von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 5 Min
MOTU Digital Performer 12: Neuste Version der DAW

MOTU Digital Performer 12: Neuste Version der DAW  ·  Quelle: MOTU

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Digital Performer 12 – oder kurz DP12 – ist die neuste Version der DAW von MOTU und bietet einige interessante und frische Features. Neben den obligatorischen Workflow-Verbesserungen liefert die DAW jetzt auch Stem-Separation und starken Support für Dolby Atmos. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Neuheiten.

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MOTU Digital Performer 12 ist da

MOTU Digital Performer 12
MOTU Digital Performer 12 · Quelle: MOTU

Es gibt Hersteller, die fast im 3-Monats-Takt neue Versionen ihrer DAW herausbringen. Zunächst als Beta, dann als offizielle Version. Für Digital Performer 12 hat sich MOTU hingegen Zeit gelassen.

Fünf Jahre sind seit Version 11 vergangen – in der heutigen (Musiktechnik-) Welt eine gefühlte Ewigkeit. Okay, GTA VI hat noch ein bisschen länger gebraucht, aber das soll hier nicht das Thema sein. Schauen wir uns an, was in der neusten Version der DAW von MOTU steckt. Und so viel sei schon verraten: Auch KI zieht hier natürlich ein.

Was sind die Neuheiten in Digital Performer 12?

Zu den wichtigsten Neuheiten zählen die Unterstützung für immersive Mischungen in Dolby Atmos, eine integrierte Stem-Separation kompletter Mixe, die neue Funktion Arrangement Strip und ein erweitertes Track Freeze. Dazu kommen zahlreiche Workflow-Optimierungen.

Mixing, Rendering und Export in Dolby Atmos

Dolby Atmos wird in Digital Performer 12 viel Aufmerksamkeit zuteil. Die DAW stellt alle Werkzeuge bereit, um räumliche Mischungen in Dolby Atmos zu erstellen, zu rendern und auszugeben. Sounds, Effekte, Instrumente, Dialoge und alle möglichen anderen Audioquellen lassen sich mithilfe der Mix-Automationsfunktionen von DP12 innerhalb des dreidimensionalen Klangfelds positionieren und bewegen – einschließlich der Höhenebene.

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Mixing und Rendering von Dolby-Atmos-Inhalten ziehen in die DAW ein
Mixing und Rendering von Dolby-Atmos-Inhalten ziehen in die DAW ein · Quelle: MOTU

Immersive Mixe können über ein Surround-Lautsprechersystem bis zu 9.1.6 abgehört werden, wobei „.6“ für die Höhenkanäle steht. Alternativ lässt sich der dreidimensionale Sound binaural über Kopfhörer abhören.

MOTU denkt dabei nicht nur an Filmproduktionen, sondern ebenso an Streaming-Plattformen wie Apple Music oder Tidal.

KI-gestützte Stem Separation

Stem-Separation gehört zu den neuen Features in DP 12
Stem-Separation gehört zu den neuen Features in DP12 · Quelle: MOTU

Stems sind im Augenblick das heiße Eisen und auch Digital Performer 12 will da mitmischen. Mit der neuen Stem Separation kann die DAW nun einen kompletten Originalmix in einzelne Stems zerlegen. Zur Auswahl stehen Drums, Bass, Vocals und Gitarre sowie unter anderem Ensemble-Streicher und Blechbläser.

Die daraus entstandenen isolierten Spuren lassen sich dann für Remixe, Mashups oder auch für andere Aufgaben nutzen. Wer zum Beispiel einen Part auf einem Instrument üben möchte, kann den entsprechenden Stem stummschalten und dazu den Rest des Mixes abspielen.

Arrangement Strip

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Diese Neuerung geht schon in Richtung Workflow-Optimierung: Der neue Arrangement Strip in Digital Performer 12 befindet sich in den Tabs Tracks Overview und Sequence Editor direkt unterhalb der Timeline. Hierüber lassen sich Songs neu arrangieren, indem die farbigen Balken der einzelnen Abschnitte per Drag-and-drop verschoben und so über alle Spuren hinweg neu angeordnet werden.

Die einzelnen Sektionen rasten automatisch aneinander ein. Bei Bedarf lassen sich aber auch Lücken erzeugen, etwa beim Vertonen oder bei anderen musikalischen Projekten. Für die Bearbeitung stehen zudem verschiedene Shortcuts zur Verfügung, um alles noch ein bisschen komfortabler zu machen.

Ganz viele Workflow-Verbesserungen

Spuren lassen sich jetzt mit einem Klick einfrieren, ohne dafür eine zusätzliche Spur mit dem gerenderten Audiomaterial anzulegen. Auch während eine Spur eingefroren ist, kann weiter gemischt werden. Und eingefrorene Spuren lassen sich dauerhaft rendern.

Ein oder mehrere externe MIDI-Controller können als primäre MIDI-Eingabegeräte ausgewählt werden. So kannst du komfortabel den MIDI-Eingang verwalten und unerwünschte MIDI-Signale von verbundenen Geräten herausfiltern.

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Digital Performer kann MusicXML-Dateien jetzt importieren und auch exportieren. Das macht einen Austausch mit Notationsprogrammen wie Dorico, Sibelius und MuseScore einfacher.

Außerdem wurde der Drag-and-drop-Import verbessert, indem Digital Performer nun neue Spuren erstellt. Über Tags und die verbesserte Suche lassen sich Inhalte schneller finden. Keysets ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Workflows wie Editing, Recording und weiteren Prozessen.

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Track Presets können sämtliche Einstellungen einer Spur enthalten – von I/O- und EQ-Einstellungen bis hin zu Plugin-Ketten. Presets lassen sich aus dem Content Browser per Drag-and-drop ganz einfach auf vorhandene Spuren anwenden oder zum Erstellen neuer Tracks verwenden. Digital Performer 12 kommt mit zahlreichen Presets für Vocals, Drums, Bass, Gitarre und andere Instrumente. Und eigene Presets lassen sich natürlich erstellen und speichern. Klasse! Und das geht jetzt auch mit Fade- und Crossfade-Presets!

Praktisch ist auch die VST3 Auto-Migration, um kompatible Plugins (MOTU nennt NI Kontakt als Beispiel) nahtlos zu aktualisieren und auf eine andere Version umzustellen. Einstellungen und Automationen bleiben dabei erhalten.

Das war ein Überblick der interessantesten Neuheiten. Ein paar mehr Details findest du hier auf der Produktwebsite.

„DP-Anwender werden Version 12 lieben“, sagt Jim Cooper, Director of Marketing bei MOTU. „Sie steckt voller spannender neuer Hauptfunktionen wie Dolby-Atmos-Mixing und Stem-Separation, kombiniert mit einem neuen Maß an Interaktivität sowie Dutzenden Workflow-Verbesserungen und von Anwendern gewünschten Funktionen.“

Spezifikation und Preise

MOTU Digital Performer 12 läuft auf macOS (12.7 oder neuer) und Windows 11 (24H2 oder neuer).

Wer Version 11 nach dem 1. Mai 2026 gekauft hat, bekommt ein kostenloses Upgrade. Diese Version bekommst du hier bei Thomann* auch aktuell noch im Angebot.

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MOTU Digital Performer 11 (E) Download
MOTU Digital Performer 11 (E) Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Ansonsten kostet ein Upgrade 195 US-Dollar. Ein Upgrade von Performer ist für 295 US-Dollar zu haben. Ein Upgrade von Performer Lite/AudioDesk kostet 395 US-Dollar. Für die Vollversion musst du 499 US-Dollar bezahlen.

Weitere Infos

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