AKAI, Arturia, Native Instruments, Ableton: Sound-Boutique
Neues über Sounds, Presets, Samples und Ableton Live
Heute in der Sound-Boutique: Ein neues Preset-Pack für AIR OPX-4, einen FM-Synthesizer, der nicht nur als Plugin auf dem Rechner läuft, sondern ebenso auf den Standalone-MPCs von AKAI. Außerdem stellen wir ein Funk-Soundset für Arturia Pigments vor. Für den kostenlosen Kontakt Player gibt’s eine neue Drum-Library mit dem Namen Brickwall Drums. Und den Abschluss macht diese Woche ein kostenloser One-Knob-Effekt für Ableton Live mit Max for Live.
Inhalt:
Eclectricity Presets für AIR OPX-4: läuft auf AKAI MPC und als Plugin
Die AKAI MPC Standalone-Modelle sind so leistungsfähig, dass auch zusätzliche Synthesizer oder Effekte darauf installiert werden können. In dem Sinne ist hier die Bezeichnung „Music Production Center“ wörtlich zu nehmen. Und AKAI hat mittlerweile eine ganze Reihe von interessanten MPC-Modellen im Programm, damit ist eigentlich für jeden Bedarf etwas dabei.
AIR gehört zu den Herstellern, die regelmäßig Software-Erweiterungen für die AKAI MPC Standalone-Hardware produzieren. Mit OPX-4 gibt es einen sehr schönen FM-Synthesizer, der mit vier Operatoren, einer dualen Filterstruktur, Waveshaping, sechs tempo-synchronisierbaren Hüllkurven, zwei LFOs und sogar 27 Effekte in drei FX-Slots daherkommt. Der Synthesizer funktioniert nicht nur mit AKAI MPC, sondern läuft ebenso als eigenständiges Plugin in der DAW.
Mit Eclectricity gibt es nun ein neues Preset-Pack für AIR OPX-4:
200 Presets mit Sounds für elektronische Musik stecken in dem Sound-Pack, alle versprechen einen „experimentellen“ Charakter mit ungewöhnlicher Modulation und viel Bewegung. Die Presets richten sich an alle, die elektronische Musik produzieren und mal ein bisschen aus ihren kreativen Gewohnheiten ausbrechen wollen. Laut AIR Music Tech wird hier klassische Synthese mit „unerwarteter“ Bewegung und klanglichen Überraschungen kombiniert. Klingt doch vielversprechend, oder?
Die Sounds decken Bässe, Brass-Sounds, FX, Gitarren, Keys, Leads, Pads, Percussion und Plucks ab – aber natürlich dürfen bei einer Preset-Sammlung für einen FM-Synthesizer auch ein paar Glocken-Sounds nicht fehlen! In dem Demo-Video klingt das alles auf jeden Fall ganz ansprechend. Wer seine AKAI MPC mit einem interessanten Synthesizer und ein paar neuen Sounds ausrüsten will, sollte sich AIR OPX-4 und dieses neue Sound-Pack einmal genauer anschauen.
- Aktuell bekommst du das Soundset mit 52 % Rabatt hier bei AIR Music Tech für 14 Euro. AIR OPX-4 ist erforderlich. Der Synthesizer läuft als Plugin in der DAW und auf den AKAI MPC Modellen MPC One, MPC Live, MPC Live II, MPC X, MPC Key 37 und Key 61, MPC One+, MPC X SE, Force und MPC Live III. Den Synthesizer bekommst du bei Thomann* und auch bei AIR Music Tech (dort gerade im Angebot). AKAI MPC ist in allen aktuellen Ausführungen natürlich bei Thomann erhältlich*.
100 Funk Presets für Arturia Pigments
Pigments wird als einer der aktuell flexibelsten Software-Synthesizer gefeiert, Arturia selbst bezeichnet das Plugin als einen „Sounddesign-Synthesizer“. Mit sechs Engines, ganz viel Modulation, eingebauten Effekten und generativen Funktionen liefert Pigments in der Tat endlos viele Möglichkeiten für das Erstellen von neuen und ebenso bekannten Sounds.
Wer mal in den Klangwelten dieses Synthesizers hineinschnuppern will, kann das seit einigen Wochen übrigens auch mit dem kostenlosen Pigments Play machen, einer abgespeckten Player-Variante von Pigments.
Die 100 Funk Presets, die wir jetzt vorstellen, funktionieren aber nur mit der Vollversion:
Seien wir ehrlich: Das Teaser-Video zu diesem Preset-Pack könnte ein bisschen professioneller aufgemacht sein, aber die einzelnen Patches klingen durchaus cool und passen zum Titel. Und auch die Website des Anbieters profitiert bestimmt von einem etwas besseren Design.
