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Stretch Live + Music Thing Modular Computer IRCAM

Stretch Live + Music Thing Modular Computer IRCAM  ·  Quelle: Ircam / Music Thing Modular

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Guten Tag, wir möchten bitte über Samples sprechen. Zum Samples verbiegen – was gibt es denn da eigentlich alles? Natürlich existieren granulare oder auch spektrale Methoden und das gute alte Time-Stretching. Aber es gibt noch eine Menge anderer Ansätze aus „Ecken“, in denen vielleicht nicht jeder sucht. Nicht nur nach der Superbooth, sondern generell. Außerdem gibt es „Neues“ von Wolfgang Palm und etwas über einen Sprach-Synthesizer für „alle“, der eigentlich Teil eines Modularsystems ist.

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IRCAM Stretch Life und Psycho Filter

Sicher kennst du auch schon einiges aus dieser eigentlich alten Trickkiste des Stretchings. Nicht unbekannt dürfte der krasse Time Stretch aus dem Akai S-1000 Sampler sein, den Fatboy Slim bei „Rockefeller Skank“ verwendet hat. Das ist der Track mit dem „Funk Soul Brother“ Sample. Das wirkt gefühlt wie vor 100 Jahren, tatsächlich sind es aber nur 28.

Akai hatte sehr viele Stretch Varianten, und genau die wurden hier eingesetzt. Damals war das echte Hochtechnologie. 1998 ist eben nicht 2026. Die Artefakte waren teilweise gewollt oder vielleicht doch nicht? Sie bringen jedenfalls Charakter. Aber wie und wo könnten wir das heute hören…

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„Jetzt“, seit etwa zwei Monaten, hat das IRCAM Institut neue Versionen zur spektralen Bearbeitung gezeigt. Sie bieten schon sehr lange Bundles von Audio-Tools an, die schnörkellos aussehen. Das mag etwas „nerdiger“ sein als das, was etwa mit Ableton Live und den Warp-Markern möglich ist, aber es besitzt eine andere Ästhetik. Dagegen wirken viele andere Angebote fast verspielt.

Hier siehst du das Stretch Life Tool, das Teil des IRCAM-Bundles ist. IRCAM ist ein französisches, eher akademisches Konglomerat aus Leuten, die coden, entwickeln, forschen und mit Klängen arbeiten. Vieles wird dir bekannt vorkommen, aber die Ansicht und die Idee dahinter sind anders. Das sieht folgendermaßen aus:

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Als weitere Idee gibt es ebenfalls auf der spektralen Ebene das Psycho Filter. Hier kannst du mithilfe der Spektral-Anzeige Zonen einzeichnen, die „gefiltert“ werden. Am einfachsten funktioniert das anhand eines simplen Dauerton-Beispiels. Technisch entspricht das grob einem sehr genau einstellbaren Bandpass, der bestimmte Segmente aus dem Sound herausnehmen kann. Das Ergebnis kann einen „dauerhaften Klang“ deutlich spannender machen. Das klingt so:

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Andrew Huang hat sie ebenfalls gefunden und erklärt. So versteht man das sofort mit schnellen, wenigen Worten und passenden Sounds. Offenbar hat er die Tools gerade erst bekommen…

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Wolfgang Palm Waveterm

Wolfgang Palm ist der Erfinder des PPG Wave 2.3 und der Wavetables. Er hat kürzlich von einem „User“ einen Rack-Umbau seines Wave 2.3 erhalten. Heute entwickelt er selbst nicht mehr weiter. Leider wird auch der geliebte WaveGenerator nicht mehr gepflegt. Dadurch sind die Apps auf dem iPad faktisch zum Tode verurteilt.

Er hat jedoch ein Prinzip entwickelt, das ursprünglich komplexeste Filterverläufe und „Samples“ mit digitaler Anmutung trotz wenig Speicher und geringer Rechenleistung geschickt nutzbar machte. Damals lief das auf teuren Mainframe-Systemen. Heute läuft so etwas nebenbei auf einem Raspberry Pi oder ähnlichen Kleincomputern.

Er selbst hat von Klaus Michael Indlekofer eine Software erhalten, die mithilfe eines Interfaces namens CommBusTerm seinen „alten“ Waveterm ersetzen kann. Das arbeitet mit einem Raspberry Pi 4 oder 5, um mit dem alten Anschluss des PPG zu kommunizieren und die Daten vom Mac dort unterzubringen.

CommBusTerm - von Michael Indlekofer
Quelle: Michael Indlekofer

Alternativ gibt und gab es von Hermann Seib das Waveterm C Projekt, das bereits älteren Datums ist und auf altes Windows beziehungsweise DOS beschränkt bleibt. Soweit bekannt, wird daran nicht mehr weiterentwickelt.

Dies ist technisch eine spannende Aktion, sowohl der Rack-Umbau als auch das Ersetzen des klassischen Waveterms. Dennoch wird daraus kein Produkt von Wolfgang Palm entstehen. Das ist eher etwas, womit er sich als Privatmann beschäftigen und worüber er sich freuen darf. Verdient. Zudem gibt es heute dermaßen viele Wavetable-Synthesizer, dass die Konkurrenz aus dem „Ur-Hause“ durchaus schwierig wäre, selbst für ihn. Es wird also kein Grundstein für ein Palm-Wavetable-Revival werden.

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Dennoch war Palms Ansatz mit dem WaveGenerator wirklich wunderbar, da dort der Workflow und die Erstellung mittels Touch-iPad-Steuerung und 256 Waves deutlich vereinfacht wurden. Fantastisch! Und aktuell noch immer eine der aufwendigsten und konsequentesten Wavetable-Lösungen, die erhältlich sind. Harte Konkurrenz besteht sicher durch den 3rd Wave. Hier ist sein Video, das sich selbst erklärt…

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Music Thing Modular – Sprache aus dem Modular

Das Music Thing Modular Workshop System ist ein schräges, aber nicht uninteressantes Modulsystem. Es wurde für den Selbstbau entwickelt und als „vollständig“ konzipiert. Tatsächlich klingt es ungewöhnlich und charaktervoll. Es folgt einer der bevorzugten Ideen, nämlich klein, kompakt und sinnvoll gewählt zu sein.

Beim Thema Sprache konzentriert sich alles auf den „Computer“ auf der linken Seite. Genauer gesagt auf das Computer-Modul. Es wird mit „Cards“ gefüttert. Neben der Genugtuung, endlich das Wort „Computer füttern“ aus den Siebzigern noch einmal nutzen zu können, ist das auch eine tolle Lösung für eine funktionierende Community.

Es gibt Effekte und offene Software, und eine davon ist eine Sprachausgabe. Alternativ ist, wie im Video als Demo zu sehen, auch ein Effektgerät spezieller Art eine denkbare Möglichkeit der Nutzung. Das ist durchaus spannend. Hier wurde eine Tastatur angeschlossen, um Sprach-Phoneme direkt abzufeuern.

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Du bekommst das System zusammengebaut für 859 € bei SchneidersLaden. Als Bausatz ist es deutlich günstiger, und genau dafür war es ursprünglich gedacht, daher auch der Name. Die Cards für den Computer kosten übrigens 14,90 bis 16,90 € für zwei bis drei Cards mit 2 oder 16 MB.

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Hier eine kleine Erklärung von Tom Whitwell, wie der Computer gedacht ist und wie er funktioniert.

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Das System kann auch ein Drumcomputer, eine Turing Machine oder eines der öffentlichen Programme sein, die es bereits auf der Website gibt. Sieh es dir an…

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