Der Sound von In The End: Mit Plugins, Budget-Setup oder Studio-Gear
So kommt ihr dem Gitarrensound des Hits von Linkin Park näher!
Wie kommt man zum Gitarrensound von Linkin Parks größtem Hit? Wie geht der Sound von In The End? In dieser Episode der Sound-Serie schauen wir uns an, welches Equipment ihr benötigt. Sprich, welche Software-Effekte, welches Einsteiger-Gear oder eben auch welche Effekte und Amps, die möglichst nahe am Original liegen, ihr braucht, um wie Brad Delson zu klingen.
Alles zu „In The End“
Die Geschichte von In The End
Bevor wir zum Sound von In The End kommen, schauen wir uns kurz an, wie der Song überhaupt entstanden ist. Laut Linkinpedia, einem von Linkin-Park-Fans geführten Wiki, entstand der Song im Mai 1999. Geschrieben von Bandchef Mike Shinoda im damaligen Proberaum in LA, war das Lied auf der ersten Demo-CP von Linkin Park noch unter dem Namen „Untitled (It Doesn’t Matter)“.
Bis zur finalen Version auf dem Debütalbum der Band „Hybrid Theory“ durchlief diese Demo-Version allerdings noch einige Produktionsschleifen. Im Vergleich zur Demo ist der Drum-Beat in den Strophen ein anderer, auch die Lyrics unterscheiden sich. Was kaum nicht verändert hat, sind die Gitarren.
Gitarrist Brad Delson spielt das mächtige Riff im Chorus, dazu die Flageolett-Töne in der Strophe. Auch der Bass stammt von ihm, da Bassist Dave Farrell zur Zeit, als die Aufnahmen zu „Hybrid Theory“ liefen, auf Tour war. Im Vergleich zu den anderen Songs auf dem Album ist „In The End“ um einiges gradliniger, fast schon poppig.
So war Chester Bennington wohl auch, als es um die Songreihenfolge ging und darum, welche Songs überhaupt auf das Album kommen sollten, strikt dagegen, dass „In The End“ überhaupt mit dabei ist. In einem späteren Interview schilderte er, dass er sich seitdem bei den Themen Songauswahl und -reihenfolge raushalte, da sein ursprünglicher Instinkt so anders war. In späteren Jahren habe er „In The End“ jedoch mehr als liebgewonnen.
Der Sound von Brad Delson
Bevor wir zum Sound von In The End kommen in der Form, dass ihr ihn equipmenttechnisch nachbauen könnt, schauen wir uns kurz an, was Brad Delson bei den Aufnahmen und auch live lange nutzte. Was die Gitarrenmarke betrifft, war Brad zur Zeit von In The End glühender PRS-Anhänger. Eine CE24 soll er bei den Aufnahmen mit DiMarzio Dual Sound Humbuckern genutzt haben.
Wenig überraschend liegt der Hauptanteil vom Sound von In The End im Amp, hier nutzte Brad ganz klassisch einen Mesa/Boogie Dual Rectifier, zentrales Element vieler Nu-Metal-Gitarristen. Um dem Gain-Monster rauschtechnisch Herr zu werden, setzte Delson live noch ein Noise-Gate-Pedal ein, wahrscheinlich den Boss NS-2 Noise Suppressor.
Dazu ist es nicht unwahrscheinlich, dass er zum „Andicken“ in der Signalkette noch ein Kompressor-Pedal nutzte. Welches ist allerdings unbekannt.
Der Sound von In The End mit Plugins
Hier gibt es mehrere Lösungen. Für den Hauptbestandteil des Distortion-Sounds, also einen Mesa/Boogie Dual Rectifier, gibt es eine Vielzahl an Plugins. Da wäre das Brainworx bx_megadual, das momentan reduziert zu haben ist. Auch für IK Multimedia AmpliTube MESA/Boogie muss man nicht all zu viel auf den Tisch legen.
Hier sind im Vergleich zum Plugin von Brainworx noch einige weitere virtuelle Amps dabei und zusätzlich auf Pedale für Noise Gate und Kompression. Dazu gibt es, wer sich schon mit dem Thema NAM beschäftigt hat, hier auch das ein oder andere hervorragende NAM-Profil für den Dual Rectifier.
Der Sound von In The End mit Einsteiger-Gear
Um dem Sound von In The End mit Einsteiger-Gear näherzukommen, braucht es nicht viel. Hauptzutat ist hier eine Gitarre in Drop-D (oder sogar Drop-C) und ein Pedal oder einen Amp mit Dual-Rectifier-Verzerrung. Bei den Pedalen kann es entweder ein genau auf den Dual-Rectifier zugeschnittener Effekt wie der tc electronic Dual Wreck Preamp oder auch die größere Variante, das UAFX Knuckles sein. Hier ist ein Noise Gate sogar dabei.

Aber auch bei Amp-Combos gibt es einige Lösungen. So kommt man mit der Blackstar HT-5R Combo und dem ISF-Regler ganz auf „amerikanisch“ dem Boogie-Sound wohl auch schon recht nahe. Auch für Amps aus der Boss-Katana-Serie gibt aus auf der Plattform Boss Tone Exchange einige Presets, die dem Dual-Rectifier-Sound nahekommen.
Studio-Equipment für In The End
Und wer in die Vollen gehen möchte, so richtig nahe an Brad Delsons Sound, der bestellt das Reissue vom Dual Rectifier und geduldet sich noch ein wenig, bis das Monster dann auch erhältlich ist. Dazu noch die Boss Pedale NS-2 fürs Noise Gate und CP-1X zum Komprimieren und in Kombination mit einer tiefergestimmten Klampfe sollte es donnern, bis der Arzt kommt.

Natürlich kann man dann auch noch eine Stufe weitergehen und gleich auch eine edle PRS CE24 mit dazunehmen. Wobei ich behaupten würde, dass sich der Sound von In the End auch mit den meisten anderen Humbucker-Gitarren erreichen lassen sollte, zumindest in Annäherung.
Fazit
Linkin Park spielen „In The End“ auch heute noch. Auch Sängerin Emily Armstrong bringt die emotionale Zerrissenheit grandios rüber. Was das Riff betrifft, ist der Song hervorragend für Einsteiger gedacht.
Und jetzt seid ihr an der Reihe! Wie kommt ihr dem Sound von In The End näher? Welches Equipment ist perfekt für Brad Delsons Gitarrensound? Schreibt es uns in die Kommentare!
FAQ: Der Gitarrensound von „In the End“
Welcher Amp ist entscheidend für den Sound von „In the End“?
Der Kern des Sounds stammt von einem Mesa/Boogie Dual Rectifier. Sein massiges Low-End und die aggressiven Mitten prägen den Nu-Metal-Gitarrensound des Songs maßgeblich.
Braucht man ein Noise Gate für den Sound?
Ja, ein Noise Gate ist sehr empfehlenswert. Der stark verzerrte Rectifier-Sound produziert viel Grundrauschen, das live und im Studio kontrolliert werden muss.
Lässt sich der Sound auch mit Plugins oder Einsteiger-Equipment umsetzen?
Absolut. Amp-Simulationen, Modeling-Amps oder Preamp-Pedale mit Dual-Rectifier-Charakter liefern sehr überzeugende Ergebnisse. Entscheidend sind weniger High-End-Gear als das richtige Gain-Staging, ein straffes Noise Gate und ein Humbucker an der Bridge.
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