Der Gitarrensound von Metallica: „Master of Puppets“ mit Plugins, Budget-Setup oder Studio Gear
Welches Equipment ist nötig für den Sound von James Hetfield und Kirk Hammett?
Wie geht der Gitarrensound von Metallica? Das dürften sich vor allem in den letzten Wochen ziemlich viele Fans der Metal-Stadionband gefragt haben. Denn gerade erst spielten sie drei gigantische Stadionshows in Frankfurt in Berlin. Was also braucht man an Plugins oder Gear, um dem Sound von „Master of Puppets“ näherzukommen?
Alles zum Gitarrensound von Metallica
Wie „Master of Puppets“ entstand
1985, Metallica stehen an einem Scheideweg. Die Band aus San Francisco hatte sich mit ihren ersten beiden Alben Kill ‚em all und Ride the Lightning einen gewissen Respekt in der Szene erspielt, so richtig ernst nahmen viele Thrash-Anhänger die Band zu diesem Zeitpunkt aber nicht. Dieser Name? Und diese teilweise doch sehr stumpfe Geballer, so wenig dynamisch, wenig filigran?
Zwar blitzten auf Ride the Lightning hier und da ein Songwriting und eine Stimmung auf, die zeigten, dass die Band mehr konnte. Dafür aber mussten Songs her, die das auch zeigten. Und eine Haltung, die absolut kompromisslos war, was die musikalische Ausrichtung betraf. Und genau das gelang James Hetfield, Kirk Hammett, Cliff Burton (RIP) und Lars Ulrich auf „Master of Puppets“.
In fünf Monaten schrieb man das Material und nahm es dann erneut mit Flemming Rasmussen als Produzent in Kopenhagen in nur acht Wochen auf. Dass „Master of Puppets“ der titelgebende Song werden sollte, stand früh fest. Das über acht Minuten lange Monster fing die gleißende Kreativität und die düstere Paranoia, die sich durch das ganze Album zog, perfekt ein.
Mit dem Strippenzieher oder Puppenspieler (deutsch für Master of Puppets) als Symbol für Gesellschaftskritik, aber auch für die zu der Zeit in San Francisco grassierende Heroin-Sucht, schafften Hetfield und Mannen ein finsteres Epos, das bis heute als einer der besten Songs der Band gilt. Und für nicht wenige auf der Suche nach dem Gitarrensound von Metallica ist „Master of Puppets“ der Einstieg.
Der Gitarrensound von Metallica: Das Equipment auf „Master of Puppets“
Darf man diesem Bericht von Henry Yates bei den Kollegen von MusicRadar von 2016 Glauben schenken, landen wir, was den „Guitar Tone“ betrifft, wie so oft in dieser Serie vor allem bei den Amps. Auch Hammett und vor allem Hetfield waren nicht unbedingt Fans von Pedalen. Der Gitarrensound von Metallica kam aus ihren Fingern und den Verstärkern.
Während der Aufnahmen soll Hetfield vornehmlich seine weiße Gibson Explorer gespielt haben, und zwar durch einen besonderen Amp-Hybrid: Hierbei handelte es sich um eine Mischung aus einem als Preamp umgebauten Mesa/Boogie Mark II C+ und einer 100-Watt-Marshall-Endstufe durch 4×12-Cabs.
Hammett war Pedalen gegenüber nicht ganz so abgeneigt, er nutzte auf „Master of Puppets“ ein Cry Baby und einen Tube Screamer durch die gleiche Amp-Kombination. Bei den Gitarren soll Kirk teilweise eine ’74 oder ’78 Gibson Flying V, teilweise eine Strat von Fernandes mit Floyd Rose Bridge gespielt haben.
Der Gitarrensound von Metallica mit Plugins
Gitarre, Kabel, DAW und Audiointerface wie immer vorausgesetzt, gibt es hier mehrere Möglichkeiten. Wenig überraschend findet man auf Tone3000 NAM-Captures die Amp-Kombination. Das wäre eine kostenlose Variante, bei der es allerdings etwas komplizierter wird, will man auch Hammett’s Solo-Sound samt Pedalen erzeugen. Denn liegt es in der Natur von NAM-Captures wie bei allen Amp-Profiles, dass hier eben nur genau eine Einstellung ge-profiled wurde.
Etwas flexibler fährt man da zum Beispiel mit der Kombination aus dem Softube Amp Room* und Neural DSP’s Mesa Boogie Mark IIC+ Suite. Auch gibt es für IK Multimedia ToneX* von einem Drittanbieter das „Kirk & James Pack“, in dem gleich vier Varianten des Gitarrensounds von „Master of Puppets“ als Captures dabei sind.
Der Gitarrensound von Metallica mit Budget-Equipment
Mächtiger Metalsound muss nicht teuer sein! Nicht gibt es sehr günstige Einsteigergitarren, die den erwähnten Achtziger-Metal-Gitarren sehr nahekommen, auch für die Amps und Pedale gibt es günstige Varianten. Beispielsweise kann man die oben erwähnten Presets für ToneX genauso auch im ToneX-Pedal* oder ToneX One laden.
Dazu lohnt es sich bei Preset-Communities von Amp-Serien wie Boss Katana zu stöbern. Auch gibt es dezidierte „Master of Puppets“-Preset zum Download, da reicht also auch schon günstiges Katana-Modell*. Und was Tube Screamer und Cry Baby betrifft, hier gibt es Mini-Versionen*, die auch zu günstigen Preisen* bereits in die Nähe von Kirk’s Solo-Sound kommen.
Studio-Gear für den Gitarrensound von Metallica
Wollt ihr in die Vollen gehen, für den Gitarrensound von Metallica richtig Asche hinlegen, dann gibt es da natürlich neben den eingangs erwähnten Gitarren einige Hochkaräter. Da wäre natürlich als Erstes der kürzlich erschienene Reissue* des Mesa Boogie Mark IIC+, kombiniert mit einem Marshall JCM 800*.
Bei Tube Screamer und Cry Baby ist nicht genau überliefert, welche Ausführungen Hammett spielte. Aber gehen wir bei 1985 mal bei TS von einem TS9* aus, beim Cry Baby nehmen wir direkt das Signature-Modell* von Hammett.
Fazit
Nach Deep Purple war diese Folge über den Gitarrensound von Metallica die zweite über einen Klassiker, weniger über einen modernen „Guitar Tone“. Wie erreicht ihr ihn? Welche Amps, Gitarren und Pedale genügen euch als Kombination für den Sound von Hetfield und Hammett?
Schreibt es uns in die Kommentare!
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Widgets und Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!