BAX EQ Plugin: Dangerous Music bringt seinen legendären Mastering-EQ endlich als Plugin
Zertifiziert vom Original-Entwickler Chris Muth persönlich, entwickelt mit Acustica Audio
Dangerous Music hat mit dem BAX EQ Plugin die Software-Version seines gefeierten Mastering-EQs veröffentlicht. Direkt mit an Bord bei der Entwicklung: Mastering-Designer Chris Muth, der Kopf hinter der Original-Hardware. Das Plugin wurde gegen aktuelle BAX-EQ-Hardware gemessen und verglichen und ist das einzige von Dangerous Music selbst zertifizierte BAX-EQ-Plugin überhaupt.
Dangerous Music BAX EQ Plugin: Alle Infos zum neuen Software-Pendant der Kult-Hardware
BAX EQ: Fast zwei Jahrzehnte Mastering-Vertrauen
Seit knapp 20 Jahren gehört der BAX EQ zu den festen Größen im Mastering, ein Gerät, dem Engineers weltweit vertrauen, wenn es um breite, intuitive Klangformung geht. Seine Shelf-Filter und phasenkohärenten Cut-Filter helfen dabei, dem Bassbereich Autorität zu verleihen, die Höhen zu öffnen, die Frequenzextreme sauber zu halten und das Gesamtbild zusammenzuführen, ohne dass der Track dabei nach starker Bearbeitung klingt. Genau dieses Gerät steht bis heute bei Thomann* als 19-Zoll-Hardware zur Verfügung, ergänzt seit diesem Jahr um das kompaktere 500-Series-Modul BAX500*.
Fortschritte bei Plugin-Processing, Sampling und Signalerfassung gaben dem Team laut Dangerous-Music-Präsident marek stycos den Anlass, das Software-Projekt komplett neu anzugehen. Sein Ziel: mehr von der Tiefe, Klarheit und dem Ansprechverhalten der analogen Hardware ins Plugin zu retten, als es 2013 mit der ersten Software-Version möglich war.
Wie die Zertifizierung tatsächlich abläuft
Die Entwicklung startete mit einer aus der Produktion gezogenen BAX-EQ-Hardware-Einheit für das Software-Team. Muth und stycos verglichen die Software fortlaufend mit ihren eigenen Einheiten und brachten das Gehörte direkt mit messbaren Unterschieden im Ansprechverhalten und Filterverhalten in Verbindung.
Über vier größere Revisionen hinweg stellte Dangerous Music eine zweite Produktions-Hardware-Einheit zur Verfügung, prüfte Messkurven und schickte die eigenen Mastering-Wandler CONVERT-AD+ und CONVERT-2 an das Entwicklungsteam für die Impulsantwort-Erfassung. Der Prozess lief so lange weiter, bis das Original-Hardware-Team den Klang tatsächlich absegnete. „Zertifizierung bedeutet, dass die Leute, die die Hardware entworfen haben und noch heute bauen, das Hören, Messen, Vergleichen und die finale Freigabe übernommen haben. Chris und ich haben erst unterschrieben, als es wirklich passte“, so stycos.
Praxis: Wo der BAX-Sound im Mix wirklich zieht
In der Praxis zeigt sich der BAX-Charakter besonders deutlich an drei Stellen. Auf Kick und Bass sorgt der breite Low-Shelf für zusätzliche Resonanz, Autorität und Wärme, ohne dass der Bassbereich dabei künstlich aufgeblasen wirkt, genau der Effekt, den viele Mastering-Engineers am Original schätzen. Bei Vocals, Pads und Streichern öffnet der High-Shelf die Höhen mit einer glatten, luftigen Anhebung, statt harsch zu klingen, wie es bei vielen digitalen EQs sonst schnell passiert.
Auf dem Mix-Bus oder in der Mastering-Kette hilft die Kombination aus Shelfs und phasenkohärenten Cut-Filtern dabei, das Gesamtbild zu verschmelzen, ohne dass der Track nach starker Bearbeitung klingt, ein Effekt, der sich schwer in Zahlen fassen lässt, aber im direkten A/B-Vergleich sofort auffällt. Wer Mid-Side-Bearbeitung braucht, findet dafür einen eigenen Modus, ebenso wie unabhängige Kontrolle über links und rechts, praktisch für Stereo-Korrekturen, die über die reine Center/Side-Balance hinausgehen. Sehr cool!
Fazit
Ein Plugin, das nicht nur behauptet, wie sein Hardware-Vorbild zu klingen, sondern dessen Klang tatsächlich vom Original-Entwickler persönlich abgesegnet wurde, ist in der Plugin-Welt keine Selbstverständlichkeit. Gerade der aufwendige Zertifizierungsprozess über vier Revisionen hinweg spricht dafür, dass hier nicht einfach nur ein bisschen Sättigung über einen Standard-EQ gelegt wurde. Für alle, die den BAX-Sound aus dem Mastering kennen und lieben, aber bislang keine 19-Zoll-Hardware im Rack hatten (oder es sich einfach nicht leisten können), ist das definitiv einen Blick wert.
Preis und Verfügbarkeit des Dangerous Music BAX EQ Plugins
Dangerous Music BAX EQ Plugin kostet 179 US-Dollar und ist ab sofort über Acustica Audio als VST3, AAX und AU für macOS und Windows erhältlich. Eine voll funktionsfähige 30-Tage-Testversion steht ebenfalls zur Verfügung. Wer eher auf analog und Hardware steht, sollte hier bei Thomann* zuschlagen oder hier in die 500er-Version* investieren.
Weitere Informationen
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