Waldorf, Softube, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
fHeute gibt es gleich fünf schöne Neuheiten in der Sound-Boutique. Zunächst starten wird mit Soundsets für Waldorf Protein und Softube Model 80 durch, danach geht es um zwei die Sample-Instrumente Concert Vibraphone für Native Instruments Kontakt und das Gong Piano Plugin. Statt Max for Live steht heute Ableton Move auf dem Programm, denn dafür gibt es ein dickes neues Sound-Kit.
Inhalt:
Perfect Pads für Waldorf Protein

Mal ehrlich: Waldorf Protein ist höchst interessant, oder? Ein kompakter, günstiger und zudem sehr schicker Wavetable-Synthesizer, der auf original Microwave 1 ASIC Oszillatoren basiert und sogar ein paar Ideen aus dem Traum-Synthesizer Iridium übernimmt?
Drei Hüllkurven, zwei LFOs, eine Modulationsmatrix mit acht Slots und Extras wie Arpeggiator, Step-Sequencer oder die zwei Effekt-Slots machen aus dem kleinen achtstimmigen Waldorf Protein einfach einen fantastischen kleinen Klangerzeuger.
Und natürlich klingt der noch sehr neue Synthesizer von Waldorf fantastisch. Weiter unten findest du ein paar Videos mit Soundbeispielen, aber auch das neue Soundset von Waldorf selbst demonstriert die Fähigkeiten sehr gut. Perfect Pads heißt die Preset-Sammlung, hier der Trailer:
Harry van Mierloo zeichnet sich für diese Presets verantwortlich und mischt hier den Sound von analogen Klassikern mit den Möglichkeiten von heutigen Synthesizern. Und ja, Pads haben es dem Mann anscheinend besonders angetan.
Ursprünglich erschien dieses Soundset für Waldorf Iridium und Quantum, jetzt sind 32 Presets ebenso für Protein verfügbar. Alle Sounds setzen auf maximale Spielbarkeit und eignen sich für Genres wie elektronische und experimentelle Musik genauso wie für cinematische Exkursionen. Und natürlich wollen die einzelnen Patches auch als Startpunkt für neue Sounds dienen. Großartig!
- 19 Euro kostet Perfect Pads for Protein hier bei Waldorf. Den kleinen Synthesizer bekommst du natürlich bei Thomann*.
Presets für Softube Model 80
Hier in der Sound-Boutique tauchen einige Synthesizer immer wieder auf, zum Beispiel u-he Diva oder Arturia Pigments – heute soll es mal um einen Hersteller gehen, der ebenfalls sehr schöne Software-Synthesizer anbietet. Die Rede ist von Softube, mit Model 80 bietet der Entwickler eine sehr interessante Emulation des Sequential Prophet-5, kann aus „Gründen“ aber nicht offiziell den Namen verwenden.
Wie das bei Software immer so ist, bietet auch dieses Plugin einige Erweiterungen gegenüber der Vorlage. Dazu zählen hier Velocity- und Aftertouch-Modulation, Voice-Pan-Spread oder auch der quantisierte Filter-Cutoff. Zudem bekommst du beim Kauf des Plugins die modulare Version des Synthesizers dazu, um entscheidende Elemente in Softube Modular nutzen zu können, der virtuellen Umgebung für Modular-Synthese.
Artis Boris hat ein neues Soundset für Model 80 kreiert, das an dem Sound des Vorbilds orientiert. In dem Demo kommen zusätzlich Plugins von Valhalla zum Einsatz, um den Sound ein bisschen aufzupolieren:
40 Presets enthält diese Sammlung und enthält Bässe, Pads, Leads, Keys, Piano-Sounds und Brass-Sounds. Das klingt in dem Video alles wunderbar und macht richtig Lust auf das Plugin. Und mehr gibt es eigentlich auch gar nicht zu erzählen.
- Gerade mal 5 US-Dollar kostet das Soundset hier im Gumroad-Store von Artis Boris. Das Softube Model 80 Five Voice Synthesizer Plugin ist hier bei Plugin Boutique* erhältlich – ich würde auf einen Sale warten.
Soundiron Concert Vibraphone für Native Instruments Kontakt
Die Concert Edition der Vibraphon-Serie von Soundiron ist die umfangreiche Sample-Library eines 4-Oktaven umfassenden Adams Alpha Vibraphons, das in Zusammenarbeit mit Pearl Drums aufgenommen wurde und richtig gut klingt.
Für die Aufnahmen wurden die Aluminiumklangplatten mit verschiedenen Mallets (weich, mittel und hart) sowie mit einer gedämpften Spielweise gesampelt. Die Library bietet pro Note bis zu zehn Velocity-Layer und acht Round-Robin-Variationen für ein natürliches Spielgefühl. Das rund 33 GB große Instrument ist für Scoring, orchestrale Arrangements und Songwriting gedacht.
Die neue Kontakt-Library bietet zahlreiche Optionen für die Klangformung, darunter Parameter für Attack, Release, Vibrato, Filter, Pitch sowie Layer- und Artikulationssteuerung. Ergänzt wird dies durch ein zum Tempo synchronisierbares LFO-System, mehrere Filtertypen, einen Arpeggiator sowie Funktionen wie Key- und Scale-Lock.
Über die Benutzeroberfläche lassen sich einzelne Layer detailliert anpassen und auf der virtuellen Bühne positionieren. Zusätzlich steht ein modulares FX-Rack mit 27 Effekten zur Verfügung, darunter Modulationseffekte, Delay, Verzerrung, Amp- und Cab-Simulationen, Kompressor und EQ, die frei in bis zu zehn Slots kombiniert werden können.
