KORG, Arturia, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Moin, hier ist die neuste Ausgabe der Sound-Boutique. Heute geht es mal wieder um KORG minilogue XD und ein neues Soundset für diesen Synthesizer. Arturia Pigments ist ein weiteres Thema, da stellen wir gleich zwei neue Preset-Packs vor. Für Kontakt ist Other Worlds Evolved erhältlich, die Neuinterpretation einer älteren Library. Und wer schon immer ein bisschen Octatrack-Feeling in Ableton Live haben wollte, muss sich unbedingt mal MNGLseq für Max for Live anschauen!
Inhalt:
Logueform: 50 neue Presets für KORG minilogue XD
KORG hat ja so einige interessante Synthesizer im Portfolio und der minilogue XD ist seit einigen Jahren ein stabiler Liebling – speziell in der Version mit Tastatur. Wer darauf verzichten kann, bekommt auch weiterhin die Module-Variante im schlanken Desktopgehäuse.
Unabhängig von der Form bieten beide Modelle des KORG minilogue XD die gleichen Features. Und die sind speziell in Anbetracht des Preises einfach stark. Der Synthesizer lässt sich vierstimmig polyphon spielen, beherrscht über die Poly-Chain-Funktion aber auch die doppelte Stimmzahl in Kombination mit einem weiteren Modell. Für den Sound stehen zwei analoge VCOs plus der digitale Multi-Engine-Oszillator zur Verfügung, der auf der offenen logueSDK basiert und darüber einige zusätzliche (und sehr coole) Synthesizer- oder Effekt-Engines ermöglicht. Davon sind einige sogar kostenlos erhältlich.

Eine digitale Effektsektion mit Modulationseffekten sowie Delay und Reverb gehört ebenfalls zur Ausstattung, außerdem gibt’s Funktionen wie Oszillator-Sync und Ringmodulation sowie ein 2-Pol-Filter mit Drive-Schaltung. Cool sind auch der Joystick für Pitchbending und Modulation oder der polyphone 16-Step-Sequencer mit Motion-Sequencer. KORG hat hier wirklich einiges untergebracht und der dafür verlangte Preis ist mehr als verlockend. Zudem klingt KORG minilogue XD einfach sehr gut!
Wer den Synthesizer besitzt und auf der Suche nach ein paar neuen Presets ist, bekommt von Alin Dimitriu ein neues Soundset mit dem Namen Logueform:
50 Presets enthält diese Sammlung, darunter befinden sich Polysynths, Bässe, Keys, Leads, Stabs, Pads und Arpeggios. Zusätzlich gibt’s ein paar aufgenommene Phrasen für den Sequencer. Das alles ist auch in dem Advanced-Pack enthalten, das zusätzlich 120 Audio-Loops und 60 MIDI-Files enthält.
Alle Patches kombinieren die analogen Oszillatoren mit der digitalen Multi-Engine und den Effekten, Engines von Drittherstellern sind nicht erforderlich. KORG minilogue XD muss aber mindestens auf die Firmware v2.10 aktualisiert sein.
Ein sehr schönes Soundset für einen tollen Synthesizer von KORG!
- Aktuell bekommst du das Soundset noch bei Alin Dimitriu im Sale, die puren Presets sind für 24,99 US-Dollar zu haben, das Advanced Pack kostet 34,99 US-Dollar. KORG minilogue XD bekommst du mit oder ohne Tasten hier bei Thomann*.
Artifacts 01: Undervoltage Drift und 12 Techno Sequences für Arturia Pigments
Arturia Pigments war hier schon länger nicht mehr ein Thema und für diese Woche sind mir gleich zwei recht schöne Preset-Pakete dafür aufgefallen.
Zuallererst Artifacts 01: Undervoltage Drift, das eine interessante Hintergrundgeschichte hat: Hier kommen nämlich Samples von Wellenformen des Behringer JT Mini ins Spiel. Der Synthesizer wurde allerdings versehentlich (über ein älteres USB-Netzteil von Apple) mit etwas zu wenig Strom versorgt, was zu einem etwas „unstabilen“ klanglichen Verhalten geführt hat. Quasi ein Cheat-Code für driftende Sounds!
Weil sich in Pigments ja Samples und Wavetables importieren lassen, wurde aus den aufgenommenen Sounds des JT Mini mal eben ein kleines, aber feines Sound-Pack zusammengestellt. Das bekommst du hier bei Plughugger (bis zum 2. August 2026) für 1,99 Euro – der reguläre Preis liegt bei 14,90 Euro.
42 Presets sind hier enthalten, dazu zählen Bässe, Arpeggios und Sequenzen, Texturen und Soundscapes, Pads und Strings sowie ein paar Synth-Sounds. Und falls du jetzt irgendwie Lust auf den JT Mini bekommst: Der Synthesizer ist hier bei Thomann erhältlich*.
Wenn du hingegen mehr auf der Suche nach einem Techno-Sound im Stil von Detroit-Helden wie Jeff Mills bist, solltest du dieses Soundset hier mal checken:
12 Sequenzen enthält dieses Sound-Pack, das passenderweise „12 Techno Sequences For Arturia Pigments“ heißt. Als Inspiration dient hier Techno-Musik, die mit modularem Equipment gemacht wurde, dementsprechend werden die Sequenzen hier mit viel Modulation versehen.
Über die Makroregler schraubst du an den Sounds rum oder erstellst Automationen, dazu kommen Effekt-Ketten, die zusätzlich für Klangmanipulationen dienen. Techno auf Knopfdruck könnte man dazu sagen. Die neuste Version von Pigments ist dafür erforderlich, insgesamt kostet das Preset-Pack 12 Euro – also 1 Euro pro Sequenz! Mehr Infos gibt’s bei Studio Brootle.
- Arturia Pigments bekommst du hier bei Thomann*.
Zero-G Other Worlds Evolved: Weitere Neuauflage eines Kontakt-Klassikers
Schon irgendwie verrückt, wenn man bei Instrumenten für Native Instruments Kontakt auch schon von Klassikern spricht – aber so lange gibt es diesen Software-Sampler ja bereits. Und trotz all der vielen Höhen und Tiefen des Herstellers ist und bleibt Kontakt eben die Nummer 1 für starke Sample-Librarys.
Mit Other Worlds Evolved legt uns Zero-G jetzt die Neuauflage der Other Worlds Library von Adam Pietruszko vor und macht aus der satten 4,6 GB umfassende Sammlung von 500 Sounds mit cinematischen Texturen ein Instrument, bei dem die neue Orbita-Engine des Herstellers zum Einsatz kommt. Diese Engine verfügt über drei Layer und einen Wavetable-Synthesizer, um damit hybride Klänge zu erstellen.
Durch diese Kombination von Wavetable-Synthese und Sample-Playback auf mehreren Layern entstehen aus dem Ausgangsmaterial atmosphärische Pads und Klanglandschaften, experimentelle Effekte und cinematische Riser, die du flexibel formen und weiterentwickeln kannst. Dafür stehen Filter, Hüllkurven, Modulationen und Morphing-Funktionen bereit.
Aus dem Fundus der Samples und mithilfe der neuen Engine wurden 100 Presets zusammengestellt, die du natürlich noch weiter in andere Richtungen bearbeiten kannst. Für Dynamik sorgen übrigens auch zwei Velocity-Layer, die je nach Anschlagstärke zwischen Samples wechseln.
Klar, cinematische Sounds stehen hier natürlich stark im Vordergrund – aber genau solche Klänge passen heute eben nicht nur in Trailer und Soundtracks, sondern durchaus genauso in modernen Pop, Rap und elektronische Musik.
- Bis zum 6. August 2026 ist Zero-G Other Worlds Evolved noch für knapp 42 US-Dollar statt der regulären 60 US-Dollar hier bei Zero-G erhältlich. Die Vollversion von Native Instruments Kontakt 8.3.0 (oder neuer) ist erforderlich. Den Sampler kannst du bei Thomann* kaufen – auch als Teil der neuen Komplete Bundles*.
MNGLseq: Octatrack in Ableton Live mit Max for Live?
Wenn über Octatrack von Elektron geredet wird, geht es häufig um dessen Crossfader und die innovativen Möglichkeiten, diesen für kreative Manipulationen des Sounds zu nutzen. In dieser Hinsicht gibt es bis heute kaum Vergleichbares, MNGLseq für Max for Live schaut sich hier aber einiges ab. Das bedeutet allerdings auch (ähnlich wie beim Octatrack), dass angesichts der umfassenden Optionen ein wenig Einarbeitung erforderlich ist.