Aber zurück zum Thema: 27 Bässe, 29 Keys, 29 Orgeln und E-Pianos sowie 15 Leads stecken in diesem Sound-Pack. Alle Sounds sind mit Pigments 7 (oder neuer) kompatibel, wer eine Lizenz des Plugins besitzt, kann alle Presets auch in Analog Lab benutzen.
- 22 Euro kostet das Soundset hier bei Mushroom Sounds. Arturia Pigments bekommst du in der neuesten Version bei Thomann*.
Brickwall Drums: „Echte“ Drums in Native Instruments Kontakt
Mit Brickwall Drums stellt Heavyocity eine neue Drum-Library für Native Instruments Kontakt vor, die sich dem charaktervollen Sound „echter“ Drums verschrieben hat. Statt klinisch perfekter Samples stehen hier echte Performances, analoge Studiotechnik und ein entsprechend druckvoller, warmer Klang im Mittelpunkt.
Die Library umfasst 22246 Samples, 66 Artikulationen, 29 Presets sowie 72 Loops und basiert auf einem Custom-Allegra-Kit, das von Drummer Matthias Bossi gespielt und im Brick Hill Studio mit analogem Equipment aufgenommen wurde.
Drei Engines stecken hier drin. Mit dem Kit Designer lassen sich aus Kicks, Snares, Toms und Cymbals eigene 16-stimmige Drumkits zusammenstellen und die einzelnen Stimmen inklusive Lautstärke, Panorama und Effekten bearbeiten.
Der Ensemble Designer verteilt bis zu 36 Drum-Quellen auf einer virtuellen Bühne und ermöglicht über verschiedene Mikrofonpositionen und Performance-Tools die Gestaltung komplexer Patterns, Rolls und Crescendos.
Für schnelle Grooves gibt’s den Loop Designer, der bis zu drei Loop-Stems miteinander kombiniert. Die insgesamt 72 tempo-synchronen Loops sind in Straight- und Triplet-Varianten vorhanden.
Für ein möglichst natürliches Spielgefühl sorgen acht Round Robins pro Stimme und zehn dynamische Layer. Die Anschlagstärke verändert hier nicht nur die Lautstärke, sondern auch den Klangcharakter der einzelnen Drum-Hits.
- Brickwall Drums läuft bereits mit dem kostenlosen Kontakt Player (7.10.9 oder neuer) und braucht knapp 7,4 GB auf der Festplatte. Das Kontakt-Instrument gibt’s zur Einführung für 99 US-Dollar (statt 119 US-Dollar). Weitere Infos gibt’s hier bei Heavyocity.
Kostenlos: Halo, ein One-Knob-Effekt für Ableton Live mit Max for Live

One-Knob-Effekte werden von einigen verpönt, von anderen hingegen geschätzt. Die Idee, mit einer einzelnen Bewegung an einem Regler gleich eine ganze Reihe von aufeinander abgestimmten Effekten zu steuern, ist bei guter Umsetzung aber durchaus praktisch.
Halo für Max for Live setzt genau so ein Konzept um und weil es kostenlos erhältlich ist, kannst du einfach ausprobieren, ob dies etwas für dich ist. Mit einem Dreh verwandelst du eingehende Signale in ausladende Texturen mit immer größer werdendem Raum. So sollen selbst aus einfachen Sounds schnell neue Klänge entstehen.
Bei niedrigen Einstellungen erzeugt Halo eine subtile Breite, etwas mehr Raumanteil und Ambience. Wenn du noch weiter aufdrehst, werden die Hallfahnen länger, die Stereobreite größer und zudem entstehen zusätzliche harmonische Obertöne. Komplett auf Anschlag entsteht ein verwaschener Sound, bei dem das eingehende Signal als eine Art Kern in der Mitte bestehen bleibt.
Laut dem Entwickler Daryl Grant funktioniert dieses Max for Live Device besonders gut mit Synthesizern, Piano, Gitarren, Vocals, Percussion und melodischen Loops. Und mit Automationen lassen sich hiermit bestimmt einige wirkungsvolle Riser erzeugen.
Mit dem Zunehmen der Einstellungen zeigt das extrem minimalistische Interface zusätzliche Ringe um den Drehregler – auch hier ist der Name Programm. Ein schönes Max for Live Device, das du dir einfach mal gönnen solltest.
- Null Euro kostet Halo und ist hier im Gumroad-Store von Daryl Grant erhältlich. Ableton Live 11 (oder neuer) mit Max for Live ist erforderlich. Die Erweiterung ist in der Ableton Live Suite enthalten und die bekommst du natürlich auch bei Thomann*.
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