- Bis zum 17. März 2026 kostet die Library hier bei Soundiron 49 US-Dollar (statt 69 US-Dollar). Die Vollversion von Native Instruments Kontakt 6.6 (oder neuer) ist erforderlich und auch bei Thomann* erhältlich.
Gong Piano macht aus Gongs ein Drone-Instrument
Dieses neue Plugin muss einfach noch in diese Ausgabe der Sound-Boutique rein. Denn Gong Piano ist einfach zu interessant. Folgende Idee steckt hier hinter dem Plugin: Was kommt dabei heraus, wenn man die Saiten eines Klaviers durch Gongs ersetzt?
Genau das macht The Crow Hill Company im übertragenen Sinn für dieses experimentelle Sample-Instrument, das Gongklänge chromatisch spielbar werden lässt.
Gong Piano nutzt eine neue Sampling-Engine mit sogenanntem Shepherd Mapping, das kontinuierlich wirkende Klangverläufe über die gesamte Tastatur ermöglicht. Und statt mit klassischen Samples arbeitet das Plugin mit drei getrennten Klangkomponenten (hier „Partials“ genannt): Fundamentals, Harmonics und Transients lassen sich im Interface unabhängig voneinander mischen und formen, wodurch unterschiedliche Klänge und Drone-Texturen entstehen.
Als Klangquelle dienten vier handgefertigte und genau gestimmte Gongs von Grotta Sonora aus Rom, die in den Castlesound Studios in Edinburgh mit mehreren Mikrofonpositionen aufgenommen wurden. Die 10 GB umfassende Library enthält mehrere Soundsets mit unterschiedlichen Spielweisen, darunter Multi-Hits, gedämpfte Varianten, metallische Anschläge sowie Scrapes und Swipes. Außerdem bietet das Plugin integrierte Effekte wie Sub-Bass, Delay, Reverb und Sparkle.
- Gong Piano ist als Plugin in den Formaten AAX, AU, VST und VST3 für Windows (10 bis 11) und macOS (11 bis 15) erhältlich. Der Preis beträgt aktuell 35 US-Dollar, weitere Infos gibt’s hier bei The Crow Hill Company.
GLITHc DRMZ 01 Sound-Kit für Ableton Move
Max for Live ist heute nicht das Thema, stattdessen wollen wir ein Sound-Kit für Ableton Move vorstellen. Ich besitze seit noch gar nicht so langer Zeit Move und irgendwie ist dieses kompakte Tool ein Liebling von mir geworden.

Auf den ersten Blick wirkt Ableton Move vielleicht gar nicht so beeindruckend, die Magie steckt hier in den vielen kleinen Details. Wenn ich anderen Leute erkläre, warum Move so genial ist, ziehe ich gerne den Vergleich zu einer digitalen 4-Spur-Workstation, die mit einem fantastischen Interface arbeitet, super schnell zu spannenden Ergebnissen führt und viele gute Ideen umsetzt.
Dateien lassen sich über WLAN (oder USB) übertragen, ein Mikrofon ist direkt eingebaut, dazu gibt es einen Audioeingang oder auch Audio über USB. Die Pads reagieren unabhängig voneinander auf Druck und alles fühlt sich zudem sehr gut verarbeitet an. Mit dem Akku und dem Kopfhöreranschluss lässt sich Move überall betreiben und Projekte lassen sich ganz einfach zu Ableton Live exportieren und dort finalisieren. Und mittlerweile gibt es sogar eine inoffizielle Firmware!
Ich meine das ganz ehrlich: Move musst du dir einfach mal genauer anschauen! Nach dieser „Lobhudelei“ jetzt aber zu einem neuen Content-Pack für Move. GLITHc DRMZ 01 stammt von Dr Walker und Nerk, beide „alte Hasen“ aus der Welt der elektronischen Musik, die unter anderem durch Projekte wie Air Liquide oder Toktok bekannt sind. Erst mal der Trailer:
GLITHc DRMZ 01 wurde extra für Musikstile wie Techno, Glitch Hop, Abstract Hip-Hop, (experimentelle) Electronica, Noise und artverwandte Richtungen erstellt. Die Sounds selbst wurden mit einer amtlichen Sammlung von rarer und experimenteller Hardware erstellt, aber auch ein paar „obskure“ Software-Tools kamen dafür zum Einsatz.
Die Sounds sollen als Basis für Hunderte von neuen Tracks dienen – und mit Ableton Move lassen sich die Sounds natürlich auch auf vielfältige Art und Weise bearbeiten, speziell die Resampling-Funktion ist da einfach nur Gold wert! Dabei hilft auch, dass viele der Sounds so etwas wie eine kleine Geschichte erzählen: Mit einem kurzen Tap löst du nur den perkussiven Anfang aus, wird das Pad aber gehalten, entwickeln sich einiger Sounds in etwas völlig anderes.
Genau deshalb soll GLITHc DRMZ 01 nicht nur für neue Beats herhalten, sondern auch das Fundament für Soundscapes und Klanglandschaften sein. Die beiden Macher denken da nicht nur an Musik, sondern auch an Filmuntermalungen, Theater-Aufführungen, Installationen oder (Noise-) Performances.
Was ist drin? 27 Synthesizer, die auf Drift Patches basieren, ergänzt von 27 Drum-Kits mit jeweils 16 Samples pro Kit. Das wird von insgesamt 171 Loops begleitet, die in 303, Atmo, Drum und Texture unterteilt sind. Die Audiofiles (16 Bit, 44,1 kHz) lassen sich natürlich auch in einer DAW oder in verschiedenen Samplern und Grooveboxen verwenden. Schönes Sound-Pack, lohnt sich!
- 27,27 Euro kostet das Sound-Kit und ist hier bei Liquid Sky erhältlich. Ableton Move gibt’s hier bei Thomann*.
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