TRX-12: Diese neue Tracker-DAW für Mac und PC kostet nur 30 Dollar – eine Alternative zu Renoise?
Die neue Alternative zu Renoise oder deiner Lieblings-DAW?
Electronisounds präsentiert mit TRX-12 eine neue Software, die sich DAW im Stil eines Trackers entpuppt. Also diese eigenwillige Mischung aus Sequencer und Sampler, die lange vor dem Entstehen von „richtigen“ DAWs die Welt von Commodore C64 und Amiga, ATARI ST oder MS-DOS beherrschte. TRX-12 ist jetzt für Windows und macOS für einen Preis von gerade mal 29,99 US-Dollar erhältlich.
Alle Infos zu Electronisounds TRX-12:
TRX-12: Tracker für Windows und macOS
Der Look von TRX-12 erinnert viele vielleicht an eine graue Exel-Tabelle voller Zahlen, bei richtigen Nerds schlägt bei diesem Anblick aber bestimmt das Herz höher, denn diese neue „Tracker-DAW“ wirkt trotz der nüchternen Optik durchaus interessant.

Tracker schätzen nicht wenige für ihr besonderes Design und den extrem zielgerichteten Workflow. Patterns und Songs werden mit wenigen Tastatureingaben von oben nach unten abgearbeitet, die für einige kryptisch wirkenden Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen erfüllen ohne Schnickschnack ihre musikalische Zweckmäßigkeit.
Heute erleben Tracker unter den „Eingeweihten“ ein Revival und werden sogar als coole Standalone-Hardware angeboten. Polyend Tracker gehört hier vermutlich zu den heute bekanntesten Vertretern, speziell die tragbare Mini-Version ist nicht nur ein Hingucker. Aber auch Xiphonics picoTracker Advance oder Dirtywave M8 haben ihre Fans.
TRX-12 hingegen ist ganz oldschool auf einen Computer angewiesen, der in diesem Fall mit Windows oder macOS ausgerüstet sein muss. Wie viele Tracker, steht das Abspielen von Samples im Mittelpunkt, gleichzeitig betont der Hersteller Electronisounds aber, dass es sich nicht einfach nur um einen weiteren Sample-Player mit einem „Grid“ handelt.
Ein paar neue Ideen für Tracker
Um sich etwas abzuheben, stecken in TRX-12 ein paar originelle Ideen. 31 Step-Kommandos ermöglichen zum Beispiel Akkorde, Strumming-Effekte, Ratches, Probability-Funktionen, Glides und weitere Tricks für einen einzelnen Step.
So lassen sich zum Beispiel Akkorde in einer einzelnen Spur umsetzen, von denen es übrigens insgesamt zwölf in TRX-12 gibt. Ebenso sollen verschiedene Drum-Sounds auf eine einzelne Spur passen. Multi-Sample-Playback-Instrumente gehören ebenfalls zu der Ausstattung, diese verfügen sogar über ein integriertes Trance-Gate.
Round-Robin-Playback bringt Realismus ins Spiel – dabei werden quasi auf Wunsch mehrere Versionen eines Samples abwechselnd gespielt, um für mehr Variationen zu sorgen. Melodien sollen über Evolve- und Mutate-Funktionen lebendig werden und dabei fest in einer zugeordneten Skala bleiben.

Samples, Synthesizer-Sounds, Sequenzen und sogar Slices lassen sich per Randomizer zufällig bearbeiten. Und zudem gibt es auch die Möglichkeit, jederzeit mit Resampling neue Sounds entstehen zu lassen.
Das wird hier mit einem Mixer inklusive FX-Sends, Sidechain-Ducking, einem zum Tempo synchronisierten Ping-Pong-Delay, Convolution-Reverb, einem DJ-Filter und einer Mastering-Chain garniert. Songs lassen sich komplett oder auch als einzelne Stems exportieren.
Viel Inhalt
Neben 50 Sample-basierten Instrument-Slots stehen mit PRIZM, VENOM und EURO auch drei polyphone Synthesizer-Engines zur Verfügung, dazu kommen ein Multi-Sample-Synth und zwei Slicer-Tracks mit bis zu 64 Sample-Slices.
Der Tracker wird direkt mit über 4000 Samples (etwas über 5 GB Umfang), über 450 Presets, 200 Sequencer-Presets, über 850 MIDI-Files (für Melodien) und 563 Synthesizer-Wellenformen ausgeliefert.

Das klingt nach recht viel Umfang – bei dem ansprechenden Preis wird man da doch neugierig, ob dies eine Alternative zu Renoise sein kann. Für mich persönlich bleibt Renoise wohlgemerkt ganz klar der Gewinner, denn hier sieht alles nicht nur schicker aus, sondern ich kann auch externe Plugins benutzen.
Dean Daughters von Electronisounds erklärt übrigens bereits am Anfang der Anleitung, dass diese Software komplett mit Hilfe von KI-Tools entwickelt wurde. Eine Info, die hier nicht verschwiegen wird, denn es gibt durchaus einige Leute, bei denen Vibe-Coding einen faden Beigeschmack hinterlässt. Sämtliche enthaltene Sounds sind aber „handgemacht“, der Hersteller ist nämlich primär als Entwickler von Samples und Sound-Packs bekannt.
Verfügbarkeit und Preis
TRX-12 läuft auf Windows 10/11 sowie macOS 11 (oder neuer). 29,99 US-Dollar kostet die Software.
Weitere Infos
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