Oxi E16 Update, Shakmat Ballista Blast und Notendruck mal anders: Synthesizer Journal
Massive Aufwertung des Controllers, ein Hybrid-Synthesizer und mehr
Ganz neue Töne entstehen derzeit, denn aktuell tauchen wieder einige spannende Entwicklungen auf, die neu erscheinen oder erneut verfügbar sind. Oxi erweist sich als Hersteller, der beim E16-Controller konsequent und intensiv an der Produktpflege arbeitet. Zudem entstehen immer mehr komplexe Synthesizer-Engines im Modulformat, teilweise sogar mehrere von Shakmat. Und manchmal tauchen auch richtig skurrile Ideen auf. In diesem Fall ein Gerät von Yamaha, das definitiv Erwähnung verdient.
Ganz neue Töne im Synthesizer Journal
Oxi E16 Controller Update 0.6.1
Der Oxi E16 ist ein bemerkenswerter Controller. Er startete als sehr stabile Metallbox mit 16 LED-Kränzen und einfacher Zuweisung. Durch die Updates der letzten Zeit, aktuell bis Version 0.6.1, entstand jedoch ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Funktionen, die deutlich erweitern, was zuvor möglich war.
Der E16 bietet zwei unabhängige MIDI-Ausgänge sowie einen USB-C-Anschluss, der drei separate Ports bereitstellt. Eine clevere Idee erlaubt es, jeden der 16 Encoder doppelt zu belegen. Durch Drücken steuert man jeweils einen zweiten Parameter. Das eignet sich besonders für zusammenhängende Werte wie Cutoff und Resonanz eines Filters oder verschiedene Hüllkurven-Parameter.

Zudem lässt sich jeder der Encoder mit Funktionen belegen, etwa zum Starten und Stoppen des internen Recorders für selbst eingedrehte Bewegungen oder für gezielte Zufallseinwirkungen auf Parameter. Diese lassen sich sowohl in ihrer Intensität als auch zeitlich präzise einstellen. Spontan können einzelne Controller ausgeschlossen werden. Durch Drücken eines frei konfigurierbaren Encoders entsteht dann beispielsweise eine Klangreise von einem Sound zum nächsten, die auch über 30 Sekunden dauern kann. Selbst nicht morphfähige Synthesizer erhalten so nachträglich eine Art Morphing-Verhalten.
Der E16-Editor bietet umfangreiche Edit-Optionen, jedoch nicht ausschließlich am Rechner. Viele Einstellungen lassen sich direkt am Gerät vornehmen. Dort können auch Sets und Konfigurationen gespeichert und geladen werden. Besonders praktisch ist, dass Oxi bereits einige Instrumente vordefiniert. Im Editor lassen sich passende Parameter einfach per Drag & Drop auf die gewünschten Encoder ziehen. Vielleicht kann auch die MIDI.Guide-Community künftig passende Controller-Profile bereitstellen, wie im SequencerTalk 271 besprochen. Hier schlummert definitiv noch großes Potenzial.
Der E16 bietet noch viele weitere Details und Updates, die sich in Ruhe entdecken lassen. Schau dir die Features im Video an.
- Mehr über Oxi
- Die Website von Oxi
- Du erhältst Oxi E16 für 449 Euro bei Thomann*
Shakmat Ballista Blast vs. Vermona DrumDing
Das Ballista Blast ist ein aufwendiges Modul, das eine komplette Synthesizer-Stimme bereitstellt. Es unterstützt FM, eine virtuell-analoge Klangerzeugung sowie Wavetables. Eine besondere Stärke liegt in den analogen Filtern und VCAs, die den aktuellen Trend zu hybriden Synthesizern unterstreichen. Dieser Ansatz zeigt sich bereits bei vielen großen polyphonen Synthesizern.

Mit 256 Speicherplätzen lassen sich deine Einstellungen sichern. Die FM-Synthese ist prinzipiell keine klassische DX-7-Stimme, sondern basiert auf einer Reihe von Verknüpfungen, die über den „Harmonics“-Regler und die Bedienelemente gesteuert werden.
Für die Komplexität dieser Stimme wirkt der Zugang erstaunlich offen und direkt. Ziel ist es, auf 12 HP möglichst viel Synthese bereitzustellen.
- Früher oder später wird das Ballista Blast auch hier bei Thomann* auftauchen – der Preis wird bei rund 420 Euro liegen
- Mehr von Shakmat
- Die Website von Shakmat
Warum das Vermona DrumDing im Titel steht? Weil ein Video aufgetaucht ist, das zusammen mit dem Shakmat die Drums liefert. Offenbar existieren bereits Beta-Tester, die auch erste Videos veröffentlichen.
Notendruck mal anders
Manchmal begegnen einem alte Geräte und Keyboards, und das wohl seltsamste könnte diese Maschine sein. Nicht wegen der Disco- und Walzer-Tasten, sondern wegen eines integrierten Notendruckers. Dieser plottet die Notenlinienund druckt auf speziellem Thermopapier die Töne aus, die du gerade eingespielt hast.
Diese Ausdrucke lassen sich direkt an Mitmusiker weitergeben, um gemeinsam zu spielen, mit oder ohne Disco. Das Yamaha Portasound MP-1 stammt aus den Jahren 1982 und 1983, einer Zeit, die auch die MIDI-Schnittstelle, den Roland Jupiter-6 und den Sequential Prophet 600 hervorbrachte. Melody Memory war teuer, doch vor allem blieb es eines: herrlich skurril.
*Hinweis: Dieser Artikel zum Oxi E16 und Ballista Blast enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich. Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!
