Der Gitarrensound von Basket Case: Kling‘ wie Green Day mit Plugins, Budget-Setup oder Studio-Gear
Welches Equipment brauchst du für den Sound von Billie Joe Armstrong?
Soundgarden hatten wir schon, Nirvana auch, System of a Down als Letztes. In dieser Folge meiner Serie knöpfen wir uns den Gitarrensound von Basket Case vor, Green Days Neunzigerhit. Natürlich gibt es nach „Dookie“ mit „American Idiot“ und der Zeit danach auch noch Entwicklung bei Billie Joe Armstrong. Für diese Folge schauen wir uns aber einen einzelnen Gitarrensound an.
Alles über „Basket Case“
Wie entstand der Song „Basket Case“?
Gut 1,5 Milliarden Mal ist „Basket Case“ auf Spotify angehört worden, als ich diesen Artikel schreibe, damit Green Days meistgehörter Song. Was ein Urknall das Anfang der Neunziger war, wo im Schatten der Grunge-Welle Green Day und The Offspring Punk massentauglich machten! Ich kann mich gut erinnern, wie das Video bei MTV und VIVA auf Dauerrotation war, wie ich mir Billie Joe Armstrongs Riff selbst beibrachte und mich an Tré Cools Lichtgeschwindigkeits-Drumfills versuchte.
Armstrong soll eine erste Vierspurdemo des Songs Ende 1992 in Glasgow aufgenommen haben und bei der ersten Fassung des Songtexts, soll er nicht eben nüchtern gewesen sein, erzählt Billie im Podcast „Song Exploder“. Die Demo von „Basket Case“ (zu dt. psychisches Wrack) war es neben einigen anderen Songs, die später auf der „Dookie“ landeten, dann auch, die Produzent Rob Cavallo überzeugten, Green Day bei Reprise zu signen, einem Tochterlabel von Warner Records.
Aufgenommen in den Fantasy Studios in Berkeley, Kalifornien, war „Basket Case“ 1994 die zweite Single von Green Days Major-Label-Debüt. Und es dauerte einen Moment, bis der Song charttechnisch Fahrt aufnahm. Doch die Kombination von Dauerrotation des verrückten Videos auf MTV und Greens Days Auftritt bei Woodstock ’94 machte Band und Song dann aber endgültig einem breiten Publikum bekannt. Und schon damals war die Suche nach dem Gitarrensound von Basket Case unter Fans ein heißes Thema.
Der Gitarrensound von Basket Case: Billie Joel Armstrongs Equipment
Schauen wir uns für den Gitarrensound von Basket Case als Erstes an, welches Equipment Sänger und Gitarrist Billie Joe Armstrong bei den Aufnahmen von „Dookie“ nutzte. Wo Billie später vermehrt eine Gibson Les Paul Junior mit P90 spielte, war es zur Zeit der Albumproduktion fast immer Billies geliebte, „Blue“ getaufte Fernandes RST-50 Stratocaster, die er 1983 zu seinem 11. Geburtstag bekommen hatte.
Armstrong modifizierte die „Blue“ über die Jahre mehrfach, vor allem tauschte er den Bridge-Singlecoil. Anfangs wich dieser einem Bill Lawrence LX500XL Humbucker, später wurde es ein Seymour Duncan SH-4 JB. Die HSS-Strat konnte man in dieser Form auch im Video beobachten. Was die restlichen Bestandteile vom Gitarrensound von Basket Case betrifft, ist Billie Purist.
Bei den Pedalen nutzte er maximal einen Blues Driver zum Boosten in den Solos und dann hier und dann einen Tubescreamer zum Andicken. Die Zerre kam aber aus dem Amp. Armstrong ist mit dem Plexi-Sound verheiratet, er spielte ausschließlich einen 1959 SLP Plexi Head mit „Bradshow-Gain-Mod“ während der Aufnahmen zu „Dookie“. Nach der Produktion ließ sich Armstrong eine Kopie des Amps bauen, die ihn unter dem Namen „Pete“ viele Jahre auf Tour begleitete.
Der Gitarrensound von Basket Case mit Plugins
Für den Plexi-Sound gibt es eine Vielzahl an Plugins. Aufmerksame Leser werden sich erinnern: Auch Daron Malakian von System of a Down liebt den Marshall-Sound. Und da gab es als erste Empfehlung die Softube Amp Room Marshall Suite*. Neben einem Plexi sind hier auch offiziell von Marshall lizenzierte Amp-Emulationen von Silver Jubilee, JMP 2203, Bluesbreaker und Guv’nor mit enthalten.
Dazu gibt es mit BIAS X von Positive Grid* eine besonders bequeme Software-Lösung. Hier schreibt ihr dem KI-Assistenten einfach, dass ihr ein Rig benötigt, das wie Basket Case klingt, schon kann es losgehen! Wie ihr im Video direkt vor diesem Absatz sehen könnt, ist das Nachbauen des Gitarrensounds von Basket Case auch kostenlos möglich, in diesem Fall in Garageband.
Günstig zum Sound von Basket Case
Praktischerweise ist Billie Joe Armstrong zumindest zur Dookie-Zeit nicht ins GAS-Fass gefallen, es braucht also generell nicht besonders viel und verschiedenes Equipment für den Gitarrensound von Basket Case. Was den Marshall-Sound betrifft, gibt es da von Marshall selbst ein Pedal, das den passenden Preamp emuliert: 1959*.
Dann wär da natürlich noch das MXR Dookie*, von Green Day offiziell mitgestaltet, dem gemoddeten Preamp-Sound des 1959 SLP Plexi Head von der Aufnahme nachempfunden. Noch einen Ticken günstiger ist das Tone City Golden Plexi V3*, das ebenfalls den Plexi-Sound liefert.
Studio-Gear für den Gitarrensound von Basket Case
Wenn es möglichst nah am Originalsound sein soll, gibt es, gerade wenn es keine Budgeteinschränkungen gibt, eine ganze Reihe an Lösungen. Allen voran wäre da ein Marshall 1959 Modified*, der euch auch, was die Dimensionen und die Haptik betrifft, sehr nahe an das Original bringt.
Wenn es nicht ganz so mächtig sein soll, tut es auch der UAFX Lion 68*, in dem eine sehr natürlich klingende und dynamisch klingende Emulation eines 1959 Super Lead steckt. Dazu gibt es für Modeller wie die Helix-Familie von Line 6 oder den Quad Cortex von Neural DSP verschiedene Presets, die dem Gitarrensound von Basket Case auch sehr nahekommen.
Fazit
Was nutzt ihr für den Sound von Basket Case? Welches Gear reicht schon vollkommen aus, um wie Billie Joe Armstrong zu klingen? Schreibt es uns in den Kommentaren!
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Widgets und Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!