Dein erstes Producer-Setup: Diese 3 Tools sind ein Perfect Match für Einsteiger
Die Basics für ein kleines Studio-Setup
In unserer Serie Perfect Match zeigen wir jede Woche drei Produkte aus der Welt der Musiktechnik, die aus unserer Sicht super zusammenpassen. Heute geht es um die Frage, was du brauchst, wenn du dein erstes Producer-Setup zusammenstellen willst. Was ist am Anfang eine gute Anschaffung? Diese Frage versuchen wir zu beantworten, indem wir drei konkrete Vorschläge machen, ein paar Alternativen zeigen, auf wichtiges Zubehör verweisen und den Blick auf passende Ergänzungen richten.
Inhalt:
Dein erstes Producer-Setup
Du willst in die Welt der Musikproduktion einsteigen und überlegst, was du dafür brauchst? Super, dann haben wir hier ein paar Ideen für das erste eigene Studio. Viel brauchst du für den Anfang eigentlich nicht, deshalb konzentrieren wir uns auf drei wesentliche Elemente – sozusagen die Basics. Wir erwähnen aber auch ein paar Alternativen und weiterführende Links, um tiefer in das Thema einzutauchen. Eigentlich setzen wir nur voraus, dass du bereits einen Laptop oder Desktop-Rechner besitzt.
Dein Producer-Setup braucht eine DAW
In allen heutigen Studios nimmt der Rechner eine zentrale Rolle ein und die sogenannte Digital Audio Workstation – kurz DAW – ist so etwas wie die Schaltzentrale. Mit einer DAW wird Musik aufgenommen, abgemischt und das Ergebnis als Audiofile ausgegeben. Und auch eine Produktion ohne jeglichen Einsatz von „richtigen“ Instrumenten, Mikrofonen und sonstigem Gear erfolgt typischerweise in einer DAW. Denn in Form von Plugins gibt es zahllose Klangerzeuger, Effekte und weitere Werkzeuge für das Erstellen von Musik im Rechner.
Genau deshalb beginnt dein erstes eigenes Producer-Setup mit einer DAW. Wir möchten dafür direkt auf die etablierten und gängigen Produkte verweisen. Denn vermutlich suchst du genau danach und willst dich von vornherein in eine Software einarbeiten, die zum Standard gehört. Außerdem ist es so leichter, Projekte mit anderen auszutauschen. Und nicht zuletzt findest du zu den gängigen DAWs eben auch am meisten Tutorials. Anstatt eine einzelne DAW herauszupicken, gehen wir kurz auf die bekanntesten Produkte ein:
- Ableton Live (macOS, Windows) ist besonders für die Produktion von elektronischer Musik in all ihren Stilrichtungen beliebt und bietet zudem sehr gute Möglichkeiten für eine Live-Performance mit dem Rechner.
- Bitwig Studio (macOS, Windows, Linux) geht in eine ähnliche Richtung wie Ableton Live, setzt dabei im Vergleich auf einen noch stärkeren modularen Ansatz.
- FL Studio (macOS, Windows) ist sehr beliebt für die Produktion von Trap, modernen Hip-Hop-Stilen und ebenso EDM.
- Reason (macOS, Windows) richtet sich ebenfalls an Producer, die sich musikalisch im Feld der elektronischen Musik bewegen.
- Cubase (macOS, Windows) ist eine sehr flexible Software, die speziell für das Aufnehmen von Bands und das Arrangieren von Musik wie Rock und Pop praktische Funktionen mitbringt.
- Logic Pro (macOS) ist ebenfalls recht breit aufgestellt, läuft allerdings ausschließlich auf Rechnern von Apple.
- Pro Tools (macOS, Windows) ist eine DAW, die in einigen Studios für Recording und Mixing genutzt wird und oft auch bei der Produktion von Filmmusik verwendet wird. Wie der Name sagt, stehen hier Pro-Anwendungen im Vordergrund.
So viele Angebote, aber was ist jetzt die richtige DAW für dein erstes Producer-Setup? Wenn es um die Produktion von elektronischer Musik (in all ihren Facetten) geht, bist du mit Ableton Live* oder Bitwig Studio* super beraten. Für Trap, EDM und verwandte Stile ist FL Studio* ein Tipp. Wenn du eher Richtung Singer-Songwriter gehen willst, ist Cubase* interessant. Und wenn du eine umfassende DAW suchst, die komplett im Apple-Universum verankert ist, solltest du auf jeden Fall mal die kostenlose GarageBand App ausprobieren, um einen Vorgeschmack auf Logic Pro zu bekommen!
Eine guter Ansatz, die für dich passende DAW zu finden, ist eine der meist kostenlosen Einsteiger-Versionen auszuprobieren, die einige der Hersteller auf ihren Websites anbieten. In dieser Liste findest du ergänzende Tipps zu kostenlosen DAWs. Und gut möglich, dass du aus dem Freundeskreis schon ein paar Empfehlungen bekommen hast.
Das passende Audiointerface für dein erstes Producer-Setup
Ein Rechner mit installierter DAW ist die Basis für dein erstes Producer-Setup und bietet bereits die grundlegenden Features, um Sounds einzuspielen und diese klanglich zu bearbeiten. Eine optimale Ergänzung ist aus unserer Sicht ein Audiointerface – vielen auch als „Soundkarte“ bekannt.
