AmenBreak VST, Skew v2, Strum Plate – 3 Freeware Plugins
Kostenlose Plugins der Woche
An diesem Freeware Sonntag eröffnet AmenBreak VST die Bühne – und das mit einer Portion wildem Sampling, glitchigen Delays und expressivem MIDI-Strumming. Zusammen mit Skew v2 von Sinevibes und Strum Plate von Gulf Coast Synthesis ergibt sich ein spannendes Trio aus Tools, die zum kreativen Experimentieren geradezu herausfordern. Egal, ob rhythmische Chaoskunst, verkehrtherum laufende Delays oder das digitale Zupfen virtueller Saiten – hier steckt jede Menge Inspiration drin. Perfekt also für alle, die ihre Produktionen mit neuen Ideen und ungewöhnlichen Sounds bereichern möchten.
Falls ihr auf der Suche nach weiteren Freeware Plugins seid, schaut mal in unserer Sammlung vorbei!
Freeware Plugins der Woche
Infinite Digits AmenBreak VST: So cuttest du deine Samples perfekt – und kostenlos!
Der Amen Break ist einer der bekanntesten Drumloops der Musikgeschichte – und jetzt gibt es das Sample als Plugin. Mit dem AmenBreak VST hat der Entwickler Infinite Digits ein Plugin programmiert, das Samples in Echtzeit zerlegt, durcheinanderwirbelt und neu zusammensetzt. Anstatt einfach nur ein paar Beats abzuspielen, entsteht hier ein kreatives Chaos, das immer wieder anders klingt. Wer also Spaß daran hat, Rhythmen auseinanderzunehmen und neu zu erstellen, wird mit AmenBreak VST schnell ein neues Bestie-Plugin finden.
Das Plugin lässt sich simpel bedienen: Man importiert ein Sample, lässt es automatisch slicen und wählt zwischen zwei Modi. Im „Let’s Go“-Modus sorgen zwei Regler namens „Amen“ und „Break“ für sofortigen Spaß: Einer mischt die Slices neu, der andere streut zufällig Effekte dazu. Wer es genauer wissen will, schaltet in den „Careful!“-Modus und schraubt nach Belieben an den Parametern. Alles ist MIDI-steuerbar und somit perfekt für spontane Jams oder Live-Performances geeignet.
Das AmenBreak VST gibt es kostenlos oder für 29 US-Dollar in der erweiterten Version. Die Freeware bietet Mono-Sampling und Basis-Effekte, die Vollversion bringt Stereo, Pitch-Korrektur und noch mehr wilde Effekte. Egal, für welche Variante man sich entscheidet, das Plugin macht klar: Der legendäre Breakbeat-Groove lebt – nur diesmal direkt in eurem eigenen DAW-Projekt.
Infinite Digits AmenBreak VST gibt’s für macOS, Windows und Linux in den Formaten VST3, AU und als Standalone-Version.
Sinevibes Skew v2 – jetzt als Freeware: Das ultimative Non-Linear Reverse Delay
Der Plugin-Entwickler Sinevibes ist bekannt für außergewöhnliche und klanglich starke Effekte. Pünktlich zum neuen Jahr gibt es gute Neuigkeiten. Das beliebte Plugin Skew wurde nicht nur aktualisiert, sondern ist ab sofort sogar kostenlos erhältlich. Eine perfekte Gelegenheit also, diesen besonderen Delay-Effekt einmal selbst auszuprobieren!
Sinevibes Skew ist kein gewöhnliches Delay, sondern ein nichtlineares Reverse-Delay. Es verarbeitet ein- und ausgehendes Audiomaterial auf einzigartige Weise. Das Plugin nimmt das eingehende Signal auf, spielt es rückwärts ab und zerlegt es in rhythmische Cuts, die sich am Tempo und der gewählten Notenlänge orientieren. Dadurch entstehen Effekte, die von subtilen rhythmischen Akzenten bis zu stark verfremdeten Klanglandschaften reichen. Sehr cool!
Das Triple-Playhead-Design sorgt dafür, dass Pitch-Effekte selbst bei wiederholtem Feedback stabil bleiben. Die Länge der wiedergegebenen Abschnitte reicht von winzigen 1/32-Noten bis zu langen 16 Takten – perfekt für experimentelle Texturen, rhythmische Bewegung oder verspielte Soundeffekte. Wer auf kreative Delays mit Charakter steht, sollte sich Skew unbedingt downloaden.
Sinevibes Skew v2 ist für macOS, Windows und Linux in den Formaten VST3, AU und AAX verfügbar.
Gulf Coast Synthesis Strum Plate: Ist das nicht ein Omnichord-Emulator?
Mit dem Plugin Strum Plate von Gulf Coast Synthesis wird die Art des Musikmachens mit dem legendären Omnichord direkt in eure DAW gebracht – und das völlig kostenlos. Anstelle echter Saiten nutzt das Plugin natürlich MIDI, um Akkorde in einzelne Noten zu zerlegen, die wie bei einer Harfe oder Gitarre angespielt werden. Einfach einen Akkord auf der Tastatur halten und mit der Maus oder dem Pitch-Wheel „anschlagen“ – schon entsteht ein lebendiges, Arpeggio-artiges Spielgefühl, das sich kaum nach MIDI anfühlt.
Besonders clever ist die Umsetzung des Strummings über Mausbewegungen. Die einzelnen Noten werden in Echtzeit ausgelöst, während sich der Tonumfang flexibel zwischen einer und acht Oktaven einstellen lässt. So könnt ihr sanfte Sweeps oder weite, expressiv gespielte Akkorde erstellen. Die Notenlänge kann über das Mod-Wheel gesteuert werden, was die Ausdruckskraft noch erhöht – von kurzen, perkussiven Anschlägen bis zu weichen, lang gehaltenen Tönen ist alles möglich.
Damit ist Strum Plate weit mehr als nur ein nettes Gimmick. Es verleiht statischen MIDI-Akkorden Leben, Dynamik und eine organische Spielweise, was vor allem für Ambient-, elektronische oder Filmmusik extrem spannend sein kann. Ein kleines, aber inspirierendes Tool, das sich schnell zu einem festen Bestandteil im kreativen Workflow entwickeln dürfte.
Strum Plate gibt es für macOS und Windows in den Formaten VST3, AU, AAX und als Standalone-Version.
Und wenn ihr lieber auf dem Original jammen wollt, könnt ihr das Suzuki Omnichord OM-108 hier bei Thomann* kaufen.
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