oeksound soothe3: Das meistgenutzte Mixing-Plugin der Welt bekommt ein komplettes Remake
Von Grund auf neu entwickelt, und klingt laut oeksound besser als je zuvor
Wer auch nur ein bisschen mit professionellem Mixing zu tun hat, kennt soothe2. Der Dynamic Resonance Suppressor von oeksound wurde 2020 zu einem der meistgenutzten Plugins weltweit und ist bis heute in unzähligen Mixes im Einsatz. Jetzt kommt soothe3, und oeksound hat das Plugin von Grund auf neu entwickelt: neuer Algorithmus, neue Funktionen, und nach Aussage der Entwickler schlicht transparenter und natürlich besser klingend. Jetzt verfügbar.
Alles zu oeksound soothe3
Warum soothe2 so erfolgreich wurde
soothe2 löste ein Problem, das vorher viel manuelle Arbeit erforderte: lästige Resonanzen in Aufnahmen, die sich mit statischen EQs nur mühsam in den Griff bekommen ließen. Das Plugin erkannte Problemfrequenzen in Echtzeit und reduzierte sie automatisch, nur dann und dort, wo es nötig war. Und das dynamisch. Stimmen, Gitarren, Drums, Busse, es funktionierte auf nahezu allem. Grammy-prämierte Engineers und Produzenten schworen darauf, und wer es einmal benutzte, wollte es kaum mehr aus dem Workflow herauslassen.
Genau das macht soothe3 jetzt zu einer interessanten Sache: Es ist keine kleine Verbesserung, sondern ein kompletter Neustart.
Was soothe3 konkret besser macht
Der Kern der Änderung ist der DSP-Algorithmus, der komplett neu entwickelt wurde. Laut oeksound-DSP-Architekt Tommi Gröhn war das Ziel, den charakteristischen soothe2-Sound beim Aufdrehen zu minimieren, während die Präzision beim Auflösen echter Resonanzen erhalten bleibt. soothe3 sei sich der tonalen Balance der Quelle stärker bewusst, arbeite selektiver und produziere weniger Nebeneffekte beim Beheben bestehender Probleme. Kurz: mehr Sweet Spot, weniger Fingerabdruck.
Soft- und Hard-Modus sind aus soothe2 bekannt, funktionieren in soothe3 aber deutlich unterschiedlicher. Soft arbeitet nahezu pegelunabhängig und eignet sich eher für klassische Resonanzbehandlung. Hard verhält sich Kompressor-ähnlicher und reagiert stärker auf den Eingangspegel. Beide Modi lassen sich gezielter einsetzen als bisher.

Neue Funktionen in Version 3
soothe3 bringt zudem einige Funktionen mit, die vorher nicht möglich waren. Der Low-Latency-Modus ist dabei besonders praktisch: Er erlaubt den Einsatz beim Tracking, damit Artists schon während der Aufnahme einen polierten Monitorsound hören, und es funktioniert ebenso im Live-Mixing-Kontext.
Neu ist außerdem der Mehrkanal-Support mit bis zu 9.1.6, was soothe3 für immersive Formate nutzbar macht. Für klassische Stereo-Arbeit zunächst irrelevant, aber für alle, die in Dolby Atmos oder ähnlichen Formaten arbeiten, ein echter Zugewinn.
Der Detail-Parameter fasst die bisherigen Sharpness- und Detail-Parameter aus soothe2 zu einem einzigen Regler zusammen. Ein sinnvoller Schritt für einen schnelleren Workflow. Das ausblendbare Seitenpanel enthält die bekannten Stereokontrollen sowie die neuen Parameter Tilt und Max Cut.
Preis und Verfügbarkeit
oeksound soothe3 ist ab sofort verfügbar und kostet 229 Euro (259 US-Dollar). Rent-to-own ist ebenso möglich. Das Upgrade von soothe2 schlägt mit 50 Euro (55 US-Dollar) zu Buche. Erhältlich direkt hier bei oeksound.
oeksound soothe3 geleakt: Was ist neu?
[20. März 2026] Vor einigen Tagen hat der italienische YouTuber und Musikproduzent CanovA die Beta-Version der kommenden oeksounds soothe3-Version geleakt (siehe reddit). Während einer Session zeigte er in seinem Livestream offenbar versehentlich die neue Oberfläche des beliebten Resonanzsuppressions-Plugins. Leider ging er nicht näher darauf ein. Was ist also neu?

Version 3 kommt (bald)!
Wie im Video des YouTubers für eine Sekunde zu sehen ist, wirkt die neue grafische Oberfläche von soothe3 aufgeräumter und moderner. Neben der neuen Positionierung einiger Funktionen sind auch einige neue Features zu erkennen. Es scheinen neue Charakter-Modi hinzugefügt worden zu sein. Hier sieht man lediglich „Transparent”. Auch ein Button „RT” ist zu sehen, der vermutlich eine Art Echtzeit-Modus aktiviert.
Ein weiteres neues Feld heißt „max cut”. Hier lässt sich vermutlich die maximale Grenze des Ducking-Effekts einstellen, durch die dieser beschnitten wird. Auch die einzelnen Frequenzpunkte wurden grafisch angepasst. Cuts werden nun länglicher dargestellt und nicht mehr als Kreis. Neben „detail“, „attack“ und „release“ befinden sich weitere Felder, die an einen einstellbaren Low- und High-Cut erinnern. Vielleicht kann man hier Transienten-Gruppen verschiedener Frequenzbereiche ausklammern.
Leider beruhen alle Aussagen in diesem Artikel vorerst auf Spekulationen, da es seitens des Herstellers noch keine offiziellen Aussagen zur kommenden Version des Plugins gibt. Wir halten euch natürlich weiterhin hier auf dem Laufenden!
