Waldorf, Cherry Audio, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Hallo und willkommen bei der Sound-Boutique. Auch heute gibt’s wieder ein paar News aus der Welt der Synthesizer, Sampler und Ableton-Live-Instrumente. Den Start machen zwei Soundsets für den wunderbaren Waldorf Protein Wavetable-Synthesizer. Danach geht es mit einem schönen kostenlosen Soundset für Cherry Audio Ensoniq ESQ-1 weiter. Gratis bekommst du im Moment auch ein sehr interessantes Kontakt-Instrument, das bereits mit dem kostenlosen Player von Native Instruments funktioniert. Und zum Schluss stellen wir dir einen neuen Drum- und Percussion-Synthesizer vor, der mit additiver Synthese funktioniert und in Ableton Live mit Max for Live läuft.
Inhalt:
PROTEINbar Soundsets für Waldorf Protein
Synthesizer-Nerds denken bei Wavetable-Synthese bestimmt schnell an Waldorf, immerhin gehört der Hersteller hier zu den Pionieren. Und auch Waldorf geht mit dem Trend, nicht nur große Boliden zu entwickeln, sondern auch ein paar kleine Synthesizer anzubieten.
In Protein bringt Waldorf Wavetable-Synthese in einen kleinen Formfaktor, der mit seinem Sound quasi den Microwave 1 zu einem mobilen Gerät macht, das sogar über Batterien betrieben werden kann.

Achtstimmig polyphon und vierstimmig multitimbral lässt sich Waldorf Protein spielen, zwei Wavetable-Oszillatoren, drei Hüllkurven, zwei LFOs, eine Modulationsmatrix und zwei Effekt-Slots geben einiges her. Und das wird mit Arpeggiator, Step-Sequencer sowie Chord- und Scale-Modi abgerundet.
Waldorf Protein ist nicht nur wegen der Synthese und des kleinen, mobilen Formats interessant, sondern auch wegen des recht ansprechenden Preises.
Natürlich erzähle ich das alles auch aus einem Grund, denn unter dem Namen PROTEINbar gibt es nun zwei neue Sound-Packs für den Synthesizer.
In PROTEINbar#1 und #2 stehen cinematische Soundscapes mit diversen Pads für Waldorf Protein im Vordergrund. Jeweils 16 Presets enthält ein Pack, dazu gibt es je nach Pack noch zwei oder drei zusätzliche Patches. Ein Teil der Sounds unterstützt polyphonen Aftertouch für mehr Expressivität.
Das zweite Teaser-Video findest du weiter unten.
- PROTEINbar#1 bekommst du hier auf Gumroad, PROTEINbar#2 findest du hier. Der Preis liegt bei jeweils 4 Euro. Waldorf Protein ist bei Thomann erhältlich*.
Kostenlos: Syntaur Sounds für Cherry Audio Ensoniq ESQ-1 von Sam Mims
Cherry Audio hat erst vor ein paar Wochen die schöne Emulation des ESQ-1 als Plugin veröffentlicht und bringt damit den Synthesizer mit allen 32 originalen Schwingungsformen, den vier DCAs und dem Sound des Curtis CEM3379 Filters in die DAW.
Mit vier mehrstufigen Hüllkurven, drei LFOs, Amplituden-Modulation, Oszillator-Sync und einem erweiterten Modulationssystem eignet sich ESQ-1 für eine Menge Sounds, die über das Interface am Plugin wesentlich komfortabler erstellt werden als beim Original. Und MPE wird auch unterstützt!

