Update: Native Instruments (wieder) in vorläufiger Insolvenz – wie geht es jetzt weiter?
Einordnung der aktuellen Entwicklung
Die Nachricht von der vorläufigen Insolvenz der Native Instruments GmbH sorgt aktuell für viel Aufsehen in der Musiktechnikszene. Laut offiziellen Unterlagen aus Berlin (siehe den Artikel von Peter Kirn bei cdm) läuft ein entsprechendes Verfahren gegen das Unternehmen. Damit steht ein Hersteller im Fokus, der über viele Jahre hinweg einen festen Platz in Studios, auf Bühnen und in Produktionsumgebungen hatte. Für euch ist das ein Einschnitt, denn Native Instruments gehört für viele längst zum Standardrepertoire digitaler Musikproduktion – und das nicht nur wegen Kontakt, Traktor und Maschine.
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Update zur Lage rund um Native Instruments und Plugin Alliance
[28. Januar 2026] Im Zusammenhang mit der Situation bei Native Instruments gibt es nun eine wichtige Einordnung von Seiten Plugin Alliance. Laut einer Stellungnahme, die über die Plugin Alliance Audiophiles Facebook-Seite veröffentlicht wurde, gehören die Plugin-Alliance-Gesellschaften aktuell nicht zu dem laufenden Insolvenzverfahren. Die Standorte in Langenfeld sowie in den USA sollen außerhalb dieser Vorgänge liegen. Für euch bedeutet das zunächst, dass dieser Teil des Unternehmensverbunds organisatorisch getrennt betrachtet wird.
Weiter heißt es, dass der Betrieb bei Plugin Alliance derzeit normal weiterläuft. Produktveröffentlichungen, Support, Installer und alle weiteren Abläufe sollen unverändert fortgeführt werden. Damit bleibt für User der Plugins und Services vorerst der gewohnte Arbeitsalltag bestehen, ohne unmittelbare Einschränkungen. Die Verantwortlichen kündigen an, bei neuen Entwicklungen weitere Informationen zu teilen und betonen ihre Verpflichtung gegenüber Partnern und Kunden.
Native Instruments vorläufig insolvent gemeldet
[27. Januar 2026] In den vergangenen Jahren durchlief das Unternehmen mehrere strukturelle Veränderungen, die nicht immer klar nach außen kommuniziert wurden. Zunächst stieg die Investmentfirma Francisco Partners ein, danach entstand Soundwide als Zusammenschluss von Native Instruments, iZotope, Plugin Alliance und Brainworx. Später erfolgte erneut eine Rückkehr zur Marke Native Instruments als eigenständiger Schwerpunkt. Diese Wechsel zeigten bereits, dass sich das Unternehmen in einer Phase starker Umstrukturierung befand.
Nun läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren und laut den vorliegenden Informationen (siehe cdm) wurde ein Insolvenzverwalter eingesetzt. Solche Verfahren zielen häufig darauf ab, eine Sanierung zu prüfen oder neue Lösungen für die Zukunft zu finden. Dabei geht es oft um Restrukturierung, mögliche Investoren oder den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche. Ob und in welchem Umfang Native Instruments auf diesem Weg stabilisiert werden kann, lässt sich aktuell nicht beurteilen, da keine Details zur finanziellen Situation des Unternehmens öffentlich vorliegen.
Im Umbruch?
Rückblickend betrachten viele Beobachter diese Entwicklung als nicht völlig überraschend. In den letzten Jahren (seit 2019 verstärkt) geriet das Unternehmen wiederholt in die Kritik, da Produktstrategien und Entscheidungen oft nicht nachvollziehbar erschienen. Massive X blieb lange hinter den Erwartungen zurück, Absynth 5 wurde eingestellt und das Projekt Sounds.com beendet. Gleichzeitig wuchs das Angebot an Sample Librarys, während einige User das Gefühl hatten, dass echte Innovationen seltener wurden. Solche Punkte führten dazu, dass ein Teil der Community das Vertrauen verlor.