Mit einem Audiointerface bekommst du nötigen Ein- und Ausgänge für dein zukünftiges Studio. Dazu zählen zunächst Eingänge, um Instrumente oder andere Audioquellen aufzunehmen und mindestens ein professionelles Studiomikrofon anzuschließen. Zwei Eingänge sollte es idealerweise geben, so bist du zum Beispiel dafür ausgerüstet, Gesang und ein Instrument gleichzeitig aufzunehmen. Und auch der Aufnahme von einem DJ-Mix oder anderen Stereo-Signalen steht nichts im Wege.

In Bezug auf die Ausgänge ist ein Audiointerface ebenfalls praktisch. Denn hier kannst du einen Kopfhörer und Studiolautsprecher (dazu gleich mehr) anschließen.
Je nach Interface gibt es weitere Anschlüsse, die für dich interessant sein können. Dazu zählt besonders MIDI, um eventuell externe Klangerzeuger über die DAW zu steuern – auch wenn viele moderne Geräte für diese Aufgabe mit USB bestückt sind.
In diesem Kaufberater findest du einige Empfehlungen zu relativ günstigen Interfaces, die sich für dein erstes Producer-Setup eignen.
Studiomonitore zum Abhören der Musik
Um die Musik zu hören und richtig zu beurteilen, benötigst du ein paar Studiomonitore, die speziell für das „Abhören“ von Musik und Audioinhalten gedacht. Im Vergleich zu typischen Consumer-Speakern oder HiFi-Lautsprechern zeichnen sich Studiomonitore durch Eigenschaften aus, die für die Beurteilung wichtig sind. Kurz gesagt ist nämlich das Ziel, dass deine Musik auf möglichst vielen Abspielgeräten – von Handys, über Laptop-Speaker bis zur Club-Anlage – so gut wie möglich klingt. Und deshalb brauchst du Lautsprecher, die nichts beschönigen und sich eher an einem „analytischen“ Klangbild orientieren.
Das Thema ist tatsächlich komplex und sozusagen einer der Eingänge in den Kaninchenbau der Musikproduktion – für den Anfang solltest du dir darüber aber nicht zu viele Gedanken machen. Für dein erstes Producer-Setup sind Nahfeldmonitore empfehlenswert. Diese sind so konstruiert, dass du dich ziemlich nah davor positionierst, um die Musik abzuhören. Das hat den Vorteil, dass dein Studioraum (und wenn es nur eine Stelle in der Wohnung ist) nicht zu sehr Einfluss auf den Klang ausübt. Tipps zur Aufstellung von Studiolautsprechern findest du in diesem Artikel.
Eine gängige Meinung ist, dass du bei der Anschaffung von Studiomonitoren nicht am falschen Ende sparen solltest – wir können das nur unterstreichen. Das bedeutet aber nicht, dass du für dein erstes Producer-Setup gleich über 1000 Euro für Monitore ausgeben musst. Es gibt bereits sehr gute Modelle, die preislich attraktiv sind. In diesem Kaufberater findest du Lautsprecher, die im Paar unter 500 Euro kosten und in dieser Liste siehst du Studiomonitore bis 1000 Euro.
Achte beim Kauf auch darauf, dass die passenden Kabel* für die Verbindung von Audiointerface und Studiolautsprechern dabei sind! Hier bei Thomann* findest du ein grundlegende Infos über Studiomonitore. Für den Anfang können Studiokopfhörer eine Alternative sein, langfristig solltest du aber Studiolautsprecher einplanen!
Fazit: Warum dieses Trio ein Perfect Match für dein erstes Producer-Setup ist und womit du dies erweitern kannst.
DAW + Audiointerface + Studiomonitore = solide Basis für dein erstes Producer-Setup. Wie du siehst, brauchst du nicht viel, um in die Welt der Musikproduktion einzusteigen. Mit der DAW wird dein Rechner zur Zentrale in deinem zukünftigen Studio. In der DAW kreierst du eigene Projekte, mischt diese ab und speicherst die Ergebnisse als Audiodatei.
Für guten Sound und die Schnittstelle zur Außenwelt dient ein Audiointerface. Hierüber kannst du Studiolautsprecher anschließen und natürlich auch Instrumente oder Gesang in professioneller Qualität aufnehmen. Und über Studiomonitore hörst du die Produktion so ab, dass du einzelne Details und das Gesamtergebnis richtig bewerten kannst.
Für die Erweiterung dieses Setups kommen einige Sachen in Frage. Mikrofone sind natürlich unverzichtbar, wenn du Vocals aufnehmen willst. Studiokopfhörer sind eine gute Ergänzung zu Studiomonitoren und bei Aufnahmen sehr wichtig. Controller sind praktisch, um Melodien einzuspielen, Beats zu erstellen und ein haptisches Bedienelement in die Steuerung der DAW zu bringen.
Weitere Infos zum Thema
- Die beste Freeware DAW
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- Die besten Studiomonitore bis 1000 Euro
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