Das Plugin ist bereits mit jeder Menge schöner Presets beladen, jetzt gibt es eine kostenlose Zugabe von Cherry Audio. Die stammt von Sam Mims, der mit seiner Firma Syntaur besonders für die Restauration von Vintage-Synthesizern bekannt ist.
Leider gibt’s keine Preview der Sounds, aber ein kleines Video, in dem Sam ein bisschen darüber erzählt, was diesen Synthesizer so besonders macht.
160 Presets enthält diese Sammlung, aufgeteilt in vier Soundsets mit je vier Bänken und zehn Sounds pro Bank. Damit gibt es die gesamte Sammlung von Syntaur nun für den Cherry Audio ESQ-1.
Sämtliche Sounds stammen quasi von der Original-Hardware und nutzen deshalb nicht die neuen Features des Plugins. In dem Sinne hast du es also mit waschechten „Vintage-Presets“ zu tun. Diese decken alle möglichen Instrumente ab: Bässe, akustische Instrumente, Keys, Bläser, klassische Synth-Patches, Gitarren, Drums, FX, Pads und einiges mehr.
Und weil alle Patches so pur gehalten sind, kannst du diese auch super als Basis für zusätzliche Bearbeitungen mit dem Plugin nutzen – zum Beispiel mit dem Sequencer oder den enthaltenen Effekten.
- Hier bei Cherry Audio bekommst du das Preset-Paket kostenlos. Das Plugin gibt’s leider nicht umsonst hier bei Thomann*.
Kostenlos: DADO – Lilac Alloy für den Kontakt Player
Native Instruments verschenkt im Augenblick ein Instrument für den Kontakt Player. DADO – Lilac Alloy sieht mit seinem einfachen Interface in Form eines Würfels einladend aus und klingt auch sehr schön. Geometrie und Interaktion verschmelzen hier zu einem experimentellen virtuellen Instrument, das von Tonal Forms entwickelt wurde.
Erst mal der Trailer zur Einstimmung:
DADO – Lilac Alloy liefert hybride Sounds, bei denen Anschläge akustischer und aus Metall bestehender Instrumente in Klangtexturen verwandelt werden. „Du hörst, was du siehst“ lautet hier das Motto, die Bedienung erfolgt im Wesentlichen über das Drehen des im Mittelpunkt stehenden Würfels. Drehe ihn, um zwischen Sound A und Sound B zu überblenden, neige ihn, um Effekte einzublenden.
Das Variate-System erzeugt mit einem einzigen Klick unerwartete Kombinationen, ein „Bewegungsgenerator“ animiert den Cube automatisch, wenn du mal komplett ohne Maussteuerung Sounds entstehen lassen willst.
Für einzelne Noten stehen Lautstärkeraster bereit, Aftertouch wird ebenfalls unterstützt. Insgesamt bietet das Instrument acht sich entwickelnde Klänge, die von 31 Effekten ergänzt werden. Ein schönes Kontakt-Instrument, das du dir nicht entgehen lassen solltest.
- Aktuell bekommst du DADO – Lilac Alloy hier bei Native Instruments kostenlos, normalerweise verlangt der Hersteller dafür 39 Euro. Der Download umfasst ungefähr 1 GB, der kostenlose Kontakt Player reicht bereits aus. Wenn du vergleichbare Instrumente einmal selber erstellen willst, brauchst du die Vollversion, die du hier bei Thomann* kaufen kannst – auch als Teil der neuen Komplete Bundles*.
Impactor: Additiver Synthesizer für Drums und Percussion in Stereo für Ableton Live mit Max for Live
Mit Impactor veröffentlicht RawtonForge einen monophonen Percussion-Synthesizer für Ableton Live, der Drum- und Percussion-Sounds (sowie einiges mehr) mit additiver Synthese erzeugt. Das alleine ist schon ziemlich interessant, was dieses Max for Live Device aber so richtig aufregend macht, sind die Details.

Die additive Klangerzeugung arbeitet hier mit bis zu 12 Harmonischen (oder Inharmonischen), deren Anzahl du stufenlos einstellen kannst. Durch eine phasenstabile Synthese erzeugt Impactor jeden Drum-Hit bis auf Sample-Ebene reproduzierbar, während sich die Decay-Phase gezielt beeinflussen lässt.
Neben Lautstärke und Tonhöhe besitzt jeder Modulationsparameter eine eigene Hüllkurve. Ergänzt wird die Synthese durch verschiedene Rauschgeneratoren und einen zweiten Oszillator, der sich für FM-Synthese, Vibrato oder Stereo-Modulation einsetzen lässt.
Über die „Quadrature Stereo Width“ entsteht ein Stereobild bereits während der Klangerzeugung, der Sound wird also nicht erst nachträglich verbreitert. Laut Hersteller bleibt das Signal dabei vollständig monokompatibel – das ist für Kick-Drums besonders wichtig.
Ebenfalls ungewöhnlich ist der integrierte Transient-Split-Reverb. Dieser versieht ausschließlich den Klangkörper mit Hall, während die Transiente davon getrennt bleibt. So werden Percussion-Sounds räumlicher, ohne an Durchsetzungskraft zu verlieren oder zugekleistert zu wirken. Techno-Rumble mit ein paar Klicks!
Zudem bietet Impactor eine Velocity- und Random-Matrix, mit der sich Dynamik oder Zufallswerte per Drag-and-drop ähnlich wie bei einem Modular-Synthesizer nahezu jedem Parameter zuweisen lassen. Automatisierungen sind natürlich auch möglich und laut dem Entwickler ist Impactor sogar mit Push Standalone kompatibel!
Das neue M4L Device taugt nicht nur für Drum-Sounds, sondern ebenso für Basslines, Drones oder Sound-FX. Und der Sound ist richtig gut!
- Impactor bekommst du für knapp 25 britische Pfund hier bei Isotonik Studios. Ableton Live (11 oder neuer) mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
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