Art DSP Canvas: Wird Musik in Zukunft nur noch mit bunten Blobs abgemischt?
Eine neue Art zu mixen?
Art DSP Canvas soll eine neue Zeitrechnung für das Abmischen von Musik einläuten. Über mehrere Jahre hat das Herstellerteam an dieser Software gearbeitet, jetzt kannst du das erste Ergebnis nicht nur sehen, sondern auch direkt ausprobieren.
Alles über Art DSP Canvas:
Art DSP Canvas: Neuartiges Plugin für Mixing
Ohne Zweifel macht schon ein Blick auf Art DSP Canvas neugierig. Ohne jeglichen Kontext lässt sich schwer einordnen, worum es hier geht. Das neue Plugin verwandelt deinen Mix in eine Art virtuelle Bühne, bei der einzelne Spuren als farbige „Blobs“ erscheinen.
Per Drag-and-drop ziehst du die einzelnen Elemente des Mixes in diese „Soundstage“, die dann automatisch analysiert und platziert werden. Und dort bleiben sie nicht nur statisch stehen, sondern bewegen sich mit der Musik. Klingt irgendwie etwas verrückt, oder?
Art DSP Canvas soll eine neue Art zu Mixen einläuten und beschreibt es folgendermaßen: Die Vocals klingen zu dumpf? Zieh sie einfach etwas heller. Die Gitarren drängen sich zu sehr in die Mitte? Bewege sie nach außen. Der Bass ist zu laut und zu weit vorne? Bring ihn nach hinten.
Jede Bewegung entspricht sozusagen einer echten Mix-Entscheidung, die du sonst mit Fadern, Panoramareglern, EQs und weiteren Effekten vornehmen würdest. Hier verschiebst du die Elemente so lange, bis es richtig klingt – und das Canvas Plugin zeigt dir dabei in Echtzeit, was tatsächlich im Mix passiert. Für die Feinarbeit steht aber auch ein integrierter EQ-Editor zur Verfügung – so ganz ohne klassische Tools geht es wohl doch nicht.

Spectral Sidechaining und komplett automatisches Abmischen
Ein paar Tricks hat die Software zusätzlich auf Lager: Dazu zählt integriertes Spectral Sidechaining, das automatisch Platz schafft, wenn sich zwei Signale im selben Frequenzbereich gegenseitig verdecken.
Mit Full Mix Presets kannst du praktisch alle Fader auf Null setzen, Canvas den kompletten Mix analysieren lassen und anschließend mit einem Klick einen neuen Mix erzeugen. Zudem gibt’s einzelne Presets für die verschiedenen Blobs – die unterschiedliche Instrumente repräsentieren.
Das klingt ziemlich ambitioniert – ich bin gespannt, wie gut das in der Praxis funktioniert. Der Hersteller verspricht, mit jedem Update neue Funktionen hinzuzufügen, die sich auch an dem Workflow und den Wünschen der User orientieren. Die Entwickler sagen jedenfalls, dass sie von dieser Art des Abmischens schon seit Jahren träumen.
Wer neu in das Thema Mixing einsteigt oder mit der bisherigen Arbeitsweise nicht weiterkommt, könnte vielleicht hier die perfekte Lösung finden. Eine kostenlose Demoversion lädt dazu ein, es einfach mal selbst auszuprobieren.
Verfügbarkeit und Preis
Art DSP Canvas läuft als VST3 und AU auf macOS (12.0 oder neuer) sowie Windows (10 oder neuer). Eine AAX-Version des Plugins soll folgen. 100 MB beansprucht die Software für die Installation, der Rechner sollte mindestens 4 GB RAM bieten.
Bis zum 20. August 2026 bekommst du das Plugin für 79 US-Dollar (statt 99 US-Dollar). Rent-to-own ist ebenfalls möglich, dann bezahlst du für sechs Monate je 16,50 US-Dollar pro Monat. Eine kostenlose Demoversion steht zum Download bereit, diese funktioniert für 14 Tage ohne Einschränkungen.
Weitere Infos
Art Of Mixing Video von David Gibson
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