Gitarren-Boutique: Gitarre mit frei schwebenden Saiten
Hallo Sportsfreunde, habt ihr die NAMM 2026 gut überstanden? In der heutigen Ausgabe der Gitarren-Boutique stellen wir euch das String Thing, neue Musik von Martin Miller, ein Signature-Pedal für Billy Corgan und eine Gitarre mit frei schwebenden Saiten vor. Viel Spaß beim Lesen!
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Fret12 String Thing
Beginnen wir mit einer coolen Idee für eure alten Saiten. Statt sie einfach in den Müll zu werfen, könnt ihr ihnen künftig mit dem „String Thing“ ein zweites Leben schenken. Die junge Chicagoer Firma Fret12 hat diese „monströse“ Idee entwickelt, um etwas gegen die jährlich rund 680.000 Kilogramm Müll aus abgespielten Gitarrensaiten zu unternehmen.
Die Idee stammt von Dan Tremonti, dem Bruder des Creed- und Alter-Bridge-Gitarristen Mark Tremonti. Das String Thing ist im Stil einer Mumie aus klassischen Horrorfilmen gestaltet und mit zahlreichen Löchern versehen. Dort könnt ihr gerissene oder totgespielte Saiten befestigen und um die Figur wickeln.
Mit jeder neuen Lage wächst das Ganze Schicht für Schicht zu einem überraschend ansehnlichen Saitenmonster heran – und wird so vielleicht zu einem ganz persönlichen Erinnerungsstück an viele schöne Stunden auf der Bühne, im Proberaum oder beim Songwriting.
- Preis: 44 US-Dollar
- Website des Herstellers

Video der Woche: Martin Miller Ultimate Movie Soundtrack Medley
Uns ist aufgefallen, dass wir schon länger nichts mehr von Martin Miller und seinen Mitstreitern geteilt haben. Dieses Versäumnis holen wir natürlich umgehend nach. Vor gut zwei Wochen hat er das Ultimate Movie Soundtrack Medley veröffentlicht – satte 23 Minuten feinster Filmmusik.
Wie gewohnt ist alles vollgepackt mit großartigen Soli, Sounds und jeder Menge Groove. Auf dem Programm stehen unter anderem das Thema aus Rocky IV, die Titelsongs von Zurück in die Zukunft, Ghostbusters, Top Gun, Easy Rider und vieles mehr.
Die Herren liefern einmal mehr auf höchstem Niveau ab. Besonders begeistert haben mich das Saxofon-Solo bei Ghostbusters sowie das Orgelsolo bei Born to Be Wild. Viel Spaß beim Anschauen!
Laney Supergrace Loudpedal
Neues aus dem Hause Laney: Kein Geringerer als Smashing-Pumpkins-Mastermind Billy Corgan hat sich mit der britischen Gitarrenschmiede zusammengetan und ein analoges Amp-in-a-Box-Pedalentwickeln lassen.
Das Supergrace Loudpedal vereint zwei legendäre Verstärker, aufgeteilt in zwei separate Kanäle – jeweils einen pro Amp. Der GRACE-Kanal basiert auf dem handverdrahteten Carstens Amplification Grace aus den USA und bietet viel Headroom sowie einen unverwechselbaren Klang.
Der SUPERGROUP-Kanal steht für die ungefilterte britische Aggressivität des Laney Amplification Supergroup. Entworfen vom Laney-Gründer Lyndon Laney in den späten 1960er-Jahren, prägte der Supergroup den frühen Heavy Metal und beeinflusste Billy Corgan und viele andere.

Boost, Reverb, IR und mehr
Die beiden nachgebildeten Verstärker bieten allein schon viele Möglichkeiten der Klangformung und jeden Menge Gain. Solltet ihr es dennoch weiter auf die Spitze treiben wollen, z.B. während eines Solos, hilft der eingebaute Boost, den ihr pro Kanal separat aussteuern könnt. Ein via Fußschalter und MIDI steuerbarer digitaler Reverb (entnommen aus dem SecretPath Pedal) befindet sich ebenso an Board wie ein Effektloop, ein IR Loader mit speziell für Billy Corgan vorinstallierten Impulsantworten.

60 Watt Endstufe
Über USB Type-C könnt ihr latenzfrei direkt in euren Computer aufnehmen. Doch damit nicht genug: Dank der integrierten 60-Watt-Endstufe lässt sich das Supergrace nicht nur vor einem externen Verstärker oder per XLR als Silent Rig betreiben.
Ihr könnt sogar direkt passive Lautsprecher anschließen und entsprechend ordentlich Lärm machen – erstaunlich für ein Pedal dieser Größe. Gefertigt wird das Supergrace in Birmingham, England, und der aufgerufene Preis wirkt angesichts dieses Funktionsumfangs mehr als fair.
- Preis: 529 Euro
- Website des Herstellers
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Kein Zaubertrick: Gitarre mit freischwebenden Saiten
Wow, was für eine großartige Idee! Die Redewendung “No strings attached” bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. YouTuber Matthias Krantz hat nach etlichen Fehlversuchen eine Gitarre mit völlig frei schwebenden Saiten erschaffen. Wie er das hinbekommen hat? Mit einem unfassbar starken Magneten mit 250 kg Zugkraft! Der Magnet ist so stark, dass er in doppelt kaufen musste. Denn das erste Exemplar hatte er leichtfertig an einen Amboss geklatscht, um die Zugkraft zu testen und nie wieder davon lösen können.
Das Ergebnis ist ein einzigartiges Design mit tatsächlich komplett frei schwebenden Saiten. Allerdings: Zumindest das aktuelle Modell wird es vorerst nicht auf die Bühne schaffen, denn ist wirklich nicht ungefährlich in der Handhabung.

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