von  stephan  | |  Lesezeit: 5 Min
Copyright auf Stratocaster, Versoinstruments Log, Laney Prism Mini

Copyright auf Stratocaster, Versoinstruments Log, Laney Prism Mini  ·  Quelle: Versoinstruments

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Kompakt, innovativ und mit möglichem Sprengstoff für die Branche: Diese Ausgabe der Gitarren-Boutique spannt den Bogen von cleveren Übungshelfern bis hin zu juristischen Weichenstellungen. Den Auftakt macht der Laney Prism Mini – ein überraschend vielseitiger Mini-Amp für unterwegs. Danach wird es experimentell: Mit der Log werfen wir einen Blick auf eine radikal neu gedachte Lap-Steel-Gitarre, die klassische Spielweisen mit modernen Sounddesign-Möglichkeiten verbindet. Und schließlich sorgt Fender für Schlagzeilen: Ein Urteil zur Korpusform der Strat (Copyright auf Stratocaster) könnte den Gitarrenmarkt nachhaltig verändern. Drei Themen, die zeigen, wie viel Bewegung aktuell in der Welt der Gitarren steckt.

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Laney Prism Mini

Den Auftakt dieser Ausgabe macht ein besonders kompakter Übungsverstärker. Mit dem Laney Prism Mini bringt Laney einen winzigen, Bluetooth-fähigen Gitarrenverstärker auf den Markt, der sich vor allem an Musiker richtet, die viel unterwegs sind. Trotz seiner geringen Größe bietet das Gerät eine erstaunlich umfangreiche Ausstattung – inklusive Multieffekten, Verstärkermodellen und integrierten Übungsfunktionen.

Der Prism Mini kommt mit 50 werkseitigen Presets sowie 50 zusätzlichen Speicherplätzen, die sich individuell belegen lassen. Damit lassen sich schnell eigene Sounds erstellen und abspeichern – ideal für spontanes Üben oder das Festhalten neuer Ideen.

Laney Prism Mini
Laney Prism Mini · Quelle: Laney

Bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit

Im Inneren arbeitet genügend DSP-Leistung, um einen Verstärker, eine Boxensimulation und bis zu sechs Effekte gleichzeitig zu betreiben. Die Bedienung erfolgt über ein 1,77-Zoll-Farbdisplay, das die Navigation durch Presets und Einstellungen deutlich erleichtert.

Alternativ lassen sich Sounds auch über die per Bluetooth verbundene Smartphone-App Tone Wizard bearbeiten.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein integriertes Stimmgerät, eine Drum-Machine sowie Bluetooth-5.3-Audio-Streaming. Damit eignet sich der kompakte Amp nicht nur zum Üben, sondern auch als mobiles Kompositions-Tool.

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Für die nötige Ausdauer sorgt ein integrierter Lithium-Ionen-Akku, der laut Hersteller bis zu 14 Stunden Laufzeit ermöglicht und bequem über USB-C aufgeladen werden kann.

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Versoinstruments Log – Lap Steel-Gitarre der Zukunft?

Selten hat mich ein neues Instrument so positiv überrascht wie Log. Auf den ersten Blick wirkt das Konzept fast wie eine Objekt für die TikTok-Generation – minimalistisch, auffällig und visuell sofort präsent. Doch schon nach den ersten Sekunden des Demovideos wird klar: Hinter der ungewöhnlichen Optik steckt deutlich mehr als eine moderne Interpretation der klassischen Lap Steel Guitar.

Ein zentrales Element des Instruments ist der frei bewegliche Tonabnehmer. Dadurch lässt sich der Klangcharakter unmittelbar verändern: vom typischen, brillanten Country-Sound über warme, mittige Töne bis hin zu fast schon sphärischen Texturen. Besonders spannend wird es, wenn man hinter dem Pickup mit dem Slide spielt oder den Tonabnehmer sogar in die Hand nimmt, um damit ungewöhnliche Volume-Fades und Klangverläufe zu erzeugen.

Versoinstruments Log
Versoinstruments Log · Quelle: Versoinstruments

Zwei Pickups im Stereo-Betrieb

Richtig experimentell wird es im Stereo-Setup mit zwei Tonabnehmern, die jeweils durch eigene Effektketten geschickt werden können. In dieser Konfiguration entfernt sich der Klang zunehmend vom klassischen Gitarrensound und bewegt sich eher irgendwo zwischen Harfe, Ambient-Texturen und Synthesizer-Flächen.

Mit einer Mensur von 22,5 Zoll bleibt das Instrument zwar in der Tradition klassischer Steel-Gitarren, präsentiert sich optisch jedoch deutlich moderner – unter anderem in einem auffälligen Lila-Finish.

Mein Fazit: Ein ungewöhnliches, inspirierendes Instrument und eine klare Empfehlung für Sounddesigner und experimentierfreudige Gitarristen.

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Am März 2026 könnte sich eine der größten Veränderungen im Gitarren-Business seit Jahrzehnten angebahnt haben. In einem Rechtsstreit gegen einen chinesischen Gitarrenhersteller gewann Fender vor einem Gericht in Düsseldorf – und zwar mit einem ungewöhnlichen Ansatz: dem Urheberrecht auf die Korpusform der Stratocaster.

Sollte das Urteil Bestand haben, könnte es weitreichende Folgen für den Gitarrenmarkt haben. Betroffen wären theoretisch alle Gitarren, die in Deutschland und der Europäischen Union hergestellt, verkauft oder importiert werden, sofern sie die typische Stratocaster-Form aufweisen.

Das würde bedeuten: Modelle zahlreicher Hersteller – etwa von Suhr, ESP, Schecter, Harley Benton und vielen anderen – dürften in dieser Form nicht mehr vertrieben werden.

Erfolglos in der Vergangenheit

Dabei hatte die legendäre Gitarrenschmiede bereits mehrfach versucht, ihre ikonischen Korpusformen markenrechtlich zu schützen. Im Jahr 2004 wollte Fender unter anderem die Formen von Stratocaster, Telecaster und Precision Bass als sogenannte Trademarks eintragen lassen.

Mehrere Hersteller – darunter ESP, Gibson, Schecter, Spector und Warmoth – legten damals erfolgreich Einspruch ein. Das Markenrecht für die Formen wurde Fender letztlich nicht zugesprochen.

Der aktuelle Fall ist jedoch anders gelagert: Fender erhielt kein Trademark, sondern ein Urheberrecht auf die Stratocaster-Korpusform. Sollte dieses Urteil streng ausgelegt werden und Bestand haben, könnte das erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben.

Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass Fender tatsächlich gegen zahlreiche etablierte Hersteller gleichzeitig vorgehen wird. Beobachter rechnen eher mit Berufungen und möglichen Folgeprozessen, die den Fall über Jahre beschäftigen könnten. Auch der YouTuber KDH geht davon aus, dass das Urteil angefochten wird.

Fest steht: Die Entscheidung könnte eine neue Phase im jahrzehntelangen Streit um Gitarrendesigns einläuten.

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