u-he, GForce, Synchro Arts: Diese 3 Angebote bringen klassischen Synth-Sound und saubere Vocals zum Sonderpreis
Zwei Vintage-Synthesizer und ein Vocal-Duo im Deal
u-he macht diese Woche mit einem satten Rabatt auf Repro den Anfang. Zwei Synthesizer-Legenden stecken in einem einzigen Plugin und decken vom sequenzierten Monosynth bis zum warmen Polypad ein breites Spektrum ab. Dazu kommt GForce mit dem OB-X, der offiziell lizenzierten Oberheim-Emulation mit fettem 1970er/80er-Sound. Wer seine Vocals dagegen endlich ordentlich in den Griff bekommt, greift zum Synchro Arts Vocal Production Bundle mit RePitch und VocAlign Pro. Drei sehr interessante Angebote der Software-Deals der Woche.
Software-Deals der Woche
u-he Repro – jetzt 30 % günstiger bei Plugin Boutique
u-he gehört seit Jahren zu den Herstellern, bei denen die Messlatte für Synthesizer-Emulationen besonders hoch liegt. Mit Repro liefert u-he zwei Synthesizer in einem einzigen Installer: Repro-1 und Repro-5. Der Repro-1 orientiert sich an einem monophonen Synthesizer der frühen Achtziger, der damals für seine rohe Energie und seine Curtis-Chip-Schaltung bekannt war. Der Repro-5 holt das polyphone Pendant dazu und fügt acht Stimmen, Unisono-Modi und Audio-Rate-FM hinzu. Bis zum 17. Mai bekommt ihr das komplette Paket bei Plugin Boutique mit 30 % Rabatt, was angesichts der Qualität beider Synthesizer eine klare Empfehlung verdient.
Was u-he bei Repro anders angeht als viele andere Hersteller, ist die Modellierung auf Komponentenebene. Das bedeutet, u-he erfasst nicht nur die grobe Klangcharakteristik der Vorbilder, sondern auch die kleinen Eigenheiten und Ungenauigkeiten der originalen Schaltkreise. Das macht sich besonders bei der Filtersektion bemerkbar. Das selbstoszillierende 4-Pol-Tiefpassfilter des u-he Repro-1 klingt nicht glatt und steril, sondern lebendig und ein bisschen unberechenbar, genau wie das Original.
Beim u-he Repro-5 kommt Audio-Rate-FM für Oszillator- und Filtermodulation dazu, was ihn in der Klangformung deutlich vielseitiger aufstellt. Beide Synthesizer teilen sich zwei Mehrwellen-Oszillatoren, einen Rauschgenerator, ADSR-Hüllkurven und eine umfangreiche Modulationssektion mit LFO und dedizierten Mod-Pfaden. Der u-he Repro-5 ergänzt das um eine 2-Slot-Modulationsmatrix und einen polyphonen Distortion-Baustein mit vier Betriebsmodi inklusive Bitcrusher.
In der Praxis funktioniert u-he Repro in beide Richtungen gleich überzeugend. Als Repro-1 liefert er Basslinien und Leads mit echtem Biss, die sich auch in dichteren Arrangements durchsetzen, ohne weichgespült zu klingen. Als Repro-5 baut er Pads und Akkorde auf, die Tiefe haben, ohne in Matsch zu verschwimmen. Wer viel mit analogem Sound arbeitet, aber kein Hardware-Rack mit Vintage-Synthesizern betreiben will, kommt mit Repro sehr weit.
Die Preset-Bibliothek beider u-he-Synthesizer zusammen enthält über 1.450 Patches, von klassischen Bläser-Imitationen über rohe Sequencer-Sounds bis zu atmosphärischen Flächen. Wer gerne tiefer in die Materie geht, findet auf dem Tweak-Screen Zugriff auf Jumper und Modul-Selektoren, mit denen sich das grundlegende Verhalten einzelner Schaltkreis-Bereiche verändern lässt. Das ist kein kosmetisches Feature, sondern beeinflusst den Klang spürbar.