Gleichzeitig gab es zuletzt Versuche, wieder näher an die Anwender heranzurücken. Neue Entwicklungen wie die neue Version von Absynth 6 sowie Updates rund um Maschine und MIDI-Controller deuteten auf eine andere Richtung hin. Dennoch scheint dieser Kurs nicht ausgereicht zu haben, um die Situation grundlegend zu stabilisieren. Dadurch entsteht ein Bild eines Unternehmens, das zwischen strategischen Neuausrichtungen und der Suche nach seinem Kern steht.
Eine Phase der Neuordnung?
Sollte es bei Native Instruments zu größeren Einschnitten kommen, hätte das Folgen über das Unternehmen hinaus. Viele Produktionen, Setups und Arbeitsweisen basieren auf Instrumenten und Effekten aus diesem Umfeld. Veränderungen betreffen somit nicht nur die Software, sondern auch die Menschen, die damit arbeiten – und was ist mit iZotope und Plugin Alliance? Besonders die Mitarbeitenden und Partner befinden sich in einer unsicheren Phase. Wie es konkret weitergeht, bleibt offen, doch die kommenden Schritte im Verfahren werden für die Zukunft von Native Instruments entscheidend sein.
Sobald wir mehr erfahren, werden wir euch hier zum Thema updaten.
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14 Antworten zu “Update: Native Instruments (wieder) in vorläufiger Insolvenz – wie geht es jetzt weiter?”
Denke es liegt unter anderem in ihren Preisen die sie Verlangen,wie zb Absynth 6 wollen sie 199€ haben und man muss zusätzliche Software noch Installieren. Dann der Online zwang viele wollen so was einfach nicht besonders bei Free, was bringt es mir Hardware & Software auf den Markt zu bringen bei zu hohen Preisen? Klar man muss Ausgaben durch Einnahmen wieder rein bekommen,aber doch nicht so das ich wenig Einnahmen mache! Das gilt auch für andere großen Unternehmen oder kleinen die grade Gegründet wurden,auch die Abo´s um etwas Nutzten zu dürfen Jagt den Kunden weg Sucht lieber andere Alternativen. Es wird auch mehre noch so Treffen mit Insolvenz…
selbst schuld!
ich habe mich 2022 mit NI in verbindung gesetzt, um ihnen ein innovatives Konzept eines Dj-Controllers anzubieten (umsonst), was es so nicht gibt un m.M.n. den Markt im Sturm erobern würde. Die Arroganz, welche mir entgegen schlug – ohne dass man das Konzept überhaupt gesehen hat – lässt sich kaum in Worte fassen. Verreckt doch mit euren debilen Maschine-Schrott! Wer Hardware für geistig behinderte macht, darf sich auch nicht über Nischen-Umsätze wundern.
Und was spricht jetzt dagegen, so eine Art von Kritik sachlich zu formulieren?
wie wäre es damit: die insolvenz bei native ist vor allem die geistige insolvenz
Du stellst mich hier als geistig behindert hin!!! Ich denke du solltest dich mal hinterfragen weshalb dir Ni nicht Zeit geschenkt hat.
weil du mit denen in der selben werkstatt arbeitest?
Verstehe. NI war nicht an deiner revolutionären Idee interessiert, deshalb haben sie die Insolvenz verdient.
Was ist seit dem aus deiner großen Idee geworden? Du hast doch sicher was ohne NI auf die Beine gestellt, oder?
