeschnitten. Er verfügt wie sein Vorgänger über einen 3-Band-EQ mit einer Anhebung/Absenkung von ±15 dB pro Band, doch seine Filterbereiche sowie die Shelving-, Hoch- und Tiefpass-Funktionen sind für einen straffen Bassbereich optimiert.
Zu den besonderen Features gehören ein hochohmiger 10-MΩ-Eingang (ideal für Piezo- oder Kontrabass) und ein symmetrischer Ausgang für lange Kabelwege. Wie die Deluxe-Version bietet auch dieses Modell einen mächtigen 27-V-Headroom, wenn du richtig aufdrehen willst. Alle drei Pedale sind bei Thomann* erhältlich.
Fazit
Na, war bei diese Liste der besten EQ-Pedale schon eines dabei, was dich inspiriert hat? Oder schwörst du auf ein ganz anderes EQ-Pedal?
Schreib es uns in den Kommentaren!
FAQ: Die besten EQ-Pedale
Was bringt ein EQ-Pedal für die Gitarre?
Ein EQ-Pedal erlaubt die Kontrolle über die Frequenzen des Gitarrensignals. Damit man störende Bereiche abschwächen oder wichtige Frequenzen gezielt anheben.
Brauche ich ein EQ-Pedal?
Falls dein Gitarrensound zu matschig, schrill oder undefiniert klingt, ist ein EQ-Pedal oft die effektivste Lösung.
Wo gehört ein EQ-Pedal in die Signalkette?
Vor Zerrpedalen formt es den Grundsound (z. B. mehr Mitten für mehr Druck), nach der Zerrung lässt sich der fertige Sound feinjustieren.
Was ist der Unterschied zwischen Graphic und Parametric EQ?
Graphic EQs arbeiten mit festen Frequenzbändern und sind schnell und intuitiv. Parametric EQs erlauben präzisere Eingriffe, weil man Frequenz und Bandbreite genau einstellen kann.
Wie viele Bänder sollte ein EQ-Pedal haben?
Für einfache Eingriffe reichen 5–7 Bänder völlig aus. Wenn du gezielt problematische Frequenzen bearbeiten willst oder sehr genau arbeiten möchtest, sind 10-Band- oder parametrische EQs sinnvoll.
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