Jeder der beiden Synthesizer bringt fünf Effekte mit, die sich per Drag-and-drop in der Reihenfolge neu anordnen lassen: Wavefolder, Delay/Chorus, EQ/Resonator, Plate-Reverb und einen Sonic Conditioner als Kombination aus Sättigungseffekt und Transientendesigner. Der u-he Repro-5 tauscht den Wavefolder gegen eine Bandsättigungs-Emulation aus. Das reicht in vielen Fällen aus, um einen fertig klingenden Sound direkt aus dem Plugin heraus zu schicken, ohne erst durch eine Effektkette außerhalb des Synthesizers zu müssen. Microtuning-Unterstützung ist ebenfalls an Bord, ebenso NKS-Kompatibilität für Native-Instruments-Hardware. Die jüngste Version von u-he Repro fügt zudem CLAP-Format, AAX für Apple Silicon, MPE-Unterstützung und vier Modulationsmatrix-Slots hinzu.
Bis zum 17. Mai 2026 bekommt ihr u-he Repro bei Plugin Boutique* für 104,13 Euro mit 30 % Rabatt.
GForce OB-X – Oberheim-Emulation für 59 Euro
GForce hat sich auf Oberheim-Emulationen spezialisiert wie kaum ein anderer Hersteller. Mit dem OB-E gelang dem Team sogar die erste Software überhaupt, die Tom Oberheim persönlich abgesegnet hat. Der GForce OB-X setzt diese Reihe fort und ist die erste offiziell lizenzierte Emulation des Oberheim OB-X von 1979, eines polyphonen Synthesizers, dessen Sound auf Platten von Depece Mode, Queen und Herbie Hancock zu hören ist. Bis zum 18. Mai gibt es den GForce OB-X bei Thomann für 59 Euro, was knapp der Hälfte des regulären Preises entspricht.
Die Emulation bleibt in ihrer Basis nah am Original. Pro Stimme gibt es zwei Oszillatoren mit Sägezahn und Rechteck, ein 2-Pol-Resonanz-Tiefpassfilter, eine Amplifier-Sektion und zwei Hüllkurven. Genau so war der Hardware-OB-X aufgebaut, und GForce hat diesen Kern aus dem Original herausgemessen, nicht approximiert. Darüber baut GForce eine moderne Erweiterungsebene auf. Bis zu 16 Stimmen Polyphonie stehen zur Verfügung, ein Vintage-Regler fügt steuerbare analoge Ungenauigkeiten hinzu, und vier programmierbare Makros legen häufig genutzte Parameter auf direkt erreichbare Regler.
Arpeggiator, Chord-Mode mit integriertem Scaler und ein vollständiger Effekt-Block aus Chorus, Stereo-Delay und Reverb runden den modernen Teil ab. Die LFO-Sektion wurde gegenüber dem Original um Intro, Retrigger, Phase und Smoothing erweitert, und separate PWM-Regler für beide Oszillatoren ermöglichen feinere Klangformung als das Hardware-Vorbild je erlaubt hätte.
Das interessanteste Feature des GForce OB-X ist die X-Modifier-Technologie. Sie fügt fast jedem Parameter des Synthesizers einen eigenen LFO und eine eigene ADSR-Hüllkurve hinzu, die bereits fertig verdrahtet sind. Es braucht keine manuelle Routing-Arbeit, um komplexe Modulationen aufzubauen. Das macht den GForce OB-X einerseits zugänglich für alle, die einfach einen Sound laden und spielen wollen. Andererseits öffnet es für erfahrenere Sound-Designer eine zweite Ebene, auf der sich die klassische OB-X-Architektur in Richtungen bewegen lässt, die mit dem Original schlicht nicht möglich waren.
Die Preset-Bibliothek mit über 400 Patches von namhaften Sound-Designern zeigt, wohin das führen kann: von originalgetreuen Reproduktionen bis zu zeitgemäßen EDM- und Ambient-Sounds, die deutlich moderner klingen als das Jahr 1979 vermuten lässt.