Damn! Insolvenz ist eine dreckige Angelegenheit für die Mitarbeiter bzw. Angestellten…
Als Plugin-Alliance bekannt gaben, daß sie von NI übernommen wurden, dachte ich mir schon damals, aaah Schi/t… ob das gut geht!? Immer ätzend wenn mann viel Kohle in ein System investiert (hardware und Software) und dann weiss man nicht ob das bald useless Junk wird…na dann mal schauen
Irgendwie fände ich es schon schade wenn es bei den Berlinern eines Tages bergab gehen sollte. Denn schon allein aus Lokalpatriotismus-Gründen mag ich die Mädels&Jungs eigentlich ganz gern – auch wenn ich nicht all ihre Produkte gut finde.
Es gibt einiges was wirklich gut ist und super funzt, angefangen bei der NKS Integration und auch den großen Komplete Paketen in denen meiner Meinung nach man sehr viel gutes Zeug für’s Geld bekommt.
Auf der anderen Seite waren es oft aber auch Software-Nervereien mit dem Installer und ähnliches die einem manchmal den Spaß verderben konnten, etwa wenn externe HDD’s aus Gründen des Systems plötzlich anders angemeldet wurden und man gefühlt jede Library neu syncen musste etc… Langwierige Updates und Downloads kommen erschwerend hinzu – für Nutzer langsamer Leitungen gewiss eine Qual.
Auch mit der Maschine bin ich nie wirklich warm geworden – da fehlte mir eine übergreifende Integration und man musste schon sehr bereit sein da viel Zeit zu investieren.
Dennoch bleibe ich bei meinem Eingangsstatement:
Irgendwie gehört NI für mich dazu und Komplete Kontrol nebst der entsprechenden Software empfinde ich weiterhin als tolle Spielwiese. Es dürften gern noch mehr zugänglichere Instrumente dazukommen – da gibt es Hersteller (wie z.B. Output mit Arcade) die das irgendwie noch konsequenter angehen für Leute die noch nicht ganz so genau wissen wohin die Reise gehen soll. Tools die inspirieren und dabei ohne steile Lernkurve zugänglich sind darf es gern häufiger geben.
Andere wiederum wollen in den tiefen Menüs und Ebenen eines Absynth oder Massive abtauchen – da lege ich wiederum weit weniger Wert drauf.
Gucken wir also was die Zukunft bringen wird…
ich gehöre zu denen, die super gerne mit Massive X im Sounddesign arbeiten :-)
Auch ich fand es toll, dass eine Firma aus Berlin so einen Einfluss in der Musikszene hatte mit ihren Produkten. Bleibt uns jetzt noch u-he.
Traurig…besonders für all die Künstlerseelen, die dort viel Herzblut, Zeit und vor allem Geld investiert haben. Um Plugin Alliance trauere ich persönlich jedoch nicht, da sie nach dem russischen Angriffskrieg pauschal allen russischen Kunden die bereits gekauften Lizenzen entzogen haben. Solche Praktiken gegenüber Musikerinnen und Musikern halte ich für äußerst fragwürdig. Und ehrlich gesagt sind auch iZotope mit ihren stark überteuerten Produkten nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.
Ich persönlich meide die Native-Instruments-Familie seit Jahren.
Es war doch klar. Die Produktpflege war nicht gut. Auch wurde die Kompatibilität der Hardware mit neunen Produkten vernachlässigt.
Ich kaufe schon lange keine Produkte mehr von NI. Ich hoffe nur das Traktor Pro 4 weiterläuft. Das ist noch das einzige Produkt was ich von NI nutze, alles andere habe ich ersetzt. Mal angesehen von der alten Komplette Audio 6, da war der Nachfolger auch schlechter.
Naja, vielleicht findet sich ja ein Käufer für diese Firma der dann die Stümper die dort das sagen haben rauschmeißt und durch fähige Leute ersetzt.
Einer der größten Fehler war, das sounds.com eingestellt wurde. Es wurde kein Grund genannt, sondern nur darauf hingewiesen, da man sich Instrumente kaufen könne. Für mich war die Plattform einfach richtig gut.
da ist die Kommentarspalte einmal alle paar Monate offen und schon muss man wieder mal Popcorn bereitstellen
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