von  Andreas Cordes  | |  Lesezeit: 5 Min
Joe Bonamassa plaudert in einem aktuellen Interview aus dem Nähkästchen und erklärt, warum ein Equalizer so unverzichtbar ist.

Boss EQ-200  ·  Quelle: Boss

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Joe Bonamassa plaudert in diesem Interview aus dem Nähkästchen und erklärt, warum ein Equalizer so unverzichtbar ist und unser Verständnis für einen guten Gitarrensound schult. Ein EQ als Problemlöser und echtes Tool für einen optimalen Gitarrensound, immer und überall.

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Der Equalizer als unentbehrlicher Helfer

Warum klingt unsere Gitarre zu Hause absolut überzeugend und zufriedenstellend, beim Gig oder der nächsten Probe aber nicht mehr? Es ist das gleiche Setup. Alle Einstellungen sind identisch und trotzdem hat man das Gefühl, dass sich alles irgendwie verändert hat. Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal gemacht, auch Joe Bonamassa. Im unten eingefügten Video gibt er einen wertvollen Tipp, der auch mich wieder daran erinnert hat, wie wichtig ein Equalizer und seine Wirkung für einen guten Sound an jedem Ort ist.

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Der Kampf der Frequenzen

Das Problem sind die Frequenzen, die im heimischen Wohnzimmer alle im optimalen Mischungsverhältnis zueinander einen tollen Sound an unser Ohr bringen. Die Gitarre singt alleine im Raum, klingt fett in den Bässen, schön präsent und glasklar in den Mitten und Höhen.

Doch bei der abendlichen Bandprobe im Proberaum ändert sich dann alles. Die Gitarre setzt sich nicht mehr durch, der Sound ist unbefriedigend. Was ist passiert? Hier vermischen sich alle Frequenzen. Der fette Bass des Bassisten übertönt den fetten Sound der Gitarre. Die Becken und die Hi-Hat des Schlagzeugers überdecken fast die feinen, silbrigen Höhen deiner Stratocaster. Der freundliche Kampf der Frequenzen nimmt somit richtig Fahrt auf.

Viele professionelle Gitarristen wie Jakob Nebel (Hired Gun), mit dem ich ein interessantes Gespräch geführt habe, kennen dieses Problem nur zu gut. Daher nutzen viele Tour-Gitarristen gern digitale Amp-Lösungen, da diese ein präzises Eingreifen in die Frequenzen schnell ermöglichen.

Nun geht es sicher nicht darum, die verschiedenen Instrumente gegeneinander auszuspielen und einen Schuldigen zu finden. Die Erkenntnis ist eine andere. Im Bandgefüge sind andere Frequenzen notwendig und wichtiger, um einen guten und durchsetzungsfähigen Gesamtklang zu erreichen. Was im eigenen Wohnzimmer gilt, funktioniert woanders meistens nicht mehr.

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Die Empfehlung von Joe Bonamassa

Joe Bonamassa empfiehlt, sich dieser Frequenzen bewusst zu werden. Man muss wissen, welche Frequenzen für welche Probleme verantwortlich sind. Nur so kann man gezielt die Problemzonen identifizieren. Um zu lernen, welche Frequenz was genau macht, sollte sich jeder einen 31-Band Equalizer besorgen, die Frequenzen durchlaufen und hören, was sie machen.

Der für die Gitarre entscheidende Frequenzbereich liegt zwischen 350 Hz und 2,5 kHz. In diesem Bereich liegt die Lösung für fast alle Probleme mit dem Gitarrensound. Die Bassgitarre liegt darunter, zwischen 100 Hz und 250 Hz. Je nach Musikrichtung vielleicht auch noch etwas tiefer. So geht es weiter mit allen anderen Instrumenten innerhalb einer Band. 

  • Joe Bonamassa plaudert in einem aktuellen Interview aus dem Nähkästchen und erklärt, warum ein Equalizer so unverzichtbar ist.
  • Joe Bonamassa plaudert in einem aktuellen Interview aus dem Nähkästchen und erklärt, warum ein Equalizer so unverzichtbar ist.
  • Joe Bonamassa plaudert in einem aktuellen Interview aus dem Nähkästchen und erklärt, warum ein Equalizer so unverzichtbar ist.

31-Band und EQ im Pedalformat

Wer das gesamte Frequenzspektrum untersuchen und bearbeiten möchte, kommt an einem 31-Band EQ nicht vorbei. Er liefert den größten Erkenntnisgewinn und empfiehlt sich als lehrreiches und hilfreiches Werkzeug. Aber auch die kleineren Vertreter im Pedalformat machen ihre Sache mehr als gut. Im Folgenden haben wir einige Pedale für euch aufgelistet. Ihr solltet je nach Bedarf das Richtige finden. 

Hoffentlich hat euch diese kurze Zusammenfassung zum Thema etwas weitergeholfen und neugierig gemacht. Ein EQ kann auch nur als Booster dienen oder um verschiedene Gitarren klanglich anzupassen. Die Einsatzmöglichkeiten sind also vielfältig. Mein Kollege Julian Schmauch schreibt hier über die 7 besten EQ-Pedale für jedes Budget.

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FAQ zur Bedeutung von Equalizern für Gitarristen

1. Warum ist ein Equalizer für Gitarristen wichtig?  

Ein Equalizer hilft, den Klang der Gitarre anzupassen und verbessert das Verständnis für den idealen Gitarrensound, insbesondere in unterschiedlichen akustischen Umgebungen.

2. Was kann das Klangproblem während eines Gigs oder einer Probe verursachen?  

Frequenzen von anderen Instrumenten, wie Bass und Schlagzeug, können den Gitarrensound überdecken, was in einer anderen Umgebung als zu Hause zu einem unbefriedigenden Klang führt.

3. Welche Frequenzen sind für den Gitarrensound entscheidend?  

Der für die Gitarre wichtige Frequenzbereich liegt zwischen 350 Hz und 2,5 kHz, wo viele klangliche Probleme gelöst werden können.

4. Was empfiehlt Joe Bonamassa, um mit Frequenzproblemen umzugehen?  

Er empfiehlt, sich der Frequenzen bewusst zu werden und sie mit einem 31-Band Equalizer zu untersuchen, um gezielt Problemzonen im Sound zu identifizieren.

5. Wie kann ein Equalizer eingesetzt werden?  

Ein Equalizer kann nicht nur den Klang anpassen und Probleme lösen, sondern auch als Booster dienen oder verschiedene Gitarren klanglich anpassen, wodurch seine Einsatzmöglichkeiten vielfältig sind.

*Hinweis: Dieser Artikel über „Joe Bonamassa hat einen wertvollen Tipp für Gitarristen„, enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!

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