Im Studio zeigt der GForce OB-X seine Stärken vor allem bei Pads, Strings und Polysynth-Akkorden, die sofort nach Klassiker klingen, ohne aufgesetzt zu wirken. Sync-Sounds, Bässe und Leads funktionieren ebenfalls überzeugend, und wer mit dem Vintage-Regler etwas aufmacht, bekommt das charakteristische Rauschen und die Intonations-Ungenauigkeiten der originalen Schaltkreise zurück. Das ist kein Effekt, der nach einer Weile nervt, sondern einer, der einen Sound aus dem Mix heraushebt, weil er einfach nicht nach Plugin klingt. Der neue Preset-Browser mit umfangreichem Tagging und Sortierfunktionen macht das Durchsuchen angenehm schnell, was bei über 400 Presets kein unwichtiger Punkt ist.
Bis zum 18. Mai 2026 bekommt ihr den GForce OB-X hier bei Thomann* für 59,00 Euro mit 49 % Rabatt.
Synchro Arts Vocal Production Bundle – RePitch und VocAlign Pro im Paket
Synchro Arts ist einer der wenigen Hersteller, die im Bereich Vocal-Bearbeitung wirklich eigene Wege gehen, statt einfach ein weiteres Pitch-Correction-Plugin auf den Markt zu werfen. VocAlign gehört seit Jahren zu den Referenz-Lösungen, wenn es darum geht, Backing-Vocals, Doubles und Harmonien zeitlich auf eine Lead-Spur zu bringen. Das Vocal Production Bundle kombiniert VocAlign Pro mit RePitch und deckt damit zwei der häufigsten Vocal-Aufgaben im Mix ab: Intonationskorrektur und Timing-Alignment. Bei Thomann ist das Bundle derzeit für 199 Euro zu haben.
RePitch geht bei der Analyse von Gesang einen anderen Weg als viele Konkurrenten. Das Plugin trennt pitched von non-pitched Material, also Töne von Atemgeräuschen, Konsonanten und Sibilanten, und verarbeitet beides separat. Das Ergebnis ist eine Intonationskorrektur, die auch bei aggressiveren Eingriffen kein künstliches Klangbild erzeugt. Breaths und Zischlaute bleiben unberührt, was den Gesamtklang natürlicher und transparenter klingen lässt als bei Ansätzen, die das gesamte Signal durch denselben Algorithmus schicken. Neben der automatischen Korrektur bietet RePitch ein vollständiges Set an manuellen Bearbeitungswerkzeugen für Vibrato, Formanten, Timing und Sibilanten. Wer also sowohl schnelle Korrekturen als auch chirurgische Eingriffe braucht, findet beides in einem einzigen Plugin.
VocAlign Pro holt sich den Alignment-Algorithmus direkt aus Revoice Pro, dem eigenständigen Flaggschiff-Programm von Synchro Arts, das in professionellen Recording-Studios als Standardlösung gilt. Das bedeutet, auch komplexere und längere Vocal-Passagen richten sich in Sekunden aus, ohne dass manuell editiert werden muss. Formant-Shifting und Transponieren stehen ebenfalls zur Verfügung, was VocAlign Pro über reines Timing-Alignment hinaus in ein kreatives Produktionswerkzeug verwandelt. Die Kombination beider Plugins im Bundle ergibt deshalb mehr als die Summe ihrer Teile.
Das Verbindungsstück zwischen RePitch und VocAlign Pro ist SynchroLink. Wer die Intonation der Lead-Vocal in RePitch anpasst, überträgt diese Änderungen per SynchroLink automatisch auf alle per VocAlign Pro ausgerichteten Vocal-Stacks. Das spart erhebliche Zeit bei Produktionen mit vielen Vocal-Layern, weil Korrekturen nicht mehr manuell auf Doubles und Harmonien übertragen werden müssen.
In der Praxis ist das besonders nützlich, wenn ein Vocal-Arrangement noch in Bewegung ist und ihr Änderungen schnell durch den gesamten Stack ziehen wollt, ohne jede Spur einzeln anfassen zu müssen. Für alle, die regelmäßig mit gestapelten Vocals arbeiten, ist dieses Workflow-Feature alleine schon ein starkes Argument für das Bundle.
Das Synchro Arts Vocal Production Bundle mit RePitch und VocAlign Pro bekommt ihr hier bei Thomann* für 199,00 Euro mit 16 % Rabatt.
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