Cherry Audio Pentaphonic Synthesizer: Der seltene „Plexiglas-Synth“ als Plugin für deine DAW!
Cherry Audio ist bekannt dafür, sich auch mal an Emulationen extrem seltener Vintage-Synthesizer zu wagen. Jetzt präsentieren die Entwickler den Pentaphonic Synthesizer – eine Plugin-Version der gleichnamigen Rarität aus dem Jahr 1981.
Cherry Audio Pentaphonic Synthesizer
Beim Stichwort „polyphoner Analogsynthesizer“ denkt man natürlich zuerst an die üblichen Verdächtigen: Jupiter, Juno, Oberheim, Prophet und so weiter. Aber die Synthesizergeschichte hält auch einige Überraschungen bereit: seltene Instrumente, die auch unter Nerds längst nicht jeder auf dem Zettel hat. Deshalb sind sie aber natürlich nicht weniger interessant – eher im Gegenteil!
Mit dem Cherry Audio Pentaphonic Synthesizer kannst du dir jetzt eine dieser Raritäten als Plugin in deine DAW holen. Das Original, das von den Brüdern Bob und Al Gleeman in einer Garage im Silicon Valley entwickelt und zusammengebaut wurde, zählt zu den seltensten Synthesizern überhaupt. Nur rund 50 Exemplare sollen hergestellt worden sein; dann wurde der Gleeman Pentaphonic wie viele seiner Zeitgenossen vom Digitalzeitalter hinweggerafft.

Intel inside
Dabei war der Synthesizer ziemlich innovativ. Ganz im Geiste des damaligen Computer-Booms in der kalifornischen Nachbarschaft hatten die Gleeman-Brüder den fünfstimmigen Analogsynthesizer mit zwei Intel-Mikroprozessoren ausgestattet, die sich um die Stimmstabilität der DCOs kümmerten. So hielt der Synthesizer auch unter grellem Bühnenlicht zuverlässig seine Stimmung.
Diese hybride Struktur (analoge Oszillatoren und Curtis-Filter, digitale Steuerung) hat Cherry Audio für das neue Pentaphonic-Plugin präzise nachgebildet. Wie gewohnt haben es sich die Entwickler aber nicht nehmen lassen, die Software-Version mit vielen zusätzlichen Features auszustatten, die man beim Original vergeblich sucht.

Wie das Vorbild bietet der Software-Synthesizer drei Oszillatoren pro Stimme. Die Polyphonie wurde jedoch erweitert und beträgt nun 16 Stimmen. Auch ein Unison-Modus steht zur Verfügung. Dem Original hat das Plugin außerdem PWM, einen Rauschgenerator, Oscillator Sync und einen zweiten LFO voraus. Das Filter wurde um einen zusätzlichen 2-Pol-Modus und Keytracking ergänzt.
Darüber hinaus hat Cherry Audio dem Pentaphonic Synthesizer neue Ausdrucks- und Modulationsmöglichkeiten spendiert. Der Software-Synthesizer versteht Velocity und Aftertouch (Channel und polyphon). 14 Parameter lassen sich modulieren. Ebenfalls neu sind ein Arpeggiator, ein polyphoner Step-Sequencer und 22 integrierte Effekte.
Der Gleeman Pentaphonic ist nicht nur wegen seiner Seltenheit und seiner innovativen Technik bekannt, sondern auch und vor allem wegen seines unverwechselbaren Designs. Während die ersten Exemplare noch schwarz waren, steckte der spätere Pentaphonic Clear in einem auffälligen, durchsichtigen Acrylgehäuse, durch das man ins Innere des Instruments blicken konnte. Selbst die Potiknöpfe waren aus Plexiglas gefertigt. Optional war sogar eine Beleuchtung erhältlich, die die Platinen noch besser in Szene setzte. Auch das Design hat Cherry Audio liebevoll umgesetzt: Beim Plugin kannst du aus drei Skins auswählen, die die verschiedenen Designs des Vorbilds widerspiegeln.
Preise und Daten zum Plugin
Der Cherry Audio Pentaphonic Synthesizer ist jetzt bei Thomann* für 59,- € erhältlich.
Der Software-Synthesizer läuft unter macOS 10.13 oder höher und Windows 7 oder höher in den Formaten VST, VST3, AU, AAX und Standalone.
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