Im Kern bietet MNGLseq zwei parallel laufende Sampler, von denen einer wie ein Looper funktioniert, während der andere One-Shots abspielt, die über den Sequencer getriggert werden. Dieser steuert für beide Sampler aber auch zusätzlich verschiedene Parameter.
Eine zentrale Rolle nimmt der Crossfader ein, mit dem du fließend zwischen dem eingehenden Audiosignal und den beiden Samplern überblendest – genau das, was den Octatrack so besonders macht! Dabei sind liegen auf der linken und rechten Seite das Originalsignal, während in der Mitte zwei Positionen den Samplern gewidmet sind.
MNGLseq manipuliert Audio in Echtzeit und ermöglicht Looping, Retriggering, Timestretching (mit sechs Algorithmen) oder Pitching und kann Audio auch rückwärts abspielen – alles im Sync zum Tempo der DAW (inklusive der zur Verfügung stehenden Clock-Divider).
Der Sequencer bietet 64 Steps und acht Lanes für Modulationen, inklusive typischen Elektron-Funktionen wie Parameter-Locks, Trigger-Conditions, Probability und Delay-Einstellungen für einzelne Steps. Slides, Microtiming, Ratchets und Velocity-Einstellungen gibt es genauso wie eine FX-Kette mit LFO, EQ, Hochpass- und Tiefpassfilter, Distortion, Delay, Reverb und eine Noise-Quelle, die du zu dem Signal mischen kannst.

Das Max-for-Live-Device von Reclaimed BCN lädt sofort zum Spielen ein. Um alle Möglichkeiten zu erfassen, musst du allerdings etwas Zeit investieren und solltest am besten mal die zugehörige Anleitung lesen.
Richtig spannend wird MNGLseq, wenn diverse Parameter – und davon stehen einige zur Auswahl – einem MIDI-Controller zugewiesen werden. Dann verwandelt sich das Device in ein regelrechtes Kraftpaket für Live-Manipulationen von Audio, das eine Bandbreite von „dezent“ bis „komplett verrückt“ ermöglicht.
Ich könnte noch ewig weiterreden, so viel steckt in diesem Device, aber das Video gibt dir bestimmt einen besseren Einblick. Deshalb nur noch mal kurz: MNGLseq gehört zu den ambitioniertesten und spannendsten Devices, die ich in letzter Zeit für Max for Live gesehen habe. Lohnt sich!
- Für 36 Euro bekommst du MNGLseq hier bei Reclaimed BCN. Ableton Live mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
Weitere Infos über KORG, Arturia, Native Instruments und Ableton
- Mehr von KORG
- Mehr von Arturia
- Mehr von Native Instruments
- Mehr von Ableton
- Mehr über Max for Live
- Mehr von der Sound-Boutique
Weitere Videos über KORG minilogue XD
*Hinweis: Dieser Artikel über KORG, Arturia, Native Instruments und Ableton enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!